Elfriede Jelinek: Die Kinder der Toten
Die Kinder der Toten
Elfriede Jelinek

Elfriede Jelineks monumentaler Roman Die Kinder der Toten ist ein sprachgewaltiges, experimentelles Werk über die verdrängte Vergangenheit Österreichs. In einer alpinen Geistergeschichte verschmelzen Horrorfilm-Motive mit literarischer Theorie, Holocaust-Gedenken mit Medienkritik. Untote kehren zurück, um die Erinnerungen der Lebenden heimzusuchen – oder um endlich gehört zu werden. Der Text zersetzt klassische Erzählstrukturen und fordert Leser:innen mit seiner dichten, assoziativen Sprache heraus. Der Roman reflektiert die Unmöglichkeit eines Neubeginns ohne Erinnerung und stellt die Frage, wer überhaupt sprechen darf.

Elfriede Jelinek: Die Kinder der Toten. Rowohlt Verlag 1995. 664 Seiten.

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