István Virágvölgyi, Jurymitglied der World Press Photo 2022, führt durch die aktuelle Ausstellung und gibt Einblicke in die Arbeit hinter den Kulissen: Wie wählt die Jury aus über 60.000 Bildern aus? Der Fotograf und Kurator leitet das Robert Capa Center in Budapest. our
Das Projekt „Gesellschaft & Wirtschaft. Zeitgenössische Positionen zu Otto Neurath.“ widmet sich Otto Neuraths visionärem Arbeiter:innen-Museum und seiner Idee einer Bildsprache für alle. Kuratorin Jelena Micić verbindet historische Bezüge mit zeitgenössischer Kunst, die soziale, ökologische und politische Fragen unserer Gegenwart verhandelt.
2025 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 80. Mal, der Staatsvertrag zum 70. Mal und der EU-Beitritt zum 30. Mal. Die Österreichische Nationalbibliothek zeigt dazu eine „Jahrhundertschau“ mit ikonischen Fotos zur Geschichte Österreichs. Die Ausstellung ist bis 2.11. zu sehen.
Die Kunsthalle Wien zeigt erstmals eine Einzelausstellung von Ibrahim Mahama in Österreich. Skulpturen, Fotos und Videos thematisieren koloniale und industrielle Strukturen Ghanas – mit Fokus auf Transport, Last und die Spuren der Geschichte im materiellen Erbe.
Im Rahmen von Foto Wien zeigt Marie Tomanova im Tschechischen Zentrum ihre Serie First Roll, Kate and Odie. Verbundene Aufnahmen formen die vielschichtige Erinnerung an einen Nachmittag 2017, in dem einzelne Bilder zu einer atmosphärischen Sequenz verschmelzen. Die Ausstellung ist bis 2.11. zu sehen.
Um 1900 suchten Künstler:innen und Intellektuelle nach einem naturverbundenen, geistigen Gegenentwurf zur industrialisierten Welt. Theosophie, Spiritismus und Esoterik prägten Kunst und Denken von Diefenbach bis Schiele. Die Schau Verborgene Moderne beleuchtet diese Suche nach dem „Neuen Menschen“.
Am Samstag öffnet das KunstQuartier Wien Meidling von 14 bis 21 Uhr zum letzten Mal seine Türen. Rund 40 Künstler:innen zeigen Ausstellungen, Performances, Lesungen, Installationen und Filme. Mit Führungen, Workshops, Puppentheater und einer Ausstellung im Café Kosmos. Ab 14 Uhr gibt es Early Bird Führungen.
Open House im Belvedere 21 mit freiem Eintritt in die laufenden Ausstellungen von Wotruba, Ashley Hans Scheirl und Civa. Geboten werden auch geführte Rundgänge mit den Kurator*innen und das Team der Kunstvermittlung eröffnet vielfältige Einblicke in die präsentierten Arbeiten.
Museen gehen auf die Musen als Hüterinnen der Künste zurück und stehen für Erinnerung, Wissen und Bildung. Aus den Kunst- und Wunderkammern des 16. und 17. Jahrhunderts entstand das neuzeitliche Museum. Die Wiener Kunstkammer gilt als bedeutendste Sammlung dieser Art.
Das ehemalige ORF-Funkhaus in der Argentinierstraße wird zum Schauplatz der von Robert Punkenhofer und Işın Önol kuratierten Ausstellung der Vienna Art Week. Unter dem Motto LEARNING SYSTEMS trifft Geschichte auf zeitgenössische Kunst: bei freiem Eintritt und geführten Touren.
Das mumok zeigt die erste museale Einzelausstellung von Kazuna Taguchi, 1979 in Tokio geboren und seit 2013 in Wien lebend. Die Künstlerin verbindet Malerei und analoge Fotografie zu surreal anmutenden Bildwelten: Ausgangspunkt sind gemalte und fotografierte Fragmente, die sie in einem vielschichtigen Prozess in der Dunkelkammer bearbeitet. Zu sehen von 13.6. bis 16.11.
Ab 9.10. zeigt eine Ausstellung im 7. Bezirk Gedichte von Ruth Klüger und Ceija Stojka, beide Überlebende der NS-Lager, deren Stimmen zu literarischen und künstlerischen Zeugnissen wurden. Ergänzt durch Stojkas Zeichnungen lädt das partizipative Format Besucher:innen ein, Gedichte einzusprechen. Kuratorin ist Sabine Kock. Zu sehen bis 16.11.
Gezeigt werden erstmals Einzelportraits von Wiener Geschäftslokalen. Hierbei handelt es sich um eine Auswahl ursprünglicher Aufnahmen, die bei Erkundungen von Graf und Frey während der letzten sechzehn Jahre entstanden sind. Zwar nicht unmittelbar sichtbar, ist die stete Veränderung der Stadt auch in dieser Ausstellung wieder zentrales Thema, sind doch bereits gut die Hälfte der fotografisch festgehaltenen Geschäfte aus dem Stadtbild verschwunden.