Proteste weltweit zeigen, dass Demokratie stets verteidigt werden muss – von Frauen, die Kopftücher verbrennen, über Bauern mit Traktoren bis zu Klimaaktivist:innen. Tareq Sydiq analysiert diese neue Protestkultur und ihre Wirkung auf Politik und Gesellschaft. Im Gespräch mit Robert Misik.
Seit 2014 tobt der Krieg in der Ukraine, eskalierend bis zur russischen Vollinvasion 2022. Trump könnte nun ohne Kyjiw über die Ukraine mit Putin verhandeln. Historikerin Franziska Davies diskutiert mit Cathrin Kahlweit über Kyjiws Optionen, die EU und Osteuropas Zukunft.
Simon Schaupp zeigt, dass Arbeit, Natur und Umweltpolitik untrennbar verbunden sind. Seine Analyse der ökologischen Krise als „Stoffwechselpolitik“ beeindruckt. Anhand historischer Beispiele verdeutlicht er, wie Natur und Arbeit sich gegenseitig beeinflussen. Durch den Abend führt Robert Misik.
In einem Podiumsgespräch diskutieren drei Kulturwissenschaftlerinnen Hans Haackes kritische „Gegen-Erinnerung“ im Kontext der NS-Vergangenheit, deren Kontinuitäten nach 1945 und Auswirkungen bis heute. Es geht um seine Strategien im österreichischen gesellschaftspolitischen Umfeld und aktuelle Erinnerungskulturen.
Im Literaturhaus Wien wird G.W. Pabsts Verfilmung des Hugo-Bettauer-Romans Die freudlose Gasse mit Greta Garbo, Valeska Gert, Asta Nielsen und Werner Krauß, Drehbuch von Willy Haas aus dem Jahr 1925 gezeigt. Ort der Handlung eine Gasse in Wien-Neubau, in der das Wiener „Lumpenproletariat“ sein Auslangen zu finden sucht. Einleitung durch die Historikerin Karin Moser und die Kulturpublizistin Evelyn Steinthaler. Nach dem Film findet ein Publikumsgespräch statt.
Podiumsdiskussion zu Leben und Werk von Hugo Bettauer mit Peter Huemer und Barbara Staudinger. Evelyn Steinthaler liest aus Hugo Bettauers Erfolgsroman "Die Stadt ohne Juden".
Vor hundert Jahren sorgt die Ermordung des österreichischen Journalisten und Schriftstellers Hugo Bettauer international für Schlagzeilen. Der erfolgreiche Autor war durch seine konfrontativ-sozialkritische Haltung in der Ersten Republik zum erklärten Feindbild nicht nur rechtsradikaler Kreise erklärt worden. Eine Sendung von Christine Marth.
Die erste lebende Sprache, die an der Universität Wien neben Deutsch unterrichtet wurde, war Tschechisch. Bereits im Oktober 1775 wurde die Lehre der tschechischen Sprache und Literatur eingeführt. Das Jahr 2025 birgt somit das 250-jährige Jubiläum der Bohemistik in Wien. Wien Museum Direktor Matti Bunzl im Gespräch mit dem Slawisten Stefan-Michael Newerkla.
Die Philosophie fragt: „Was ist der Mensch?“ Doch wie erkenne ich ihn? Wie verändert ihn Technologie? Und führt uns der Fortschritt zwangsläufig zur Entmenschlichung? Zu diesen Fragen spricht Lisz Hirn im Wiener Rathaus. Eine Anmeldung ist erforderlich. https://vorlesungen.wien.gv.at/lisz-hirn-25032025
Der Politikwissenschaftlers Ondřej Slačálek analysiert in seinem Vortrag moderne Nationalismen in Europa und Nordamerika im Gegensatz zu Julia Kristevas Idee einer inklusiven Nation. Im Fokus stehen Fragen wie: Ersetzt Abgrenzung das kulturelle Nationskonzept? Was bedeuten Souveränität und Demokratie heute? Welche Rolle spielen Ungleichheit und Industrie? Vortrag und Diskussion in Englisch.
Der Dokumentarfilm Dear Beautiful Beloved von Juri Rechinsky zeigt das Leid und die Herausforderungen des Ukraine-Kriegs. Nach der Vorführung gibt es eine Diskussion mit dem Regisseur über Traumata, Waffenstillstand und die Rolle der EU beim Wiederaufbau. An diesem Abend ist der Regisseur anwesend und es gibt ein Q&A in englischer Sprache.
2023 beauftragten Innen- und Justizministerium das DÖW mit einem jährlichen Rechtsextremismusbericht. Der erste, 196-seitige Bericht analysiert Akteur:innen, Ideologien, Netzwerke und neue Trends. Ein Gespräch mit Bernhard Weidinger, dem Leiter der Abteilung Rechtsextremismusforschung am Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes Treffpunkt: Eingang Dunkelkammer, Neustiftgasse 1. Anmeldung ist erwünscht.