Schlafprobleme und ihre Folgen für Gesundheit und Wohlbefinden sind Thema beim „Am Puls"-Talk. Schlafforscherin Ambra Stefani und Hans-Joachim Strokosch von der Selbsthilfegruppe Schlafapnoe Österreich sprechen über Strategien für erholsamere Nächte.
Armin Thurnher präsentiert sein Buch „Unsternstunden der Menschheit“ und spricht mit Markus Marterbauer über politische und mediale Wendepunkte, die die Gegenwart geprägt haben. Im Zentrum stehen verborgene Entscheidungen und ihre Folgen für Öffentlichkeit, Macht und Demokratie.
Markus Brunner analysiert in „Sozialpsychologie des Autoritären“ Ursachen rechter Anziehungskraft und autoritärer Dynamiken. Hans-Jürgen Wirth beleuchtet emotionale Leitmotive wie Wut, Ressentiment und Empathieverweigerung. Moderation: Robert Misik.
Greenpeace-Wirtschaftsexpertin Ursula Bittner präsentiert ihr Buch im Gespräch mit Doron Rabinovici. Anhand konkreter Beispiele analysiert sie, wie Konzerne Greenwashing nutzen, um politisches Handeln zu blockieren. Durch Desinformation und Lobbying werden Umweltregulierungen unterlaufen, um klimaschädliche Geschäftsmodelle zu sichern.
Am 12. April entscheidet sich, ob Viktor Orbán zum fünften Mal gewinnt. Trotz Umfragevorsprung für Péter Magyar bleiben viele skeptisch: Orbán hat Ungarn in eine Wahlautokratie umgebaut. Schriftstellerin Zsófia Bán und Politikwissenschaftler Zoltán Ádám sprechen mit Cathrin Kahlweit über die Wahl und Ungarns Chancen zur Rechtsstaatlichkeit zurückzukehren.
Der Nationalrat legalisierte im Juli 2025 den Bundestrojaner, eine Software zum Knacken verschlüsselter Nachrichten. Wie verändert staatliche Überwachungstechnik unseren Datenschutz und unsere Kommunikationsfreiheit? Podium: Christiane Wendehorst (Digitalisierungsrecht, Uni Wien), René Mayrhofer (Private Digital Authentication) und Schriftsteller Peter Rosei. Moderation: Anita Eichinger und Wolfgang Renner.
1925 gründete Otto Neurath das Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum in Wien und entwickelte die "Wiener Methode der Bildstatistik", später "Isotype" genannt. Im englischen Exil adaptierten Otto und Marie Neurath mit Dokumentarfilmer Paul Rotha die Bildsprache fürs Kino. Einführung: Günther Sandner, Werner Michael Schwarz. Im Rahmen der Ausstellung "Wissen für Alle".
Fritz Jergitsch, Gründer der "Tagespresse", analysiert die politische Krise: Globalisierung und Digitalisierung brachten Wohlstand, aber auch Spaltung und Wut, die Rechtspopulisten ausnutzen. Sein Buch "Heulen hilft uns auch nicht weiter" skizziert einen neuen Liberalismus mit fairer Teilhabe und digitaler Demokratie. Gespräch mit Florian Pollack.
Was wären unsere Körper ohne Widerstand? Ein Abend über Sichtbarkeit, Zugehörigkeit und Belastbarkeit mit Philosophin Amani Abuzahra ("Ein Ort namens Wut") und Journalistin Solmaz Khorsand ("Unverdächtig"). Wann ist Widerstand ermüdend, wann hat man die Wahl – und wann bleibt einem nichts anderes übrig? Moderation: Stefanie Jaksch.
Ingrid Brodnigs untersucht in ihrem neuen Buch Hass gegen Politikerinnen im Netz. Die Digitalexpertin analysiert Mechanismen der Einschüchterung und zeigt, wie Frauen aus öffentlichen Räumen verdrängt werden sollen. Das Buch bietet Handlungsvorschläge und Anlaufstellen für Betroffene und Unterstützer:innen.
Elias Hirschl plädiert für Kunst als Selbstzweck und erinnert daran, dass KI keine schöpferische Kraft besitzt, sondern nur bestehende Texte reproduziert und auf letztlich unbezahlter Arbeit realer Autor:innen basiert. Gemeinsam mit Lukas Diestel fragt er: Ist die eigentliche Bedrohung nicht das kapitalistische System, das Kunst auf Content reduziert?
Bei den ungarischen Parlamentswahlen am 12. April hat Péter Magyars TISZA-Partei laut Umfragen Chancen auf den Wahlsieg. Wie steht es nach 16 Jahren Orbán um Demokratie und Rechtsstaat? Wie funktioniert das korrupte Netzwerk? Wird sich Orbán verdrängen lassen? Mit Andreas Schedler (CEU Democracy Institute) und Petra Thorbrietz (Autorin). Moderation: Gerhard Marchl.
Traditionelle Geschlechterrollen erleben in sozialen Medien eine Konjunktur: "Tradwives" zelebrieren das häusliche Glück, Männlichkeits-Coaches predigen Härte. Beide Szenen verfolgen kommerzielle Interessen, die Grenze zu autoritären Weltbildern verschwimmt. Rechte Social-Media-Strateg:innen nutzen Gender-Diskurse für ihre Agenda. Im Rahmen der Reihe "Kunst – Forschung – Geschlecht".Im Auditorium, Vordere Zollamtsstraße 7, 1030 Wien
Marie Langer (1910–1987): Wiener Ärztin, Psychoanalytikerin, Kommunistin. Sie kämpfte 1936 im Spanischen Bürgerkrieg, flüchtete nach Argentinien, musste 1974 vor Todeslisten fliehen. Ihre Erinnerungen erscheinen nun bei Edition Atelier. Ulrike Schmitzer (Herausgeberin) und Irene Filip (Spanienarchiv) sprechen über die außergewöhnliche Biografie. Moderation: Matti Bunzl.