Der Palast der Träume

Verlag: S. Fischer Verlag
Erscheinungsjahr: 1981
Seitenanzahl: 224

Zum Inhalt:

Mark-Alem, ein junger Mann aus einer einflussreichen albanischen Familie, wird in den undurchsichtigen „Palast der Träume“ berufen – einer monumentalen, kafkaesk anmutenden Staatsinstitution, die die Träume der Bevölkerung sammelt, auswertet und auf subversive Inhalte untersucht. Ziel ist es, Anzeichen möglicher Gefahren für das Regime frühzeitig zu erkennen. Was wie ein surrealer Verwaltungsapparat erscheint, entpuppt sich als Zentrum totalitärer Macht, in dem das Unterbewusstsein zur letzten Bastion der Kontrolle wird. Mark-Alem durchläuft eine steile Karriere, doch je höher er steigt, desto stärker wird seine Entfremdung – von sich selbst, seiner Familie und dem Regime, dem er dient. Zwischen wachsender innerer Zerrissenheit, politischem Druck und metaphysischer Verunsicherung verschwimmen die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit, Loyalität und Verrat, Opfer und Täter. Ismail Kadarés meisterhafte Dystopie ist nicht nur eine beklemmende Parabel auf die Mechanismen autoritärer Systeme, sondern auch eine vielschichtige Reflexion über Macht, Angst und das fragile Verhältnis zwischen Individuum und Staat.

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