Wladimir Sorokin: Der Tag des Opritschnik
Der Tag des Opritschnik
Wladimir Sorokin

In einer nahen Zukunft ist Russland wieder ein monarchistisches Imperium geworden. Der Opritschnik Komjaga beginnt seinen Tag mit Gebet und endet ihn mit Exzessen – dazwischen foltert, vergewaltigt und tötet er im Namen des Zaren. Opritschniki waren ursprünglich die gefürchtete Geheimpolizei Iwans des Schrecklichen im 16. Jahrhundert – Sorokin greift diese historische Institution auf und überträgt sie in ein futuristisches Überwachungssystem. Der Roman schildert in radikaler Ich-Perspektive einen Tag in diesem totalitären Gottesstaat. Eine grelle, satirisch überzeichnete Parabel auf Staatsmacht, Unterwerfung und den Rückfall in religiös-nationalistischen Wahn.

Wladimir Sorokin: Der Tag des Opritschnik. Kiepenheuer & Witsch 2008. 223 Seiten.

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