Der Tag des Opritschnik
Zum Inhalt:
In einer nahen Zukunft ist Russland wieder ein monarchistisches Imperium geworden. Der Opritschnik Komjaga beginnt seinen Tag mit Gebet und endet ihn mit Exzessen – dazwischen foltert, vergewaltigt und tötet er im Namen des Zaren. Opritschniki waren ursprünglich die gefürchtete Geheimpolizei Iwans des Schrecklichen im 16. Jahrhundert – Sorokin greift diese historische Institution auf und überträgt sie in ein futuristisches Überwachungssystem. Der Roman schildert in radikaler Ich-Perspektive einen Tag in diesem totalitären Gottesstaat. Eine grelle, satirisch überzeichnete Parabel auf Staatsmacht, Unterwerfung und den Rückfall in religiös-nationalistischen Wahn.




