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  • Il gattopardo (IT/FR 1963)

    Filmmuseum Augustinerstraße 1, Wien
    Kino

    "Il Gattopardo" zeigt den Untergang des sizilianischen Adels im Risorgimento durch opulente Bilder und melancholische Eleganz. Viscontis Meisterwerk verbindet politischen Umbruch mit intimer Familiensaga. Die 45-minütige Ballszene am Ende ist legendär: dekadente Pracht als Abgesang einer Epoche. Mit einer Einführung von Christoph Huber.

  • Der Fremde (FR 2025)

    Kino de France Heßgasse 7, Wien
    Kino

    Regisseur François Ozon lädt den Stoff nach dem Roman von Albert Camus politisch auf: Er integriert Rassismus und die algerische Realität, die bei Camus nur Beiwerk waren. In einprägsamen Schwarz-Weiß-Bildern erhält der anonyme „Araber“ einen Namen und eine Geschichte. So wird aus dem Klassiker ein Drama über koloniale Schuld und Entfremdung.

  • Inglourious Basterds (US/DE 2009)

    METRO Kinokulturhaus Johannesgasse 4, Wien
    Kino

    Quentin Tarantinos glorioser Film Inglourious Basterds erzählt von jüdischen Widerstandskämpfern im besetzten Frankreich und einer Kinobetreiberin, die Rache an NS-Führern plant. In einer alternativen Geschichtsversion kulminieren persönliche Motive und Gewalt in einem Kinoattentat.

  • Hamnet (US 2025)

    Gartenbaukino Parkring 12, Wien
    Kino

    Im England des 16. Jahrhunderts verlieren William und Agnes Shakespeare ihren elfjährigen Sohn Hamnet an die Pest. Agnes, eine Heilerin, muss mit dem erdrückenden Verlust umgehen und gleichzeitig Kraft für ihre überlebenden Kinder finden. Das Drama von Regisseurin Chloé Zhao zeigt, wie diese Tragödie zur Inspiration für Shakespeares berühmtestes Werk "Hamlet" wurde. Vielleicht hat der Film eine Spur zu viel Pathos abbekommen. Kinostart in vielen Programmkinos am 22.1.2026

  • Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren (DE/SWE 2025)

    CineCenter Fleischmarkt 6, Wien
    Kino

    Wilfried Haukes Dokumentarfilm beleuchtet Astrid Lindgrens politische und pazifistische Seite anhand ihrer Kriegstagebücher (1939–1945). Die Verknüpfung von Archivmaterial, Interviews und Spielszenen zeigt, wie sie private Krisen und den Terror des Weltkriegs verarbeitete. Zudem wird die Entstehungsgeschichte von Pippi Langstrumpf beleuchtet, die als Geschichte für ihre kranke Tochter begann.

  • Night of the Coyotes (AT/DE 2024)

    Filmhaus Spittelberg Spittelbergasse 3, Wien
    Kino

    El Alberto, ein kleines indigenes Dorf in Mexiko, kämpft mit Abwanderung und droht zur Geisterstadt zu werden. Um zu überleben, erfinden die Dorfbewohner ein makabres Rollenspiel: Touristen können eine nachgestellte, illegale Grenzüberquerung in Richtung USA erleben – mit Schleppern, Drogenhändlern, Grenzbeamten und dramatischer Inszenierung von Entbehrung und Gewalt. Clara Trischler (Regie) verwebt dabei die touristische Inszenierung mit echten Schicksalen der Menschen vor Ort.

  • Im Schatten des Orangenbaums (2025)

    CineCenter Fleischmarkt 6, Wien
    Kino

    Regisseurin Cherien Dabis zeichnet die Geschichte von drei Generationen einer palästinensischen Familie zwischen 1948 und 2022 auf: Vertreibung, Alltag und die Frage nach Heimat. Dabis verbindet persönliche Schicksale mit politischer Realität: ohne Beschönigung, aber mit Blick auf Menschlichkeit. In den Kinos seit 16.1.26.

  • Der Fremde (IT/FR 1967)

    Filmmuseum Augustinerstraße 1, Wien
    Kino

    Viscontis werkgetreue Camus-Adaption ist visuell beeindruckend und wie der emotional distanziert erzählt. Marcello Mastroianni verkörpert Meursaults Apathie mit meisterhafter Zurückhaltung. Die existenzielle Leere ist spürbar, Visconti inszeniert in kargen, sonnendurchfluteten Bildern. Der Vergleich zur aktuellen Verfilmung von Ozon ist hochinteressant.

  • Stoff – Ein Spitzengeschäft (2025)

    Stadtkino im Künstlerhaus Akademiestraße 13, Wien
    Gespräch

    Der Film "Stoff - Ein Spitzengeschäft" verbindet Stoffmärkte in Lagos, Stickereifabriken in Lustenau und die historischen Wurzeln europäischen Reichtums. Er beleuchtet Frauen, Machtverhältnisse und koloniale Strukturen, die Afrika und Europa bis heute prägen.

  • No Other Choice (KOR 2025)

    Votiv Kino Währinger Str. 12, Wien
    Kino

    Nach 25 Jahren verliert Papierfachmann Man-su seinen Job. Wiederholte Demütigungen im Bewerbungsprozess und die damit zusammenhängende Automatisierung treiben ihn zu einer grotesken Lösung: Er ködert Konkurrenten mit Fake-Stellenanzeigen und eliminiert sie. Park Chan-wook inszeniert eine grelle, dunkelsatirische Thriller-Parabel über Arbeit, Männlichkeit und moralischen Zerfall. Offizieller Kinostart in Österreich am 6.2.2026.

  • Night on Earth (US 1991)

    METRO Kinokulturhaus Johannesgasse 4, Wien
    Kino

    Fünf Städte, fünf Taxis, eine Nacht: Jim Jarmuschs Episodenfilm "Night on Earth" ist ein Kultklassiker über zufällige Begegnungen im urbanen Halbdunkel. Von Los Angeles bis Helsinki wird die Taxikabine zur Bühne für skurrile Dialoge und tiefe Melancholie. Ein atmosphärisches Panorama menschlicher Existenzen, das Nähe und Distanz perfekt einfängt. Mit einer Einführung von Otto Römisch.

  • Ein Kuchen für den Präsidenten (Irak 2025)

    Votiv Kino Währinger Str. 12, Wien
    Kino

    Im Irak des Jahres 1991 muss die neunjährige Lamia für eine Schulfeier einen Kuchen backen. Mit Klassenkamerad Saeed jagt sie nach Mehl, Zucker und Eiern in Hinterhöfen und Amtsstuben, handelt, bettelt, scheitert. Eine episodische Kinder-Odyssee über Knappheit, Angst, Korruption und leise Solidarität unter Saddams Blicken. Ein Debutfilm von Hasan Hadi.