Ein stilles Drama über Moral und Mitläufertum: Tischler Tóno wird Verwalter eines jüdischen Ladens und gerät in einen Konflikt aus Mitgefühl und Anpassung. Der Oscar-Gewinner von 1966 berührt mit zeitloser Botschaft und starker Darstellung. Tschechische Fassung mit engl. Untertiteln
John Engelbert und Oskar „Ossi“ Bonde kreieren seit vielen Jahren als Johnossi sehr schönen Indiepop, sehr gitarrenlastig und gerne mit Effekten experimentierend. Johnossi - Air Is Free
In Fernando Solanas Film macht sich der 17-jährige Martin mit dem Rad von der Südspitze Argentiniens aus auf die Suche nach seinem Vater, der vor der argentinischen Militärjunta ins Exil floh. Seine Suche führt ihn quer durch den lateinamerikanischen Subkontinent und konfrontiert ihn mit wirtschaftlich und moralisch verwahrlosten, unter vielfältigen Formen der Ausbeutung leidenden Ländern. Mit diesem Film beginnt im Leokino die Filmreihe "In 14 Filmen um die Welt". An diesem Abend sind Dietmar Zingl (Mitbegründer des OPI) und Florian Widegger (Filmarchiv Austria) anwesend und führen in die Reihe ein.
Ein Stück von Hannelore Schmid und Thomas Toppler vom Herminentheater zum Thema Pflege. Bitterböse Satire, derber Humor und musikalische Einlagen sind zu erwarten. Das Ensemble des Herminentheaters ist zu Gast im TAG.
Johannes Kaup spricht mit der Kulturwissenschaftlerin und Migrationsforscherin Judith Kohlenberger darüber, wie sich in den vergangenen zehn Jahren seit der Flüchtlingswelle 2015, die Politik in Richtung "Neue Härte in Wort und Taten" entwickelt hat.
Russo liest im Literaturhaus Wien aus seinem Debutroman "Prinzip Ungefähr" um die Figuren Iggy, einem der nicht locker lässt, sich an einer Filmakademie zu bewerben und Masha, die ebenso viel Zeit mit Online-Dating wie mit ihrem Studium verbringt. Der Autor spricht danach mit Anna Katharina Laggner über das Buch.
Der Titel ist einem Nestroy-Stück entlehnt und inhaltlich ein wenig angelehnt. Ansonsten gehen die Regieverantwortlichen Alexander Pschill und Kaja Dymnicki aber eigene Wege und gestalten um die Figur eines Komissars (der eigentlich eine Komissarin ist) und einem Schlagersänger einen Theaterabend mit vielen humorvollen Momenten.
Vier Macher:innen sprechen über die Bedeutung von Literaturzeitschriften als Startpunkte für literarisches Schaffen. Moderiert wird der Abend von Lena Brandauer. Die Alte Schmiede ist übrigens ein Hort von rund 90 Literatur- und Kulturzeitschriften.
Der Film von Fritz Lehner basiert auf Franz Innerhofers gleichnamigen Roman. Er schildert das harte Leben des jungen Franz auf einem Bauernhof, geprägt von Gewalt und Unterdrückung, und beleuchtet die düsteren Seiten der ländlichen Arbeitswelt. Wie der Roman ist Lehners Film die Chronologie einer Kindheit, die von den umgebenden Menschen überschattet ist. Von konservativen Kreisen wurde der Film aufgrund seiner "realistischen" Darstellung der Bauernwelt massiv kritisiert. Filmbeschreibung auf der Filmarchiv-Website.
Ein Luxushotel, eine schäbige Absteige, ein Marktplatz, und hinter dem Stadttor: Nichts als Wüste. Tennessee Williams’ poetisches, selten gespieltes Traumstück "Camino Real" über gestrandete Figuren am Ende der Welt. Ein Stück voller Humor und Musik – Calexico, langjährige Wegbegleiter der Regisseurin Anna-Sophie Mahler, schreiben exklusiv neue Musik für die Inszenierung und stehen bei den Aufführungen auch live auf der Bühne.
Der aus Sizilien stammende charismatische Cantautore lebt nun schon fast 50 Jahre in Zürich und hat beschlossen von dort eine große "Band" mit nach Wien zu bringen. Gemeinsam mit einem Symphonieorchester wird er seine Lieder im Wiener Konzerthaus zum Besten geben.
Der Singer-Songwriter William "Longbeard" Fitzsimmons aus Pittsburgh beginnt seine Europatournee in Wien (er macht auch Halt in Graz und Salzburg) und stellt Songs seines neuen Albums vor. Ich kenne seinen Sound schon seit vielen Jahren und mir fällt auf, dass er sich immer mehr vom traditionellen Folk entfernt. Schöne Hörprobe: "On My Radar"
Österreich um 1900. Hans Trautendorffer, Journalist aus Wien, wettet gegen seinen Herausgeber Dr. von Stein, dass er ein ganzes Jahr das Leben als Knecht in einem Bergbauerndorf aushält. Bei seiner Rückkehr will Stein ihm 20.000 Kronen zahlen. Regisseurin Karin Brandauer hat das Leben am Land mit kritischem Blick eingefangen.
Im Jahr 1974 erscheint das von Ö1 produzierte Mammutwerk "Die letzten Tage der Menschheit" von Karl Kraus als Hörspiel in der Gesamtlänge von 23 Stunden. Kraus hatte sich darin vor allem dem Thema Krieg und die Rolle der Medien gewidmet. Aus dem Hörspiel gibt es an diesem Abend Teile zu hören. Der Journalist Tim Cupal und Autor Andreas Jungwirth sprechen darüber, wie aktuell das Werk von Kraus heute immer noch ist.
Die Kuratorin Susanne Winkler führt durch die Geschichte des Praters, dem Vergnügungspark und Naherholungsgebiet, der/das so intensiv mit der Stadt Wien verbunden ist, von der Öffnung des Praters durch Joseph II. vor 250 Jahren bis heute.
Samim, Fawad, Marwand und Najib sind aus Afghanistan nach Österreich geflohen und versuchen in der neuen Heimat Wien Fuß zu fassen. Lucy Ashton ermutigt sie, ihren Versuch des "Ankommens" mit einer Handykamera festzuhalten.
Ähnlich schöne Songs wie Fitzsimmons schreibt auch der aus Winnigpeg kommende Noah Derksen, voller Poesie und mit viel Emotion. Hier eine Hörprobe einer Liveaufnahme: "Sanctity of Silence"
In seinem 2024 erschienenen gleichnamigen Buch hinterfragt der Autor und China-Kenner Ralf Ruckus gängige Vorstellungen über »Chinas sozialistische Erfolge« und den späteren Aufstieg zur »Fabrik der Welt«.
Die Band aus Chicago bewegt sich musikalisch zwischen TripHop und elektronisch angehauchtem Indiepop, stimmlich geprägt von der Sängerin Claire Molek. Hier gibt es eine Hörprobe: Everyplane
Drei Frauen aus drei Generationen stehen im Fokus von „All We Imagine as Light“. Die indische Regisseurin Payal Kapadia schildert subtil den Alltag, soziale und religiöse Konflikte sowie patriarchale Normen in Mumbai, der „Stadt der Illusionen“. Trailer (Youtube)
„Fantozzi“ ist eine italienische Komödie von Luciano Salce über den Büroangestellten Ugo Fantozzi, der im chaotischen Alltag zwischen absurden Kollegen, peinlichen Pannen und herrlich überzogenen Situationen um sein Glück kämpft. Kultig, komisch und fant(ozzi)astico! Original mit englischen Untertiteln.
Marc Chagalls (1887 – 1985) Kunst fasziniert durch seine phantastisch-poetischen Bildwelten, die vertraut und zugleich rätselhaft wirken. Stilistisch bewegt er sich zwischen Tradition und Avantgarde, hat Einflüsse des Primitivismus, Kubismus, Fauvismus und Surrealismus miteinander verbunden und eine eigene, unverkennbare Bildsprache entwickelt. Die Ausstellung ist bis 9.2.2025 zu sehen.
Kaleida ist ein britisch-deutsches Elektropop-Duo, bestehend aus Christina Wood (Gesang) und Cicely Goulder (Produktion, Keyboard). Sie sind bekannt für ihren minimalistischen, atmosphärischen Sound mit sanften Vocals und elektronischen Beats. Kaleida - Hollow (Live Studio Version)
Éric Vuillards kurzer Roman Die Tagesordnung beschreibt das geheime Treffen vom 20. Februar 1933, bei dem Industrielle Hitler weitreichende finanzielle Unterstützung zusagten, sowie die folgenden Ereignisse bis 1938. Das mit dem Prix Goncourt ausgezeichnete Buch beleuchtet die Hintergründe der NS-Machtübernahme. Die Tagesordnung wird von zahlreichen Größen der Schauspielszene verlesen. Link zum Livestream hier
Im Februar 1945 fliehen 150 sowjetische Offiziere aus dem KZ Mauthausen. Die SS befiehlt der Zivilbevölkerung, bei der Jagd zu helfen. Nicht alle Dorfbewohner wollen sich an der grausamen Jagd beteiligen. Regisseur Andreas Gruber erzählt in seinem Film von einem dunklen Kapitel der österreichischen Geschichte und wirft Fragen nach der Verantwortung des Einzelnen auf. In einer digital restaurierten Fassung des Filmarchivs Austria. Weitere Termine am Mi, 12.2., 20:30 und am Sa, 15.2., 19:30 im METRO Kinokulturhaus. Weniger beeindruckend auf ORF ON bis 3.3.
Der Dannenröder Forst, ein 250 Jahre alter Mischwald nahe Marburg, wurde 2020 für die A49 teils gerodet. Aktivist*innen besetzten ihn drei Monate, bis die Polizei anrückte. Klaus Sparwasser dokumentiert den Widerstand in seinem Dokumentarfilm System Change.
Die in der Slowakei geborene Autorin besticht mit einfacher Sprache und tiefgründiger Figurenpsychologie. In weniger als 200 Seiten zeichnet sie drei starke Frauenporträts: Karrierefrau Klara, ihre verwirrte Mutter Irene und Pflegerin Paulína.
Richard Schuberth präsentiert seinen Essayband „Lord Byron – der erste Anti-Byronist“ (Wallstein), 12 Essays über Byron, Pop, Orientalismus & mehr. Lesung mit Anekdoten & Musik von Geiger Paul Dangl, inspiriert von Byrons Reisen.
Das Cover seines letzten Albums zeigt Musiker und Lyriker Thomas Andreas Beck nachdenklich in Schwarz-Weiß – passend zur Musik. Der Austro-Liedermacher verbindet düstere Texte mit intensiven Songs. Auf der Bühne mit Thomas Pronai und Georg Allacher.
Singer-Songwriter und Umweltaktivist Jeremy Loops kreiert einen Mix aus Funk, Hip-Hop und Indie-Pop, geprägt von Loop-Pedals, akustischen Gitarren und kraftvollen Beats. Seine Liveauftritte sind voll positiver Energie. Jeremy Loops - Wolves (Lyric Video)
Dagobert Peche (1887–1923), das „Ornamentgenie“ der Wiener Werkstätte, brach mit geometrischer Strenge und schuf opulente, naturinspirierte Designs. Die MAK-Schau PECHE POP zeigt 700 Werke und seinen Einfluss auf Design bis heute. Die Ausstellung ist bis 11.5.2025 zu sehen. An Samstagen um 16:30 und Sonntagen um 14:30 gibt es jeweils Führungen durch die Ausstellung.
Die Doku „NAWALNY“ von Daniel Roher zeigt den Giftanschlag auf Alexei Nawalny 2020. Nur durch Notlandung und Behandlung in Berlin überlebte er. Der Film dokumentiert erschütternd seinen Überlebenskampf und politische Verfolgung. Im Anschluss an den Film gibt es eine Diskussionsrunde.
Sepp Malls Literatur zeigt, wie politische Katastrophen Leben beeinflussen. Romane wie Ein Hund kam in die Küche thematisieren Ausgeliefertsein und Werteverlust. Im Gespräch geht es um Heimat, Orientierung und Literatur als Stimme der Stimmlosen. Lesung & Gespräch des Autors mit Lydia Mischkulnig.
Trotz Sanktionen und Terrorlisten besteht internationales Interesse an Syriens Stabilisierung. Die Diskussion beleuchtet, wie ein stabiles System entstehen kann, Europas Rolle dabei und Herausforderungen durch Islamismus für Freiheit, Frauenrechte und Minderheiten. Gudrun Harrer im Gespräch mit Maria Alabdeh, Aziz Al-Azmeh, Abdullah Al-Jabassini und Christian Berger.
Edith Tudor-Hart und Alice Friedmann, jüdische Antifaschistinnen aus Wien, spionierten für die Sowjetunion und prägten als Fotografin bzw. Spionin die Geschichte. Thomas Riegler beleuchtet ihre Lebenswege in seinem Buch „Der Wiener Spionagezirkel“, das er an diesem Abend vorstellt.
Maria Lazars „Der Nebel von Dybern“ (1931) hinterfragt Verantwortung und Täterschaft bei Katastrophen. Das Stück zeigt Machtmissbrauch, Ignoranz und Widerstand – von Aufklärung und Verweigerung bis zu Sabotage und Angriffen. In einer Inszenierung von Bérénice Hebenstreit.
Cara Rose ist eine junge Singer-Songwriterin aus Glasgow. Im Frühjahr 2024 war sie bereits bei einem ausverkauften Blue Bird Special Konzert in Wien. Inspiriert von Amy Winehouse, Nina Simone und Lauryn Hill verbindet sie Soul-Einflüsse mit ihrem eigenen Sound.
Bernhard Wengers Debüt(lang)film „Pfau, bin ich echt?“ ist eine satirische Kritik an der Dienstleistungsgesellschaft und fragiler Männlichkeit. Bekannt wurde der Salzburger Regisseur mit Kurzfilmen über Beziehungsprobleme. In der Hauptrolle ist Albrecht Schuch als gesellschaftliches Chamäleon Matthias zu sehen, der jeden Tag ein anderer sein kann.
In seinem neuen Essayband porträtiert Gauß jüdische Geistesgeschichte und reflektiert den Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023. Er kritisiert Geschichtsverleugnung und plädiert für die Anerkennung des universalen Werts der Aufklärungstraditionen. Buchpräsentation
Im Roman „Das Unbehagen“ von Thomas Arzt kämpft Lehrer Lorenz mit Unzufriedenheit und Aggression. Als Berichte über ein blutrünstiges Tier in den Alpen auftauchen, sucht er auf einer Bergwanderung nach dem „Ungeheuer“ und der Ursache seiner eigenen Gewalt. Thomas Arzt liest im Literaturhaus Wien und Andreas Jungwirth führt ein Gespräch mit dem Autor. Literaturhaus Wien
Das Buch „Fluchtchroniken“ von Jewgeni Shtorn schildert authentisch das Leben im europäischen Aufnahmesystem. Eine Podiumsdiskussion mit dem Autor beleuchtet den neuen EU-Asyl- und Migrationspakt, politische Instrumentalisierung und historische Parallelen anti-migrantischer Politik. Moderiert wird die Diskussion im Depot von Nuriya Fatykhova.
Die verschütteten Erinnerungen an den Spanischen Bürgerkrieg werden ausgegraben, als eine Frau nach den Überresten des Vaters ihres Großvaters sucht und die Geschichte eines idealistischen jungen Lehrers ("Der Lehrer, der uns das Meer versprach") aus Tarragona entdeckt. Ein Film von Patricia Font.
"Jazzmusik für Radiohead-Fans", so lautet das Versprechen des britischen Pianisten und Synthesizermann Elliot Galvin und seiner Band. Auf dem aktuellen Album „The Influencing Machine“ zeigt Pianist Elliot Galvin seinen eigenwilligen Stil. Inspiriert vom Buch über James Tilly-Matthews, thematisiert das Album Wahrnehmung und Manipulation.
In „Il vigile“ von Luigi Zampa spielt Alberto Sordi einen arbeitslosen Mann, der in Uniform plötzlich Oberwasser bekommt. Die Satire reflektiert Regionalpolitik und Obrigkeitshörigkeit in Italien mit viel humoristischem Beigeschmack. Mit Vittorio De Sica als Bürgermeister.
Die erste Einzelausstellung der Schweizer Künstlerin Ursula Biemann in Wien zeigt Videoarbeiten der letzten zehn Jahre, die sich mit ökologischen Bedingungen, Lebensrealitäten und Naturverhältnissen befassen. Biemann verknüpft in ihren forschungsorientierten, kollaborativen Werken wissenschaftliche Erkenntnisse mit poetischen und dokumentarischen Elementen. Zu sehen bis 23.2.2025 im MQ Freiraum (DI-SO 10:00 - 18:00)
Der Film von Willy Schmidt-Gentner zeigt ein intensives Bild des alten Praters und dessen reichhaltiges Halblicht-Milieu. Die Berliner Zensur verbot ihn zunächst, da das Wiener Halbweltmilieu nicht zur NS-Propaganda passte. Nach Änderungen lief er ab 1937 in Deutschland unter dem schönen Titel "Der Weg des Herzens". Im Rahmen der Prater Kino Welt Reihe des österreichischen Filmarchivs.
Chris Cacavas, geboren 1961 in Tucson, prägte als Keyboarder Giant Sand und spielte mit Green on Red in LA, wo er Steve Wynn traf. Als Teil von The Dream Syndicate tourt er nun mit Wynn im Duo durch Österreich – mit alten und neuen Songs. Als Einstimmung empfehle ich eine Ö1-Spielräume Sendung von Michael Neuhauser zu den beiden Musikern. Es gibt ein zweites Konzert in Österreich: am DI 25.2. um 20:00 im Chelsea.
Franz Josef Czernin überträgt seit Jahren Dantes Divina Commedia in eine moderne Form. Er betrachtet Literatur als historisch geprägt – nicht nur sprachlich, sondern auch sozial und kulturell. Sein Ziel: Dantes Werk mit heutiger Poesie in Verbindung setzen. Nach einer Lesung spricht Franz Josef Czernin in der Alten Schmiede mit Bernd Auerochs und Markus May.
Short Cuts (1993) von Robert Altman verknüpft die Schicksale von 22(!) Hauptfiguren in Los Angeles: Liebe, Betrug, Zufälle und Tragödien kreuzen ihre Wege. Basierend auf Raymond Carvers Geschichten zeigt der Film mit bissigem Humor und Tiefgang die Brüche des amerikanischen Alltags.
Eine Hommage an den Künstler Oskar Werner entgleist zur erbarmungslosen Auseinandersetzung über den Umgang der österreichischen Gesellschaft mit der Volksdroge Alkohol. Hinweis: Aufführung findet im Odeon Spitzer statt.
Proteste weltweit zeigen, dass Demokratie stets verteidigt werden muss – von Frauen, die Kopftücher verbrennen, über Bauern mit Traktoren bis zu Klimaaktivist:innen. Tareq Sydiq analysiert diese neue Protestkultur und ihre Wirkung auf Politik und Gesellschaft. Im Gespräch mit Robert Misik.
In seinem Roman „Hundert Wörter für Schnee“ erzählt Franzobel von Minik, einem Inughuit (Inuit in Grönland), den der Abenteurer Robert Peary 1897 nach New York bringt. Dort wird er "ausgestellt". Franzobel verknüpft historische Tragik mit modernem Witz und Gesellschaftskritik. Im Literaturhaus Wien wird Franzobel erstmals aus Hundert Wörter für Schnee lesen, moderiert wird der Abend von der Literaturkritikerin Julia Zarbach.
Die junge Krankenschwester Floria kämpft sich durch eine Nachtschicht im Krankenhaus. Leonie Benesch verkörpert eindrucksvoll die Belastung und Routinen des Pflegealltags. Der Film wirkt fast dokumentarisch und setzt dem überforderten Personal ein Denkmal. Ein Film von Petra Volpe.
Die Berliner Band (mit Wiener Wurzeln) "Ja, Panik" ist 2024 mit dem neuen Album "Don’t Play With the Rich Kids" zurückgekehrt und haben dafür auch ihr eigenes neues Label gegründet. Am Abend im WUK ist mit politischen Rocksongs zu rechnen.
Mary Ellen Mark (1940–2015) war eine bedeutende Fotografin der humanistischen Fotografie. Sensibel porträtierte sie ab den 1960er-Jahren Menschen am Rand der Gesellschaft, oft Frauen und Mädchen. Das Fotomuseum WestLicht ehrt sie nun mit einer Schau.
Regisseur Wong Kar-wai erschafft mit poetischer Bildsprache, intensiven Farben und langsamen Kamerafahrten eine melancholische Atmosphäre. Präzise komponierte Einstellungen, enge Räume und raffinierte Lichtspiele verstärken die subtile Spannung und die unerfüllte Sehnsucht. Im Rahmen der Filmreihe Planet Hongkong.