Im Juli 1995 wird Srebrenica von der bosnisch-serbischen Armee eingenommen. Aida, Übersetzerin für die UN, versucht im überfüllten Schutzlager verzweifelt, ihren Mann und ihre Söhne zu retten. Jasmila Žbanić erzählt in ihrem Spielfilm das Massaker aus unmittelbarer persönlicher Perspektive. In Anwesenheit der Kamerafrau Christine A. Maier.
Luka Leben liest aus dem Debütroman "Nachts nur das Rauschen" über Mutterschaft, Beziehungshürden und Einsamkeit. Caro Reichl präsentiert "Das dreiste Schweigen meines Kühlschranks", der von Rivalität, toxischen Beziehungen und Freundschaft erzählt. Moderation: Nicole Kiefer.
Eva von Redecker legt mit ihrem Buch eine Analyse des gegenwärtigen Faschismus vor, die klassische Vergleiche mit dem Nationalsozialismus bewusst hinter sich lässt. Ihren Kern verortet sie in einem unbedingten Besitzanspruch, dessen Verteidigung notfalls über Leichen geht. Dicht, philosophisch fundiert und von Hannah Arendt beeinflusst.
Der Wasserturm Favoriten (10., Windtenstraße 3) öffnet regelmäßig für Ausstellungen und Konzerte rund ums Thema Wasser. Bei der Vernissage zu "Wasser: Lebensquelle" von zahlreichen Künstler:innen gibt es um 20:00 eine Führung durch den Wasserturm bis zur Aussichtsplattform auf 46 Metern. Die Ausstellung ist bis 4.10. zu sehen. Ausstellende Künstler*innen Bea Deusch, Dalia Mudura, Erwin Feierfeil,...
Radka Denemarková liest aus Schokoladenblut: ein Roman, der Božena Němcová, George Sand und J. D. Rockefeller im 19. Jahrhundert zusammenbringt und zeigt, wie sehr diese Vergangenheit bis heute nachwirkt. Gespräch mit Daniela Strigl.
Fünf Jahre lang besuchte die Künstlerin Barbara Pacholik 20 Frauen, sprach mit ihnen über ihre Arbeit und malte anschließend großformatige Porträts. Die Ausstellung verbindet Bilder und Gesprächsauszüge und versammelt Persönlichkeiten von Barbara Blaha bis Nicola Werdenigg. Zu sehen ist die Ausstellung bis 30.9.2026 täglich von 8:00 bis 20:00. Im Laufe des Septembers gibt es kostenlose...
Die Lemon Twigs sind zwei Brüder aus Long Island, die klingen, als wären sie direkt in den 1970ern hängen geblieben: opulente Harmonien, Glam, Power-Pop und eine Unbekümmertheit, die man selten hört. Handwerk und Übermut in gleichem Maß.
1989: Jola Wieczorek flieht als Kind mit ihrer Familie aus Polen nach Österreich, vorbei am Flüchtlingslager Traiskirchen. Jahrzehnte später rekonstruiert sie in dieser persönlichen Dokumentation anhand von Briefen und Gesprächen die eigene Migrationsgeschichte, irgendwo zwischen Herkunft und Ankunft. An diesem Abend ist die Regisseurin anwesend.
Ein Fußballspiel, Titos Tod, weinende Spieler auf dem Rasen: War das echt? Vedran Džihić, selbst vier Jahre alt an jenem 4. Mai 1980, folgt dieser Frage in seine eigene Geschichte als Sohn, Vater, Mann. Ein Essay über Tränen, Männlichkeit und die falsche Rührung von Diktatoren.
Lösungen für Wohnungsnot, Gesundheitsversorgung, Bildung oder Migration existieren längst, irgendwo auf der Welt. In seinem neuen Buch hat John Kampfner sie gesucht und gefunden. Was fehlt, ist der politische Mut zur Umsetzung. Er spricht darüber mit Tessa Szyszkowitz.
Drei Frauen, alle groß gewachsen, alle Außenseiterinnen im eigenen Dorf: Hannah Häffners Roman Die Riesinnen (Penguin) erzählt von Großmutter Liese, Tochter Cora und Enkelin Eva in einem Dorf im Schwarzwald, von den 1960er Jahren bis heute. Ein Generationenroman über Enge, Eigensinn und den langen Weg zur Emanzipation. Eine Veranstaltung des kunst.fest.währing.
Fünf Episoden, fünf Orte: illegale Kohleminen im Donbass, Schwefelträger in Indonesien, Schlachter in Nigeria, Schiffsbrecher in Pakistan, Stahlarbeiter in China. Ohne Kommentar, ohne Erklärung beobachtet Michael Glawogger. Wolfgang Thalers Kamera teilt die Enge, den Staub, die Hitze der jeweiligen Arbeitswelt. Wolfgang Thaler ist bei der Aufführung am 2.10. anwesend.
Der polnische Ingenieur Jan Bojarski fälscht im Frankreich der Nachkriegszeit erst Ausweise, dann Banknoten, so gut, dass selbst die Banque de France ratlos bleibt. Kommissar Mattei jagt ihn jahrelang. Jean-Paul Salomé erzählt die wahre Geschichte als Katz-und-Maus-Spiel.
Stalin wollte Triumph, Schostakowitsch lieferte Zirkus. Seine Neunte Symphonie ist ein verdeckter Affront: verspielt, heiter, und am Ende ein Zirkusmarsch statt Siegesmarsch. Der Diktator merkte es nicht sofort, die Konsequenzen für den Komponisten kamen trotzdem. Markus Poschner und das ORF RSO erzählen in einem moderierten Kurzkonzert die Geschichte hinter den Noten.
Donau, Wienfluss und Wienerwaldbäche prägten Wien über Jahrhunderte, wurden aber zunehmend reguliert, verbaut und überwölbt. Die Führung fragt nach Wiens Verhältnis zu Wasser: Was ging bei der Kontrolle der Gewässer verloren, und wie lässt sich die Versorgung angesichts wachsender Trockenheit sichern?
In Dimitré Dinevs Roman „Zeit der Mutigen“ (Österreichischer Buchpreis 2025) wird die Donau zum Schauplatz bewegender Lebensgeschichten. Er erzählt direkt und mit trockenem Humor von Menschen, die sich durch die harten Zeiten des 20. Jahrhunderts kämpfen mussten. Bei »LiteraTöne« trifft die Musik der Brüder Wladigeroff auf Dimitré Dinevs neuestes Werk.
30 Jahre nach dem Kinostart von Trainspotting liest Irvine Welsh aus seinem Kultroman und der Fortsetzung Men in Love (2025). Im Gespräch mit Thorsten Nagelschmidt treffen Literatur, Pop und Punk aufeinander. Danach folgt eine Einführung und das Screening von Trainspotting.
Debütalbum-Präsentation: Die georgische Pianistin Irma Gigani widmet sich drei Klaviersonaten von Prokofjew. Zeit und Schwerkraft stehen für sie als Sinnbilder menschlicher Existenz. Prokofjews vielschichtige Klangsprache bietet dafür den passenden Rahmen.
Norddeutschland, 1913: In einem protestantischen Dorf erschüttern rätselhafte Gewalttaten die streng hierarchische Gemeinschaft. Michael Hanekes Schwarzweißfilm fragt nach den Wurzeln von Autorität, Unterdrückung und Fanatismus. Goldene Palme Cannes 2009. An diesem Abend ist Kameramann Christian Berger für ein Gespräch anwesend.
Claudia Cardinale bringt in ihre frühen Rollen eine ungewöhnliche Eigenwilligkeit und innere Stärke ein. Mit Zurlini, Fellini und Visconti arbeitet sie bald mit den großen Regisseuren Italiens. In 8½ ist erstmals ihre eigene Stimme zu hören, in Il Gattopardo wird sie zur Ikone des gesellschaftlichen Wandels. Eine Retrospektive mit vielen sehenswerten Filmen, nicht nur italienischer...
Angelika Moser wächst im Wiener Gemeindebau auf und wird Buchhalterin im Grand Hotel Frohner. Als alleinerziehende Mutter gerät sie finanziell unter Druck und beginnt, Millionen zu veruntreuen. Vea Kaiser erzählt im Roman "Fabula Rasa" ihren Aufstieg und Fall mit Wiener Schmäh und schwarzem Humor.
Robert Misik zeigt in seinem Buch "Erziehung zur Grausamkeit", wie politische Agitation Wut und Hass schürt und Grausamkeit normalisiert. Gemeinsam mit Ilkim Erdost, Markus Brunner und Eva Zeglovits diskutiert er, wie Menschen und Gesellschaften zur Unmenschlichkeit erzogen werden und warum solche Entwicklungen politisch gefährlich sind.
Wien, 1981: Die slowakische Malerin Perla (Rebeka Poláková) genießt mit ihrer Tochter im österreichischen Exil ein freies Leben. Als ihr Ex Andrej sich nach seiner Haft wieder meldet, muss sie entscheiden: Ignorieren oder in die Tschechoslowakei reisen und dabei ein Risiko eingehen. Ein intensives Drama von Alexandra Makarová, eine großartige Geschichte, die filmisch überzeugend umgesetzt...
Seit April 2025 ist der Eintritt in die Secession jeden ersten Mittwoch im Monat frei. Besucher*innen können das berühmte Beethovenfries und wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst kostenlos erleben: ein Zeichen für mehr kulturelle Teilhabe.
Strawberry Guy (UK) ist das Projekt des Walisers Alex Stephens, der verträumten Lo-Fi-Psych-Pop macht, der aus dem Schlafzimmer in die Welt fand. Sein Hit "Mrs Magic" ging viral. Live wirkt er entspannt, plaudert mit dem Publikum und bleibt dabei so unaufgeregt wie seine Songs.
Frau Horvath, die Klofrau aus Streeruwitz’ „New York, New York“, kehrt zurück. In der stillgelegten Herrentoilette der Burggasse pflegt die Mindestpensionistin den verletzten Prometheus. Wütend verbindet Streeruwitz Latrinenmilieu und antiken Mythos. Anne Bennent überzeugt als grantige, kämpferische Protagonistin.
Clara Luzia gehört zu den eigenständigsten Stimmen der österreichischen Singer-Songwriter-Szene. Ihre Musik bewegt sich zwischen Indie, Folk und Pop, getragen von einer markanten Stimme und persönlichen, oft nachdenklichen Texten. Neben ihrer Solokarriere schreibt sie auch Musik für Film und Theater.
Andrea Hammels Sachbuch Die schwierige Geschichte der Kindertransporte 1938/39 nach Großbritannien (2026, Hentrich & Hentrich) blickt kritisch auf den Mythos der Rettung 1938/39. Die Professorin an der Aberystwyth University zeigt auf, dass Großbritannien die Eltern ausschloss, Hürden aufbaute und selektierte. Eine entmystifizierende Analyse.
Viktor Lustig, selbsternannter Graf aus Böhmen, trat unter 47 Namen auf. Er bot Gelddruckmaschinen an, erleichterte Al Capone um 1000 Dollar und verkaufte 1925 den Eiffelturm für 100.000 Francs an einen Stahlhändler. Das Ende: das Gefängnis.
Wallis Bird verbindet Folk, Rock, Soul und elektronische Elemente mit einer markanten, rauen Stimme. Die irische Singer-Songwriterin, die seit Jahren in Berlin lebt, verarbeitet persönliche Erfahrungen in intensiven, oft dynamischen Songs. Ihre Konzerte sind besonders energiegeladen.
Zum 250-jährigen Bestehen blickt die ALBERTINA auf die Entstehung ihrer weltberühmten Sammlung zurück. Im Mittelpunkt stehen die Sammlungen von Albert von Sachsen-Teschen und Marie Christine sowie die Frage, wie aus einer privaten Kollektion ein Museum von internationalem Rang wurde.
Zu ihrem 40. Geburtstag erhält Satomi einen Brief ihres verstorbenen Vaters, in dem sich nur ein Schlüssel befindet. Ihre Suche führt sie zu einem unbekannten Zimmer und in die Welt seiner Gedichte und der Teezeremonie. Dabei entdeckt sie einen Vater, den sie kaum kannte. Ein Film der Regisseurin Maha Harada.
Christopher Nolan hat mit "The Odyssey" einen Stoff verfilmt, den er nach eigener Aussage seit über 20 Jahren im Kopf trägt: Homers Epos über Odysseus' Heimreise nach dem Trojanischen Krieg, vorbei an Zyklopen, Sirenen und der Nymphe Kalypso. Im Zentrum stehen die Bürde der Führung und der Konflikt zwischen Sterblichen und Göttern. Laufzeit: 172 Minuten....
Was haben Hühnerbrüste mit Flucht zu tun? Im Geflügelschlachthof treffen eine Ingenieurin, ein afghanischer Dichter und eine Haushaltshilfe aufeinander. Nava Ebrahimi verknüpft ihre Schicksale zu einem Roman über Entfremdung, Erschöpfung und ökonomische Zwänge, ein Werk über die Suche nach Sinn und Zukunft in einer harten Gegenwart.
Kolonialismus und Waffenhandel gehören untrennbar zusammen. Die Ausstellung „Blutregen. Fotografie und Waffenhandel" beleuchtet diese Verbindung anhand eines irritierenden Widerspruchs: Historische Fotografien um 1900 zeigen, dass moderne Feuerwaffen auch in den Händen kolonisierter Bevölkerungen waren, während Museen bis heute das Gegenteil suggerieren.
Wer kommt nach Wien, wer geht, und welche Geschichten bleiben zurück? Belinda Kazeem-Kamiński, Bouchra Khalili und Huda Takriti beschäftigen sich in ihren Arbeiten mit Film, Fotografie und Archiven. Im Gespräch mit Hannah Marynissen geht es um vergessene Erfahrungen von Migration und darum, wie sie unser Bild von der Stadt verändern.
Am Rand eines Waldes treffen in einem verlassenen Haus die Geschichten mehrerer Frauen aufeinander. Evelyn Bubichs Debüt erzählt von Gewalt, Trauma und kollektivem Wegsehen. Bei der Präsentation spricht sie mit Marko Dinić über patriarchale Gewalt und ihre Spuren über Generationen.
Zum 80. Geburtstag (am 20.10.) von Elfriede Jelinek steht ihr Roman „Die Klavierspielerin“ (1983) im Mittelpunkt eines Abends im Literaturmuseum. Die Film- und Medienwissenschafterin Andrea Braidt spricht über den Stellenwert des Romans im Gesamtwerk und über Michael Hanekes Verfilmung, Andrea Roedig moderiert. Anschließend läuft der Film (A/F, 2001, mit Isabelle Huppert) um 20.30 Uhr im...
Demokratie steht weltweit unter Druck. Franz Vranitzky, Karin Moser, Hans Rauscher, Sarah Salihovic und Fabio Wolkenstein diskutieren mit Harald Katzmair über den Zustand demokratischer Systeme und darüber, was Politik, Medien, Wissenschaft und Einzelne zu ihrer Stärkung beitragen können.
1993 wird Václav Havel erster Präsident der Tschechischen Republik. Über mehr als zehn Jahre begleitet ihn Pavel Koutecký bei politischen Verhandlungen, Staatsbesuchen und privaten Momenten. Aus dem ehemaligen Dissidenten und Dichter wird ein Staatsmann, der sich mit Macht, Kompromissen und eigenen Idealen auseinandersetzen muss. Nach dem tödlichen Unfall von Pavel Koutecký stellt Miroslav Janek den...
Erika, Klavierprofessorin am Wiener Konservatorium, lebt mit ihrer dominanten Mutter, bis ein Schüler ihre kontrollierte Welt ins Wanken bringt. Michael Haneke seziert Jelineks Roman mit kühler Präzision, Isabelle Huppert spielt eiskalt und brodelnd zugleich. Cannes 2001: Großer Preis der Jury.
Eine Figur aus der TV-Serie „Mozart in the Jungle" stürzt ins reale Wien und landet dann auch noch in der iranischen Kultserie „Mein Onkel Napoleon". Serienfiguren und reale Menschen treffen aufeinander: eine Aktivistin der Feministischen Revolution 2022/23 freundet sich mit Leyli aus der "Napoleon-Serie" an, die aus ihrer patriarchalen Serienwelt ausbrechen will. Autorenlesung von Sama...
Unbekanntes Böhmen: Architektur im Ringturm zeigt abseits von Prag verborgene Schätze Böhmens, von Schlössern, Kirchen und Klöstern bis zu Synagogen und technischen Bauwerken. Der Bogen spannt sich von Romanik und Gotik über Renaissance und Barock bis zur Moderne, mit Werken von Josef Hoffmann, Pavel Janák, Jan Kotěra, Heinrich Kulka und Jože Plečnik.
Fotograf Peter Rigaud spricht über seine Porträtfotografie, seinen künstlerischen Weg und seine Arbeit für internationale Magazine. Der in Wien und Berlin lebende Fotograf berichtet dabei auch über prägende Stationen seiner Laufbahn, von Martin Parr bis zu seinen Anfängen in New York.Anmeldung erforderlich unter activities@fotoarsenalwien.at
Zwei Bands treffen bei der "Urban Fusion Session" im Porgy & Bess aufeinander: Elena Schäfer verbindet Gesang und Gitarre mit mehrstimmigen Klangcollagen zwischen Folk und Jazz. Das TExile Ensemble um Saxophonist Daniel Kluckner setzt auf Bläsersätze, urbane Grooves und jazzige Improvisationen.
Guillermo del Toros märchenhafter Fantasyfilm verwebt Feminismus, Faschismuskritik und surreale Horrorbilder zu einer tragischen Fabel über Mut, Mythos und Macht im Spanien nach dem Bürgerkrieg.
Die Schau "Süße Triebe. 45 Jahre Schwulcomix" zeigt rund 100 Originalzeichnungen von Ralf König, der seit den 1980ern mit satirischer Verve homosexuelle Lebenswelten porträtiert. Mit Konrad & Paul schuf er ein schwules Paar, dessen Geschichten sowohl positive Entwicklungen als auch Tragödien der Community spiegeln.
Die britische Sängerin und Pianistin Freya Ridings verbindet ihre markante Stimme mit emotionalem Pop und introspektiven Texten. Mit „Lost Without You“ gelang ihr 2017 der Durchbruch. Seither entwickelt sie ihren zwischen Pop, Soul und Singer-Songwriter-Tradition angesiedelten Stil weiter.
Cat Power (Charlyn Marie Marshall) verwandelt seit den Neunzigern brüchigen Lo-Fi in rauen Blues und Soul. Ihr Album "The Greatest" von 2006 gilt als Klassiker. 2026 feiert sie dessen 20. Jubiläum mit der EP "Redux" und einer Welttournee, auf der sie das Album komplett live spielt.
Nach dem Tod ihres Vaters verlieren Elinor und Marianne Dashwood ihr Zuhause und müssen sich in einer Gesellschaft behaupten, die Frauen enge Grenzen setzt. Während Elinor ihre Gefühle beherrscht, folgt Marianne ihrem Herzen. Georgia Oakleys Neuverfilmung von Jane Austens Roman erzählt von Liebe, Enttäuschung und dem Konflikt zwischen Vernunft und Leidenschaft. Seit 15.10. in den...
Dorn°Bering (Gesa Bering und Stephan Dorn) beschäftigen sich mit vergangenen und zukünftigen Weltuntergängen. Zwischen Polykrisen, apokalyptischen Szenarien und Kontrollverlust untersuchen sie die Risiken für unsere Zivilisation. Ein Untergangsdrama zur Weltenrettung, das dem Ende mit verzweifeltem Optimismus begegnet. Klingt sehr ernst, ist aber ein unterhaltsamer Abend.
Der Ökonom und Psychotherapeut Martin Schürz stellt sein Buch "Überreichtum und Todesangst" (Campus, 2026) vor, im Gespräch mit dem Politikwissenschaftler Nikolaus Dimmel: Es geht dabei um die Frage, wie sich das Streben von Tech-Milliardären nach Unsterblichkeit erklären lässt, mit Freud und Sozialpsychologie.
Kathrin Röggla, geboren in Salzburg, lebt nach 28 Jahren in Berlin-Neukölln nun in Köln und lehrt dort Literarisches Schreiben. Die Autorin seziert gesellschaftliche Schwachstellen mit Witz und avantgardistischen Mitteln. Mit Daniela Strigl spricht sie über ihren Essayband “Nichts sagen. Nichts hören. Nichts sehen.”
Fin Greenall, bekannt als Fink, begann als DJ und Producer und arbeitete an frühen Songs von Amy Winehouse und John Legend mit. 2006 gründete er ein Trio mit Tim Thornton (Drums) und Guy Whittaker (Bass). Mit Folk, Indie und Blues wurde er durch seine melancholische Musik bekannt.
Stefanie Sargnagel präsentiert am 21.10. erstmals in Österreich ihren Text über das Münchner Oktoberfest, das sie im Dirndl besuchte. Sie sucht Gemeinsamkeiten von Österreich und Bayern und beschreibt ein Fest, auf dem nicht getrunken, sondern gesoffen wird. Zumutung oder Himmel, je nach Standpunkt. Musikalische Umrahmung von Euroteuro.
Die Bar Lamarr ist Wiens neues cineastisches Wohnzimmer im METRO Kinokulturhaus: eine Kinolounge mit Bar im ehemaligen Balkon-Foyer, gestaltet von Gregor Eichinger. Das Design zitiert Art-Deco und das Hollywood der 1930er/40er. Der Nachlass Hedy Lamarrs wird in wechselnden Präsentationen gezeigt.
Der irische Singer-Songwriter Adrian Crowley verbindet Folk und Indie mit atmosphärischen Klanglandschaften. Sein zehntes Studioalbum Measure of Joy versammelt Songs über Erinnerung, Vergänglichkeit, Natur und die stillen Momente des Lebens, geprägt von seiner markanten Stimme und reduzierten Arrangements.
Um eine Familienfehde zu beenden, wird Berivan mit Şivan verheiratet. Als die Familie eine Schafherde nach Ankara treiben soll, gerät sie in eine Welt aus Korruption, Gewalt und Ausbeutung. Yılmaz Güneys in Haft geschriebenes Drehbuch erzählt von den gesellschaftlichen Verhältnissen der kurdischen Bevölkerung. Ein Film von Zeki Ökten.
Yuval Abraham und Rachel Szor (No Other Land, Oscar 2025) filmten drei Jahre lang nachts auf Dächern in Tel Aviv 24 anonym bleibende israelische Geheimdienstoffiziere, die von Angriffen berichten, bei denen zivile Opfer bewusst in Kauf genommen wurden. „NAZA" ist der israelische Militärbegriff für diese kalkulierte Opferzahl. Am 22.10. und 29.10. jeweils mit Filmgesprächen im...
11 Absolvent:innen der Masterclass isaCommunity (Internationale Sommerakademie der mdw) präsentieren ihr Programm zum Thema »Collaborate for change!« - Musik an der Schnittstelle von Musik und Gesellschaft. Zu hören sind Werke von Bernstein, Bartók, Riley, Cage sowie Eigenkompositionen.
Karin Zogmayer liest aus den autobiografischen Erinnerungen der Architektin Margarete Schütte-Lihotzky, die mit der Frankfurter Küche bekannt wurde. Im Anschluss spricht die Architektin Ulrike Schartner über Schütte-Lihotzkys Werk und das gesellschaftliche Potenzial von Architektur.Um Anmeldung wird gebeten: anmeldung@schuette-lihotzky.at
Lesung und Gespräch: Martin Mader („Am Anfang wieder die Nacht”, Otto Müller) und Robert Woelfl („Manhattan”, müry salzmann) stellen ihre Debütromane vor. Thema: Zeitenbruch, Jahrtausendwende, die 1980er in einer Villacher Hochhaussiedlung, Jungsein in der Provinz. Moderation: Angelika Reitzer.
Der fiktive Psychothriller "Die Quelle" auf der Bühne thematisiert den Machtkampf zwischen einem Konzern, Journalisten und einem Whistleblower. Regisseur Calle Fuhr integriert Erkenntnisse aus realen Recherchen in ein Katz und Maus Spiel um die Unterdrückung der Wahrheit und die Verfolgung von Informanten.
Die costa-ricanische Sängerin und Violinistin Phoebe Violet verbindet auf TOMORROW eindringlichen Gesang mit Violine, Gitarre, Perkussion und elektronischen Klängen. Zwischen Songwriting und experimentellen Klanglandschaften entsteht ein musikalisches Plädoyer gegen Krieg und für Menschlichkeit. Den Abend gestaltet sie gemeinsam mit Kenji Herbert, Jakob Schneidewind und András Dés.
Erwin Wagenhofer (Regisseur von "We Feed the World") porträtiert Menschen, die aus der Profitlogik ausgestiegen sind: eine Künstlerin, die als Landwirtin ausgelaugte Äcker zum Blühen bringt, ein Lehmbauteam und einen Agronomen, der in Brasilien Regenwald aufforstet. Der Titel meint Luft und Stimmung, beide gelten als überhitzt. In Anwesenheit von Regisseur Erwin Wagenhofer.
Die britische Band Temples verbindet Psychedelic Rock mit eingängigen Popmelodien. Auf ihrem fünften Album BLISS kommen elektronische Einflüsse und Dance-Sounds der späten Neunziger hinzu. Am 25. Oktober stellen James Bagshaw und seine Bandkollegen die neuen Songs im Wiener WUK vor.
"Die Welt im Fokus" zeigt Reise- und Expeditionsfotografie des 19. Jahrhunderts, damals ein neues Medium zur Weltabbildung. Die Aufnahmen erzählen von Industrialisierung, Mobilität und Machtansprüchen und führen von den Alpen über den Nahen Osten bis nach Japan. Aus der Sammlung der Albertina.
Der guineische Migrant Souleymane arbeitet als Essenskurier in Paris. Zwei Tage bleiben ihm bis zur Anhörung über seinen Asylantrag. Zwischen Lieferstress, prekären Arbeitsbedingungen und der Vorbereitung auf das entscheidende Gespräch kämpft er um seine Zukunft. Boris Lojkine erzählt in einem atemlosen, realistischen Stil von Migration und Überlebenskampf. Im Anschluss an den Film findet eine Podiumsdiskussion...
Nach fast 40 Ehejahren ist bei Lore und Harry die Luft raus. Er werkelt im Garten, sie will noch etwas vom Leben. Als die Tochter zum dritten Mal heiraten möchte, geraten auch die eigenen Lebensentscheidungen auf den Prüfstand. Andreas Dresen erzählt mit Humor und Melancholie von einer Liebe, die noch nicht am Ende ist.
Die Mehrkanal-Klanginstallation zeichnet die Donau von ihrer Quelle bis zum Schwarzen Meer nach. Naturgeräusche verbinden sich mit den Stimmen von zwölf Menschen, für die der Fluss wichtig ist. Sie erzählen in ihren Muttersprachen von ihrer Beziehung zur Donau. Übersetzungen und eine Wandkarte helfen bei der Orientierung. Am Eröffnungsabend gibt es ein Gespräch mit der Künstlerin.
Käthe Kratz erzählt von ihrem Weg vom Aufwachsen in einer Nazi-Familie zur ersten Regiestudentin an der Filmakademie Wien und preisgekrönten Filmemacherin. Ihre persönliche Geschichte verbindet sich mit der Nachkriegszeit, 68er-Bewegung und Frauenbewegung. Moderation: Julia Pühringer.
Antonio Fian, bekannt für seine Dramolette, trifft auf das Kollegium Kalksburg. Die drei Wienerlied-Weltweisen feiern ihre über 20-jährige Zusammenarbeit mit dem Dichter und 30 Jahre Bandgeschichte. Unter dem Motto „Mit Unmut voran“ verbinden sie Sprachwitz, Wienerlied und ungenierten Humor.
Die junge Staatsanwältin Seyo Kim überlebt einen rassistischen Brandanschlag. Ihre Behörde zeigt wenig Interesse an Ermittlungen, also macht sie selbst weiter und bringt einen Täter vor Gericht. Dabei stößt sie auf Widerstand im eigenen Haus. Der Film von Faraz Shariat entstand nach Recherchen zu realen Prozessen.
Paul, Kellner in der DDR, braucht sieben Jahre und neun Monate, um seinen Italientraum zu verwirklichen. Lars Jessen zeigt die endlosen, heimlichen Reisevorbereitungen ohne Ostalgie, Charly Hübner spielt zurückhaltend, Lina Beckmann als Ehefrau Anne hält stark dagegen. Paul versteht sich als Reisender, nicht als Flüchtling, und will zurück.
Richard Schuberth veröffentlicht mit "Die Gedichte" im Drava Verlag erstmals eine Sammlung seiner Lyrik aus vier Jahrzehnten. Einzelne Texte wurden bereits in Theaterstücken und Kabarettprogrammen bekannt, vor allem durch satirische Songs, die Jelena Popržan interpretiert. Im Kosmos Theater singt sie Lieder, die Schuberth für sie geschrieben hat.
SALTO VITALE schöpft aus den persönlichen Erinnerungen der Ensemblemitglieder und der Geschichte des Serapions Theater. Eine Gruppe begibt sich auf eine traumhafte Reise, findet zueinander und wagt einen Vorwärtssprung ins Leben. Aus individuellen Bildern entsteht eine neue Erzählung zwischen Erinnerung und Projektion.
Im Russland des Jahres 2022 soll Unternehmer Gleb vierzehn seiner Mitarbeiter für den Krieg in der Ukraine rekrutieren. Zugleich entdeckt er die Affäre seiner Frau. Andrey Zvyagintsev verbindet Ehekrise und staatliche Willkür zu einem düsteren Drama über Macht, Gewalt und moralischen Verfall. Offizieller Kinostart am 4.12.
Die Ausstellung HER STORY beleuchtet fünf Jahrhunderte künstlerischen Schaffens von Frauen in der Sammlung der ALBERTINA. Zeichnungen und Druckgrafiken früher Künstlerinnen treffen auf Werke der Moderne und feministische Positionen der 1970er-Jahre. Mit Arbeiten von Angelika Kauffmann, Käthe Kollwitz, Maria Lassnig und VALIE EXPORT.
Stärke, Disziplin und Selbstoptimierung dienen in digitalen Räumen zunehmend als Einstieg in extremistische Ideologien. Julia Ebner und Andreas Peham diskutieren, wie Männlichkeitsbilder, soziale Medien und antifeministische Narrative Radikalisierung fördern und welche Möglichkeiten politische Bildung und Prävention bieten. Moderation: Tessa Szyszkowitz.
In Funkenschwestern. Wie Feminismus alles besser macht untersucht Barbara Blaha Ungleichheit als ökonomisches und politisches Systemproblem. Von Kindheit und Beziehungen über Arbeit und Geld bis zu Politik und Gewalt zeigt sie anhand von Fakten, wie Machtverhältnisse wirken und warum Feminismus politische Notwendigkeit ist. Barbara Blaha im Gespräch mit Nadja Riahi.