Die Soziologin und Sozialpsychologin Vera King analysiert in ihrer Keynote die emotionalen Mechanismen des neuen Autoritarismus. Im Gespräch mit Robert Misik geht es um rechtspopulistische Mobilisierung, Machtinszenierungen und die Frage, warum Zustimmung heute oft aus Begeisterung statt aus Zwang entsteht.
Karl-Markus Gauß, Salzburger Schriftsteller aus donauschwäbischer Familie, definiert sich als "Geher und Schauer". Sein neues Buch "Die Liebe kommt immer zu spät" ist kein Liebesroman, sondern führt in drei Essays nach Slowenien, Bosnien und ins griechische Österreich.
Nach dem Tod seiner Frau begegnet March ihrer Seele wieder, die nun in einem Staubsauger lebt. Regisseur Ratchapoom Boonbunchachoke entwickelt aus dieser absurden Ausgangslage eine Geistergeschichte voller trockenem Humor. Zwischen Familienkonflikten, Politik und Alltagsgegenständen mit Eigenleben entsteht ein Film, der das Übernatürliche ganz selbstverständlich in die Gegenwart hineinholt.
Jeremias Gotthelfs Die schwarze Spinne erzählt von einer Frau, die sich in ihrer Not auf einen Pakt mit dem Teufel einlässt. Als die vereinbarte Gegenleistung verweigert wird, breitet sich eine tödliche Bedrohung über ihr Dorf aus. Christian Klischat bringt den düsteren Klassiker als eindringlichen Soloabend auf die Bühne. Regie führt Götz Brand.
Seit April 2025 ist der Eintritt in die Secession jeden ersten Mittwoch im Monat frei. Besucher*innen können das berühmte Beethovenfries und wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst kostenlos erleben: ein Zeichen für mehr kulturelle Teilhabe.
Mario Fartacek, Austrian Music Award-Träger und Produzent mit über 40 Album-Credits, tritt unter seinem Soloprojekt FARMAR erstmals selbst ins Rampenlicht: elektronische Musik mit Gitarre, Stimme und Maschinen, irgendwo zwischen Club und Kopfkino.
Neapel in den 1960ern: Nach dem Einsturz eines Wohnhauses wird sichtbar, wie eng Bauwirtschaft, Politik und Grundstücksspekulation verflochten sind. Francesco Rosis preisgekrönter Film verbindet Thriller und Untersuchung zu einer scharfen Analyse von Korruption, Macht und Stadtentwicklung. Erstaunlich aktuell.
Maro ist eine stilistisch breit aufgestellte Songwriterin und Multiinstrumentalistin, bei der von Pop über Trap und World Music bis zu Folk vieles möglich ist. Jacob Collier wurde auf sie aufmerksam. Ihr aktuelles Album "So Much Has Changed" reduziert den Sound auf das Wesentliche: Stimme und Akustikgitarre.
Miriam Unterthiner, Debütpreisträgerin des Österreichischen Buchpreises ("Blutbrot"), kennt den Profisport aus eigener Erfahrung: Handballfelder in Italien. Ihr Stück "Mundtot" (Regie von Christiane Pohle) nimmt den Sport unter die Lupe: sexuelle Übergriffe, Ungleichheit zwischen Frauen und Männern. Am Schluss werden reale Missbrauchsfälle verlesen.
Todd Solondz erzählt in Happiness von Menschen, deren Sehnsüchte und Abgründe hinter bürgerlichen Fassaden verborgen bleiben. Philip Seymour Hoffman beeindruckt als einsamer Außenseiter. Mit schwarzem Humor und großer Präzision entsteht ein verstörendes Porträt menschlicher Einsamkeit.
Zum 250-jährigen Jubiläum lädt die ALBERTINA bei freiem Eintritt an allen drei Standorten zum Open House. 250 kostenlose Führungen, Kunstgespräche und Mitmachangebote stehen auf dem Programm. Dazu kommen eine riesige Sachertorte, eine Papierprozession des Künstlers Tone Fink und Tanzaufführungen der inklusiven Gruppe „Ich bin O.K.“.
Film entsteht nicht nur durch Bilder, sondern ebenso durch Klang. Ausgehend von der Arbeit der Multimedia-Künstlerin Hanna Schimek werden stumme Amateurfilme live neu vertont und zeigen, wie Ton Wahrnehmung, Atmosphäre und Bedeutung eines Films verändert.
Regina Schilling nähert sich Ingeborg Bachmann in einem vielschichtigen Filmessay. Sandra Hüller verkörpert die Autorin in bewusst künstlichen Spielszenen, Archivmaterial und Interviews ergänzen das Bild. So entsteht ein lebendiges Porträt, das Leben und Werk gleichermaßen würdigt und Lust auf eine Wiederentdeckung ihrer Texte macht.
Wiener Beislkultur, Austropop und ein liebenswerter Chaot: Rickerl (Voodoo Jürgens) verdient sein Geld als Totengräber und Hochzeitssänger, nachts spielt er seine Lieder in den Beisln der Stadt. Mit viel Wiener Schmäh erzählt der Film von einem Vater, der lernen muss, Verantwortung zu übernehmen. Ein Film von Adrian Goiginger. (OmeU)
Regisseur Igor Bezinović untersucht die Geschichte seiner Heimatstadt Rijeka (italienisch Fiume) nach dem Ersten Weltkrieg, als die Hafenstadt von italienischen Milizen unter Dichter Gabriele D'Annunzio 15 Monate besetzt wurde. Kroatiens Oscar-Beitrag lässt diese ernüchternde Momentaufnahme des frühen europäischen Faschismus mit sehr kreativen Stilmitteln lebendig werden. Meinungen zu 42C Filmen können nur von Newsletter Abonnent:innen (mit...
Der alternde Klavierstimmer Harry (Dustin Hoffman) und sein hörsensibler Lehrling Niki (Leo Woodall) arbeiten für reiche Kunden. Niki nutzt sein absolutes Gehör, um Safes zu öffnen und gerät in ein kriminelles Netzwerk. Zwischen Liebe, Geldnot und Moral entwickelt sich ein leiser Thriller mit Jazzton. Regie führte Daniel Roher.
The Zew kreiert mit Gitarreneffekten und Gesang einen „celestial“ Sound, verwurzelt in Folk und „Outsider“-Musik. Mit Augen als Symbol für den Female Gaze und neuem Album „Zazel Wants to Fly“ erkundet sie mit Bass und Schlagzeug neue Wege. The Zew - Black Feather (ausgesprochen schöner Song)
Restaurator Thomas Stangl untersuchte über 50 Gemälde aus dem Nachlass Anton Peschkas: Welche Maltechnik und Materialien nutzte er, welche Werke stammen von Peschka, welche vom Sohn? Führung durch „Schiele & Peschka. Eine Familienausstellung" mit Einblick in Methodik und Erkenntnisse.
Die Wienerin wuchs musikalisch mit Joni Mitchell und Bowie auf, brachte sich selbst das Gitarrespielen bei. Ihre 2025er EP Sad Girl With A Punchline verbindet Folk-verwurzelten Singer-Songwriter-Pop mit lyrischer Genauigkeit und einer Stimme, die zwischen Zartheit und Kraft wechselt.
Fast 40 Jahre nach seinem Debüt "Einer" kehrt Norbert Gstrein mit "Im ersten Licht" an den Anfang zurück. Der Einstieg ist drastisch: Ein Vater macht seinen Sohn per Axthieb kriegsuntauglich. Katherina Braschel hat mit "Heim holen" ihren ersten Roman vorgelegt: familienhistorische Recherche, die die SS-Mitgliedschaft des Großvaters mit persönlicher Erinnerung verwebt.
Vom 10.7. bis 22.7. zeigt das Stadtkino neun Filme aus vier Kontinenten. Von "City of God" (Rio) über "Chungking Express" (Hongkong) bis "The Worst Person in the World" (Oslo) geht die Reise weiter nach New York, Tokio, Istanbul, Beirut, Mumbai und Paris. Fernreisen ohne Reisepass, dafür vielleicht mit Popcorn.
Kae Tempest schreibt und performt Texte zwischen Rap, Spoken Word und Lyrik. Die Stücke erzählen von London, Einsamkeit, Freundschaft, Wut und den kleinen Momenten des Alltags. Rhythmus und Sprache stehen dabei stärker im Mittelpunkt als klassische Songs.
Zehn Tänzer:innen setzen dem düsteren Zeitgeist einen kollektiven Aufbruch entgegen. Inspiriert von Mikis Theodorakis und Erinnerungen an die Unbeschwertheit der Jugend erschafft Christos Papadopoulos eine Choreografie über Hoffnung, Mut und die Kraft des gemeinsamen Handelns.
Rio de Janeiro, 1960er bis 1980er Jahre: Zwei Jungen wachsen in derselben Favela auf. Während Buscapé Fotograf werden will, steigt Zé Pequeno zum gefürchteten Gangsterboss auf. Fernando Meirelles’ Film verbindet Coming-of-Age-Geschichte mit einem schonungslosen Blick auf Gewalt und soziale Ausgrenzung.
Barbara Pflaum (1912–2002) gehörte zu den wenigen Fotojournalistinnen in den illustrierten Magazinen der 1950er Jahre. In einem männerdominierten Beruf fand sie ihren Weg zur Fotografie während des Studiums an der Universität für angewandte Kunst Wien, das sie mit 40 Jahren begann. Zu sehen bis 16.8.2026.
Sonja Pikart zeigt vorab Ausschnitte aus ihrem neuen Programm „Stark“, das im September im Kabarett Niedermair Wienpremiere feiert. Zwischen fertigen Bits und rohen Gedanken geht es um machthungrige High Performer, romantische Freundschaften und die Poesie der Schwäche.
Der 19-jährige Tommy prahlt als rücksichtsloser Krimineller auf Social Media, bis ihn ein Fremder entführt. Angekettet im Keller versucht die Familie seines Entführers, ihn zum "braven Jungen" zu erziehen. Tommys Gefühle für seine Entführer-Familie schwanken zwischen Hass und Sympathie. Jan Komasas (CORPUS CHRISTI) bitterböse schwarze Komödie bewegt sich zwischen Gesellschaftssatire und Thriller.
Ägypten, Sommer 1967: Ahmed erhält einen Brief aus Österreich. Was als Brieffreundschaft mit Liz beginnt, wächst sich zur Lebensgeschichte zweier Menschen aus, die über Jahrzehnte, Kriege und kulturelle Grenzen hinweg verbunden bleiben. Abu Bakr Shawky erzählt in fünf Episoden die Geschichte seiner eigenen Eltern, mit Archivmaterial verwoben.
Apps sammeln Standortdaten, die über Datenhändler weltweit gehandelt werden. Vermeintlich anonyme Informationen offenbaren Wohnorte, Arbeitsplätze, Bordell- oder Klinikbesuche. Eine internationale Recherche (BR, netzpolitik.org, Le Monde) wertete 10 Mrd. Datenpunkte aus und zeigt: Nutzer, EU-Mitarbeiter und Soldaten werden zum Ziel von Stalkern, Kriminellen oder Geheimdiensten. Selbst strenge EU-Datenschutzregeln bieten kaum Schutz.
In Wilde Erdbeeren reist der alte Arzt Isak mit seiner Schwiegertochter von Uppsala nach Stockholm. Unterwegs begegnet er jungen Leuten, Erinnerungen und inneren Bildern. Regisseur Ingmar Bergman reflektiert dabei sein Leben und ehrt Kinolegende Victor Sjöström. OmeU.
Die Germanistin Eva Horn spricht über die Klimakrise als „Katastrophe ohne großen Knall". Warum können wir uns das Unfassbare eigentlich nicht vorstellen? Ein Streifzug durch Literatur, Geschichte und das Anthropozän, inklusive der Kulturgeschichte von Luft und Wetter. Moderation: Katharina Kropshofer. Ein Abend im Rahmen der Falter-Sommergespräche.
Welcome to Sodom (AT 2018) von Florian Weigensamer und Christian Krönes. Die Doku zeigt Agbogbloshie, Ghanas illegale Elektroschrottdeponie, genannt "Sodom". Menschen zerlegen dort Elektronikmüll aus Europa unter giftigen Bedingungen. Ein eindringliches Porträt der Verlierer der digitalen Revolution. Im Anschluss an den Film gibt es ein Gespräch mit dem Regisseur Christian Krönes.
3:rma (IRMA), slowenisches Duo aus Sängerin Maša But und Gitarristin Urška Supej, schreibt keine klassischen Songs, sondern lyrische Miniaturen über gesellschaftliche Widersprüche. Buts Gesang wirkt direkt und intim, Supejs Gitarre bleibt zart und melodisch. Poetisch statt Popsong.
Suzanne Vega zählt zu den prägenden Stimmen des zeitgenössischen Folk. Seit den 1980er-Jahren verbindet sie präzise Beobachtungen mit literarischem Erzählen. Ihr aktuelles Album Flying with Angels greift politische und gesellschaftliche Fragen auf, ohne die leise Intensität ihrer Songs aufzugeben.
Robert Menasse liest am 16.7. aus „Die Lebensentscheidung“, über einen EU-Beamten, der seinen vorzeitigen Ruhestand und später eine Krebsdiagnose vor seiner Mutter verheimlicht. David Vajda gibt mit „Diamanten“ sein Debüt, einer tragikomischen Familiengeschichte zwischen Berlin und Belgrad. Moderation: Katja Gasser.
Ángela ist gehörlos und erwartet mit ihrem hörenden Partner ein Kind. Sorda erzählt von Nähe und Missverständnissen, von Sprache, die über Worte hinausgeht. Eva Libertad zeigt ein erzählerisches Feingespür für Ángelas Welt. Großartig ist der letzte Teil des Films, in dem das Publikum eine Ahnung von der akustischen Wahrnehmung der Protagonistin erhält. Empfehlung!
1905 entstand in der Wiener Urania eine der weltweit ersten Sozialreportagen: Der Journalist Emil Kläger und der Richter Hermann Drawe zeigten das Leben in der Kanalisation, in Ziegelöfen und Massenquartieren. Der Lichtbildervortrag wurde zum Kassenschlager mit 90.000 Besuchern in drei Jahren und machte die soziale Notlage zum öffentlichen Thema. Die Ausstellung ist nach Anmeldung zu...
Julie, fast 30, weiß nicht, welches Leben sie führen will: Medizin, Psychologie oder Fotografie, alles wird angefangen und wieder verworfen. Ihr Freund Aksel, 44 und etablierter Comic-Autor, wünscht sich ein Kind. Dann lernt sie auf einer Party den jungen Eivind kennen. Joachim Triers bittersüße Komödie über die Millennial-Unentschlossenheit. Im Rahmen der Summer in the City...
Federico Fellinis Meisterwerk erzählt von der gutmütigen Gelsomina, die an den grobschlächtigen Schausteller Zampanò verkauft wird. Zwischen Grausamkeit, Poesie und Menschlichkeit entstand einer der bewegendsten Filme der Kinogeschichte. Zampanò ging als Sinnbild des gefühllosen Kraftmensschen sogar in den Sprachgebrauch ein.
Michel Poiccard, ein kleiner Gauner, versucht die amerikanische Studentin Patricia zu beeindrucken. Godards Debüt vereint Truffauts Buchidee, Chabrols technisches Können und Belmondos sowie Sebergs ikonische Präsenz zu einem formal innovativen Film, der inhaltlich bereits die Konflikte der 1960er vorwegnimmt. OmdU
Richard Schuberth liest im Rahmen des Kultursommers einige der geschmackvollsten wie geschmacklosesten Passagen aus seinem Roman „Der Paketzusteller" (Drava Verlag). Begleitet wird er von Gitarrist Ateshghan Yuseinov, der einst selbst Zeitschriften zustellte. Die beiden stehen erstmals gemeinsam auf der Bühne.
Ein Duett zweier Tänzerinnen über Schmerz, Zerbrechlichkeit und Kraft des weiblichen Körpers. Die Choreografie zeigt einen inneren Dialog zwischen zwei Figuren, die sich gegenseitig durch den Schmerz stützen und um dessen Anerkennung ringen. Offen bleibt: eine Person oder zwei?
Zwei Polizisten, zwei lose verbundene Episoden über Trennung und Neuanfang im Hongkong der frühen Neunziger. Zwischen abgelaufenen Ananaskonserven und einer Fastfood-Angestellten, die heimlich eine fremde Wohnung umgestaltet, entfaltet Wong Kar-wai seinen unverkennbaren visuellen Stil. Ein Film über Zufall, Timing und verpasste Gelegenheiten.
Louise Lecavalier tanzt ohne Furcht, geprägt von ihrer Karriere bei La La La Human Steps in den 1980er/90er Jahren. Seit 2006 leitet sie die Compagnie Fou Glorieux (So Blue, Battleground, Stations). Im neuen Solo wird sie zur Vagabundin, mit Kostümwechseln, Videoprojektionen und Musik zwischen Dawn of Midi und Nick Cave.
Die Burgenländerin Johanna Sebauer lebte lange in Hamburg, wo ihr Debütroman "Nincshof" (2023) entstand. Mit der Satire "Das Gurkerl" folgte ein weiterer Erfolg. Inzwischen zurück im Burgenland, hat sie offenbar Sehnsucht nach Norddeutschland: Dort spielt ihr neuer Roman "Popóm", in dem ein junger Mann seinem älteren Selbst begegnet. Moderation: Nicole List.
Der Schriftsteller Chow Mo-wan lebt im Hongkong der 1960er Jahre neben Zimmer 2046, in das er nie zurückkehren kann, seit er dort eine unerfüllte Liebe verlor. Zwischen flüchtigen Affären verarbeitet er den Verlust in einem Science-Fiction-Roman über einen traumhaft-artifiziellen Ort, an dem sich nichts verändert. Auch am MI 22.7 um 21:00.
Bear wünscht sich, dass seine beste Freundin Nikki ihn mehr als alles andere liebt. Der Wunsch erfüllt sich, doch die erzwungene Zuneigung kippt in Besessenheit und Horror. Curry Barkers Debüt verbindet schwarzen Humor mit psychologischem Unbehagen und macht aus einer unerwiderten Liebe eine verstörende Horrorgeschichte.
Im Schottland der 1980er entwickelt John schwere Tics, die erst später als Tourette-Syndrom erkannt werden. Kirk Jones erzählt eine wahre Geschichte mit Humor und Empathie: vom Außenseiterdasein, familiären Überforderungen und der befreienden Erfahrung, ohne Vorbehalt akzeptiert zu werden.
Das Popfest Wien 2026 bringt wieder vier Tage heimische Popmusik auf dem und rund um den Karlsplatz. Von elektronisch bis experimentell, von Indie bis Rap: das Programm ist so vielfältig wie das Publikum. Konzerte auf Seebühne, in Museum, Clubs und zum Festabschluss in der Karlskirche machen das Festival zu einem urbanen Sommer-Highlight.
Drei Autorinnen lesen an einem Sommerabend im Waldmüllerpark: Ulrike Haidacher, Katharina Köller und Jessica Lind. Haidacher führt auf eine Künstlerparty, Köller in die Berge, Lind in den Abgrund der Kleinfamilie. Alle drei finden das Komische im Ernsten.
Christopher Nolan hat mit "The Odyssey" einen Stoff verfilmt, den er nach eigener Aussage seit über 20 Jahren im Kopf trägt: Homers Epos über Odysseus' Heimreise nach dem Trojanischen Krieg, vorbei an Zyklopen, Sirenen und der Nymphe Kalypso. Im Zentrum stehen die Bürde der Führung und der Konflikt zwischen Sterblichen und Göttern. Ab Ende August...
Die Salzburgerin Birgit Birnbacher richtet ihren soziologischen Blick oft auf Außenseiter. In "Sie wollen uns erzählen" stehen eine neurodivergente Mutter und ihr Sohn mit ADHS-Diagnose im Zentrum. Bei O-Töne im MQ liest sie, dazu Lisa Wölfl aus ihrem Debütroman "Ein verlassenes Haus" über Familienzerfall. Moderation: Klaus Nüchtern.
Nach dem Tod ihres Vaters beginnt Helen, einen Habicht zu zähmen und abzurichten. Die Verfilmung von Helen Macdonalds autobiographischem Buch lebt von Foys zurückhaltendem Spiel und eindringlichen Naturaufnahmen. Ein Geschichte über Trauer und Wildheit.
Archivar Nikolaus Domes und Kunstvermittlungsleiterin Julia Kornhäusl führen durch das Künstlerhaus und seine über 160-jährige Geschichte. Historische und aktuelle Plakate zeigen die Entwicklung von Ausstellungen und Programmen seit der Vereinsgründung 1861. Die Führung blickt zudem nach vorn, auf mögliche künftige Wege des Hauses.
Das politische Drama von Jafar Panahi (Gewinner der Goldenen Palme 2025) folgt Vahid, einem Ex-Häftling des iranischen Regimes, der zufällig in seiner Werkstatt auf Eghbal trifft. Aufgrund von Details vermutet Vahid, Eghbal sei sein früherer Peiniger und entführt ihn. Die Konfrontation wird zur gewissenhaften Auseinandersetzung mit Rache und Wahrheit. Im Rahmen der Filmreihe "GrätzlVIENNALE" am...
Bi Gans „Resurrection" entzieht sich jeder Inhaltsangabe. Ein Träumer, eine Opiumhöhle, ein Filmprojektor: in sechs Episoden geht es durch die Filmgeschichte. Es ist eine Hommage an Stummfilm, Film noir und Hongkong-Neon. Wer sich dem Bilderstrom überlässt, statt Logik zu suchen, erlebt Kino als das, was es vielleicht immer war: ein kollektiver Traum. Ein Film für...
Die österreichische Band SarahBernhardt wartet auf ihrem jüngsten Album "Urlaub in Sepia" mit einer zauberhaften Mixtur aus Melancholie und Leichtigkeit, aus Schilderungen alltäglichen Lebens und Poesie auf. Im Rahmen des Kultursommers 2026.
Die Kunsthalle Wien zeigt an beiden Standorten (MQ und Karlsplatz) sechs Monate lang über 130 Werke von 56 in Wien lebenden Künstlerinnen und Künstlern: Malerei, Skulptur, Installation, Film und mehr. Die bisher umfangreichste Übersicht der Wiener Gegenwartskunst seit über einem Jahrzehnt.
Zum 40-jährigen Jubiläum von ASIFA Austria zeigt die Factory im Künstlerhaus eine Ausstellung zu Animationskunst als Bindeglied zwischen Kulturtechnik und bildender Kunst. ASIFA Austria wurde 1985 als österreichische Sektion der internationalen Animationsfilmorganisation gegründet, im Umfeld von Maria Lassnigs Studio für experimentellen Animationsfilm an der Angewandten.
Die Ausstellung „Arena Wien. Jedenfalls ist es Liebe!“ in der Community Gallery des Wien Museums zeigt 50 Jahre Konzertgeschichte und Vereinsarbeit der Arena, geprägt von Selbstverwaltung, Eigeninitiative und gesellschaftspolitischem Engagement, zugleich etabliert als professioneller Konzertveranstalter. Insider-Führung mit Laurenz Platzer (Arena)
Junge Musiker:innen der isa/mdw präsentieren im MQ Kammermusik und Solowerke: Kodálys Duo für Violine und Cello, Ysaÿes Solosonate „Ballade“, Odermatts Fagott-Miniaturen und Borodins zweites Streichquartett. Moderation: Johannes Meissl. Ein Programm zwischen globaler Vernetzung und lokaler Verankerung, mitten im MQ-Ambiente.
In Network kündigt der ausgebrannte Nachrichtensprecher Howard Beale live seinen Selbstmord an und wird daraufhin zum Quotengaranten eines sensationsgierigen Senders. Sidney Lumets Mediensatire zeigt, wie Fernsehen Zynismus und Wahnsinn zur Ware macht.
Ein Arbeitsloser bekommt endlich einen Job als Plakatkleber, doch die Anstellung setzt ein Fahrrad voraus. Kurz nach Arbeitsantritt wird es gestohlen. Gemeinsam mit Sohn Bruno durchstreift er das Nachkriegsrom auf der verzweifelten Suche danach. Neorealistisches Schlüsselwerk mit Laiendarstellern, De Sica gewann dafür den Ehrenoscar.
FALTER-Sommergespräch: Wie viel Natur passt in urbane Räume? Begrünte Fassaden, Wildblumenwiesen und Insektenhotels allein reichen nicht, meinen Bettina Leidl, Ferdinand Schmeller, Isa Klee und Dominique Zimmermann. Sie diskutieren, was Natur in der Stadt wirklich braucht. Moderation: Katharina Kropshofer.
PINNED! dokumentiert die Stadtplanung, die Ljubljana (Partnerstadt von Wien) in den letzten 20 Jahren geprägt hat: das Ziel war eine lebendigere, vernetztere, menschengerechtere Stadt. Der Ansatz brachte europaweit Aufmerksamkeit, unter anderem den European Prize for Urban Public Space 2012 und den European Green Capital Award 2016.
Es liest Elias Hirschl aus seinem neuen Roman „Schleifen“. Ihr Debüt gibt an diesem Abend Manuela Tomić, die ihr Werk „Franček“ präsentiert. Moderiert wird der Abend von Christine Scheucher.
Joes und Angelas Ehe steckt in der Krise, als das scheinbar perfekte Nachbarpaar Piña und Hawk zum Abendessen kommt. Aus höflicher Konversation wird im Lauf des Abends ein schonungslos offener Abend, bei dem alte Wunden aufbrechen. Ein Kammerspielfilm von Olivia Wilde.
4 Ministranten aus einer armen Gemeinde in Polen, frustriert über die Gleichgültigkeit von Kirche und Erwachsenen gegenüber sozialer Ungerechtigkeit, werden auf eigene Faust zu moralischen Richtern. Mit Hip-Hop-Energie erzählt der Film über Glauben, Pubertät und Heuchelei, eigenständig in Ton und Perspektive. In Anwesenheit des Regisseurs Piotr Domalewski.
„Mir geht’s um die Menschen“, das vierte Studioalbum des Wiener Rappers Monobrother (VÖ: 15. September, Honigdachs), versteht sich als Utopie einer lebenslangen Kabane im Gänsehäufel für alle. Die Menschen, die er in schwarzhumoriger Rollenprosa zeichnet, wirken wie Karikaturen aus einer Deix-Collage: autoritärer Kleinbürger, opportuner Sozi-Funktionär, Internetjunkie, Fernsehphilosoph.
Pippa verbindet poppige, tanzbare Melodien mit experimenteller Elektronik und ruhigen Instrumentals. Ihre hoffnungsvollen Texte wechseln zwischen direkter Offenheit und märchenhafter Abstraktion, immer eindringlich und vertraut.
Dieser frühe Film von Roberto Rossellini gilt als Schlüsselwerk des italienischen Neorealismus. Im Mittelpunkt steht die schwangere Pina (Anna Magnani), die im besetzten Rom für ihren Verlobten im Widerstand kämpft, ein Sinnbild für Mut und Menschlichkeit im Krieg. Filmgespräch mit Paulus Ebner (Historiker und Leiter des Archivs der TU Wien) und Linda Erker (DÖW), OmeU....
Er war 2012 ein Senkrechtstarter. Mit zwanzig Jahren landete Ásgeir mit "Dýrð í dauðaþögn" ein Album, das mehr als jeder zehnte Isländer besitzt. Später übersetzte er es mit John Grant ins Englische, der Guardian verglich seine fragile Stimme mit Antony and the Johnsons. Aktuelles Album: "Julia" (2026).