Franz Josef Czernin überträgt seit Jahren Dantes Divina Commedia in eine moderne Form. Er betrachtet Literatur als historisch geprägt – nicht nur sprachlich, sondern auch sozial und kulturell. Sein Ziel: Dantes Werk mit heutiger Poesie in Verbindung setzen. Nach einer Lesung spricht Franz Josef Czernin in der Alten Schmiede mit Bernd Auerochs und Markus May.
Short Cuts (1993) von Robert Altman verknüpft die Schicksale von 22(!) Hauptfiguren in Los Angeles: Liebe, Betrug, Zufälle und Tragödien kreuzen ihre Wege. Basierend auf Raymond Carvers Geschichten zeigt der Film mit bissigem Humor und Tiefgang die Brüche des amerikanischen Alltags.
Eine Hommage an den Künstler Oskar Werner entgleist zur erbarmungslosen Auseinandersetzung über den Umgang der österreichischen Gesellschaft mit der Volksdroge Alkohol. Hinweis: Aufführung findet im Odeon Spitzer statt.
Proteste weltweit zeigen, dass Demokratie stets verteidigt werden muss – von Frauen, die Kopftücher verbrennen, über Bauern mit Traktoren bis zu Klimaaktivist:innen. Tareq Sydiq analysiert diese neue Protestkultur und ihre Wirkung auf Politik und Gesellschaft. Im Gespräch mit Robert Misik.
In seinem Roman „Hundert Wörter für Schnee“ erzählt Franzobel von Minik, einem Inughuit (Inuit in Grönland), den der Abenteurer Robert Peary 1897 nach New York bringt. Dort wird er "ausgestellt". Franzobel verknüpft historische Tragik mit modernem Witz und Gesellschaftskritik. Im Literaturhaus Wien wird Franzobel erstmals aus Hundert Wörter für Schnee lesen, moderiert wird der Abend von der Literaturkritikerin Julia Zarbach.
Die junge Krankenschwester Floria kämpft sich durch eine Nachtschicht im Krankenhaus. Leonie Benesch verkörpert eindrucksvoll die Belastung und Routinen des Pflegealltags. Der Film wirkt fast dokumentarisch und setzt dem überforderten Personal ein Denkmal. Ein Film von Petra Volpe.
Die Berliner Band (mit Wiener Wurzeln) "Ja, Panik" ist 2024 mit dem neuen Album "Don’t Play With the Rich Kids" zurückgekehrt und haben dafür auch ihr eigenes neues Label gegründet. Am Abend im WUK ist mit politischen Rocksongs zu rechnen.
Mary Ellen Mark (1940–2015) war eine bedeutende Fotografin der humanistischen Fotografie. Sensibel porträtierte sie ab den 1960er-Jahren Menschen am Rand der Gesellschaft, oft Frauen und Mädchen. Das Fotomuseum WestLicht ehrt sie nun mit einer Schau.
Regisseur Wong Kar-wai erschafft mit poetischer Bildsprache, intensiven Farben und langsamen Kamerafahrten eine melancholische Atmosphäre. Präzise komponierte Einstellungen, enge Räume und raffinierte Lichtspiele verstärken die subtile Spannung und die unerfüllte Sehnsucht. Im Rahmen der Filmreihe Planet Hongkong.
Seit 2014 tobt der Krieg in der Ukraine, eskalierend bis zur russischen Vollinvasion 2022. Trump könnte nun ohne Kyjiw über die Ukraine mit Putin verhandeln. Historikerin Franziska Davies diskutiert mit Cathrin Kahlweit über Kyjiws Optionen, die EU und Osteuropas Zukunft.
Krzysztof Dobrek bereichert das Akkordeonfestival erneut mit einer neuen Formation. Der polnische Akkordeonist tritt mit Schauspieler Cornelius Obonya und Geigerin Johanna Kugler auf – ein Trio, das für musikalische und theatrale Highlights sorgt. Ein Konzert im Rahmen des Akkordeonfestivals.
Die totalitäre Diktatur Baschar al-Assads und seines Familienclans ist Geschichte, islamistische Milizen eroberten das Land von al-Assads Armee zurück. Der Dokumentarfilm aus dem Jahre 2020 macht die regionalen und internationalen Ebenen des Konflikts um Macht und Einfluss deutlich. Die Sendung ist bis 7.3.2025 zu sehen.
1975 legten 90 % der isländischen Frauen für einen Tag ihre Arbeit nieder, verweigerten Haus- und Kinderarbeit und brachten das Land zum Stillstand – ein Meilenstein, der Island zum „besten Ort der Welt, um eine Frau zu sein“ machte. Ein Film von Pamela Hogan. Im Anschluss an den Film findet eine Podiumsdiskussion statt.
Ein Abend mit Tim Tercero, einem in Wien lebenden US-Singer-Songwriter. Sein Stil vereint poetisches Storytelling mit viel Emotion – inspiriert von The Head and the Heart, Damien Jurado und Bright Eyes. Eine Mischung aus Folk, Indie und Soul.
Als Bewohner eines Tiny House verschwimmen für Mario Wurmitzers Ich-Erzähler Privatleben und Öffentlichkeit, denn sein Wohnen wird gestreamt. Nach einer Kündigung wechselt er naiv-fröhlich die Jobs. Die Satire entlarvt Konsum, Selbstoptimierung und digitale Konformität. Leseempfehlung! Nach der Lesung spricht Wurmitzer mit Moderator Johannes Tröndle.
Graz, 1963: Franz Murer, Ex-Leiter des Ghettos von Vilnius, steht wegen Kriegsverbrechen vor Gericht. Trotz erdrückender Beweise will man die Vergangenheit begraben. „Murer“ zeigt die Machtlosigkeit der Wahrheit und Politik ohne Moral. Ein bedrückender, aber wichtiger Film von Christian Frosch.
Verwurzelt in lebendiger Tradition, vereint mit Jazz- und Neofolk-Harmonien, führt das Repertoire des Trio Abbal mit zeitlosen Tänzen und Liedern musikalisch vom Vesuv nach Apulien, Sizilien und Kalabrien.
13 Länder, 13 Songs, 13 Personen, 9 Sprachen, Live-Voting – Europas größte Musikshow im kleinsten Theater Wiens! Unter „Unity in Diversity“ feiern und überdreht das Ensemble ein ikonisches Format in einem fulminanten Abend voller Pop, Performance und Humor. Eine Reservierung ist sehr anzuraten. Kontaktdaten auf der Webseite.
Das 1849 gegründete Unternehmen Backhausen prägte Wiens Textilgeschichte. Ab 1903 arbeitete es mit Künstler*innen wie Hoffmann, Moser und Wagner zusammen und wurde Hauptlieferant der Wiener Werkstätte, u.a. für die Ausstattungen des Sanatorium Purkersdorf 1904/05.
Souleymane, ein Flüchtling aus Guinea, arbeitet illegal als Fahrradkurier in Paris. Er braucht dringend Geld, um eine "Asylgeschichte" zu kaufen. Nur zwei Tage bleiben ihm, um die Beamten zu überzeugen. Im Anschluss an den Film findet eine Podiumsdiskussion zum Thema "Essenskuriere in Wien" statt, u.a. mit Fabio Hofer, dem Kurator der Ausstellung „Zwischen Pick Up & Drop-Off“ im Wien Museum.
Die Voodoo Jürgens Clubtour, 2024 als Experiment gestartet, wurde zum gefeierten Highlight. Nun folgt Runde zwei – und das Live-Album „Wien bei Nacht“. Das Album (das nicht im Handel erhältlich ist) vereint die besten Performances der ersten Clubtour und wird folgerichtig zum Start der zweiten Runde präsentiert werden und ist bei den Konzerten zu erstehen. Am Freitag 14.3. ist Voodoo Jürgens im Reigen zu sehen.
In dieser Neo-Noir-Killerkomödie von Wong Kar-wai irren fünf Menschen durch Hongkongs Nacht – ein Killer, seine Agentin, seine Ex, ein stummer Kleinkrimineller und Cherry. Doyles Kamera und Chans Soundtrack erschaffen einen visuellen und musikalischen Großstadtrausch. Im Rahmen des Planet Hongkong Schwerpunkts im Filmmuseum.
Eine Erzählerin führt durch Erics und Margots Geschichte: Zwei Holocaustüberlebende kämpfen in Paris mit ihrem Trauma, erleben Höhen und Tiefen und reflektieren ihre jüdische Identität. Das Stück thematisiert Resilienz, den Holocaust und seine Aufarbeitung. Ein Theaterstück mit Tanz und Musik von Elise Hofner und Samuel Machto.
Ein älteres Ehepaar aus der UdSSR kämpft nach der Einwanderung nach Israel mit Sprachbarrieren und Jobsuche. Sie arbeitet heimlich bei einer Sex-Hotline, er in einem fragwürdigen Filmjob. Ein ironisch-lakonischer Film von Evgeny Ruman über kreative Überlebenskünstler.
Berlioz (Ted Jasper), verbindet britischen Jazz mit Downtempo Deep House. Sein neues Album „open this wall“ verfeinert diesen Sound. Sein musikalisches Motto geht in die Vollen und lautet: „Wenn Matisse House Music machen würde.“
Amir und Hassan sind zwei unzertrennlichen Freunde im Kabul der frühen 70er Jahre. Als die russische Armee in Afghanistan einmarschiert, trennen sich die Wege der beiden Kinder. Amir wächst in Amerika auf und Hassan in einem Land, das in Bürgerkriegen, Besetzung und in der Schreckensherrschaft der Taliban versinkt. Nach 20 Jahren in Amerika führt ein Telefonanruf Amir zurück in seine Heimat, und er macht sich auf die gefährliche Reise durch eine fremde, zerrissene Welt, um Hassans Sohn aus den Händen der Taliban zu retten.
Sir Tralala erobert Playlisten & Bühnen mit Songs über Liebe und Krisen. Von der FM4-Hitsingle „Heute reiß ich mir mein Herz raus…“ bis zur zarten Coverversion von „I Wanna Dance with Somebody“ – seine Musik trifft ins Herz.
Simon Schaupp zeigt, dass Arbeit, Natur und Umweltpolitik untrennbar verbunden sind. Seine Analyse der ökologischen Krise als „Stoffwechselpolitik“ beeindruckt. Anhand historischer Beispiele verdeutlicht er, wie Natur und Arbeit sich gegenseitig beeinflussen. Durch den Abend führt Robert Misik.
Als der kranke Lev Kato kennenlernt, entsteht eine tiefe Freundschaft, die ihnen im kommunistischen Rumänien Halt gibt. Jahre später ist Kato fort, nur ihre Postkarten bleiben. Dann erreicht Lev eine aus Zürich: „Wann kommst du?“ Iris Wolffs Roman erzählt poetisch von Erinnerung, Verlust und Verbundenheit. Weitere Termine: MO 17.3. Literaturhaus Salzburg und MI 19.3. Stadtbibliothek Innsbruck
Die Fab Four kehren auf die Leinwand zurück – und auf Österreichs Skipisten! Verfolgt von einem Kult und einem Wissenschaftler, jagen sie einem Ring mit Weltherrschafts-Potenzial nach. Skurrile Gags, Hits aus dem Titelalbum und Szenen aus Obertauern machen den Film von Richard Lester legendär.
Otto Wagners Kirche St. Leopold am Steinhof ist Europas erste moderne Kirche und ein Wiener Architekturjuwel. Sie thront auf dem höchsten Punkt einer psychiatrischen Spitalsanlage. Die Führung bietet Einblicke in die Geschichte und Gestaltung der Kirche. Eine Anmeldung ist erforderlich. Weitere Termine in den kommenden Monaten sind hier gelistet.
Die Ausstellung zeigt den Wandel des Winters in Wien: Von schneereichen Kindheitserinnerungen zu zunehmend milden, schneelosen Wintern. Die Durchschnittstemperatur im Januar stieg seit 1873 um über 2°C an. In vier Kapiteln beleuchtet "Winter in Wien" die klimatischen und sozialen Veränderungen. Die Ausstellung ist bis 16.3.2025 zu sehen.
Bereits zum 19. Mal präsentiert das MAK die Ergebnisse des Grafikdesignwettbewerbs, der einmal mehr die Lebendigkeit und Aktualität des Mediums Plakat unter Beweis stellt. Mit 100 ausgezeichneten Plakaten. Zu sehen bis 16.3.2025.
Das Rap-Trio Kneecap aus Belfast provoziert mit irischsprachigen Texten und rebellischen Beats. Während Ruhm und Exzess locken, kämpfen sie mit Identität, Politik und Drogen. Der fiktional angereicherte Film von Rich Peppiat ist mehr als ein Musikfilm – es geht um Rebellion, Selbstfindung und Zusammenhalt. Der offizielle Kinostart des Films ist am 21.3.
Von der Lange Gasse Nr. 7, vor dem Haus, in dem Bettauer dem Attentat durch Otto Rothstock zum Opfer fiel, lädt Kulturpublizistin Evelyn Steinthaler zu einem gemeinsamen Spaziergang ein und vermittelt biografische Details zu Hugo Bettauer. Weitere Informationen und Anmeldung unter: post@evelynsteinthaler.com.
In einem Podiumsgespräch diskutieren drei Kulturwissenschaftlerinnen Hans Haackes kritische „Gegen-Erinnerung“ im Kontext der NS-Vergangenheit, deren Kontinuitäten nach 1945 und Auswirkungen bis heute. Es geht um seine Strategien im österreichischen gesellschaftspolitischen Umfeld und aktuelle Erinnerungskulturen.
Im Literaturhaus Wien wird G.W. Pabsts Verfilmung des Hugo-Bettauer-Romans Die freudlose Gasse mit Greta Garbo, Valeska Gert, Asta Nielsen und Werner Krauß, Drehbuch von Willy Haas aus dem Jahr 1925 gezeigt. Ort der Handlung eine Gasse in Wien-Neubau, in der das Wiener „Lumpenproletariat“ sein Auslangen zu finden sucht. Einleitung durch die Historikerin Karin Moser und die Kulturpublizistin Evelyn Steinthaler. Nach dem Film findet ein Publikumsgespräch statt.
Podiumsdiskussion zu Leben und Werk von Hugo Bettauer mit Peter Huemer und Barbara Staudinger. Evelyn Steinthaler liest aus Hugo Bettauers Erfolgsroman "Die Stadt ohne Juden".
Bernhard Wengers Debüt(lang)film „Pfau, bin ich echt?“ ist eine satirische Kritik an der Dienstleistungsgesellschaft und fragiler Männlichkeit. Bekannt wurde der Salzburger Regisseur mit Kurzfilmen über Beziehungsprobleme. In der Hauptrolle ist Albrecht Schuch als gesellschaftliches Chamäleon Matthias zu sehen, der jeden Tag ein anderer sein kann. Im Anschluss an den Film erzählen Bernhard Wenger (Regie & Buch), Rupert Höller (Schnitt), Ines Vorreiter (Sounddesign) und Albin Wildner (Kamera) von der Erfahrung, ihren ersten Kinofilm zu realisieren. Das Gespräch führen Elli Leeb (Cinema Next) und Jakob Widmann (ÖFI).
Mini und Miki versuchen, in einer chaotischen Welt zu bestehen, doch Gefahren und Absurditäten lauern überall. Das Stück MINIHORROR von Aslı Kışlal nach einem Buch von Barbi Marković zeigt den täglichen Kampf ums Glück und die Angst vor dem Abgrund. Die Uraufführung begleitet die Buchveröffentlichung im Residenz Verlag.
Laurent Binet verbindet Historie mit Fiktion und spielt mit alternativen Perspektiven. In seinem neuen Roman Perspektiven entführt er ins Florenz der Renaissance, wo ein rätselhafter Mord die Kunstwelt erschüttert. Im Literaturhaus Wien spricht er mit Florian Baranyi über seinen Roman.
Der Stadt Wien schwebt ein "Kulturcluster Arsenal" vor und am Freitag, den 21.3. um 19:00 wird ein wichtiger Bestandteil dieses Clusters eröffnet: das Foto Arsenal Wien. Im Grunde dauert die Eröffnung aber auch an an den beiden folgenden Tagen an, bei freiem Eintritt und einem umfangreichen Programm kann das Foto Arsenal besucht werden.
Anja Om und ihr Ensemble garantieren große Gefühle und einen bunten Abend. Inspiriert von Björk & Co., verbindet sie Mehrstimmigkeit, Improvisation und Pop. Der Wiener Schmusechor sorgt mit mitreißenden Performances für Gänsehaut und setzt ein Zeichen gegen Diskriminierung.
Der Film erzählt die Geschichte einer Wiener Klavierbauerfamilie (1888–1945) im Wandel der Zeit. Besetzt mit einst „Gottbegnadeten“, zeigt er den bruchlosen Umgang Österreichs mit seiner Vergangenheit – und bleibt dennoch bis heute Kulturgut. Im Rahmen der Retrospektive zu Karl Hartl.
Tocotronic prägten den deutschen Pop mit einzigartigen Texten und Wortspielen wie „Zeitverfluggeschwindigkeit“. 1993 als Trio gegründet, sind sie nach Jahren als Quartett wieder geschrumpft. Mit Golden Years bleibt die Band sich treu und entwickelt sich weiter.
In Putins Russland werden Kritiker verfolgt, Sorokins Bücher zensiert und verboten. Der bekannte Schriftsteller lebt seit dem Ukraine-Krieg in Berlin und beobachtet die Entwicklung seines Landes mit Sorge, Bitterkeit – aber auch mit Hoffnung. Eine Matinee mit Wladimir Sorokin und Cathrin Kahlweit. Philipp Hauß liest aus "Doktor Garin" von Wladimir Sorokin.
Jim Dines experimentiert mit Techniken und Materialien und behandelt Themen wie Jugend und Alter. Seine Bildmotive symbolisieren seine Gefühle, und die Ausstellung zeigt seine Leidenschaft für Druckgrafik. Die Ausstellung ist bis 25.3.2025 in der Albertina zu sehen.
Vor hundert Jahren sorgt die Ermordung des österreichischen Journalisten und Schriftstellers Hugo Bettauer international für Schlagzeilen. Der erfolgreiche Autor war durch seine konfrontativ-sozialkritische Haltung in der Ersten Republik zum erklärten Feindbild nicht nur rechtsradikaler Kreise erklärt worden. Eine Sendung von Christine Marth.
Die erste lebende Sprache, die an der Universität Wien neben Deutsch unterrichtet wurde, war Tschechisch. Bereits im Oktober 1775 wurde die Lehre der tschechischen Sprache und Literatur eingeführt. Das Jahr 2025 birgt somit das 250-jährige Jubiläum der Bohemistik in Wien. Wien Museum Direktor Matti Bunzl im Gespräch mit dem Slawisten Stefan-Michael Newerkla.
Libuše Jarcovjákovás Buch T-Club zeigt das geheime Leben eines LGBTQ+ Clubs im Prag der 1980er. Trotz politischer Repression war der Club ein verborgener Zufluchtsort und Symbol der Freiheit in der sozialistischen Tschechoslowakei.
Die fünf Musiker:innen vereinen Balkanrhythmen, jüdische Melodien, Gypsy Jazz und orientalische Klänge. Ihr Repertoire in sieben Sprachen spiegelt ihre Offenheit für vielfältige Musiktraditionen und beeindruckt mit emotionaler und rhythmischer Vielfalt.
Daniela Pes, eine spannende Stimme der italienischen Musik, verbindet Jazz, sardischen Dialekt und Elektronik zu einem einzigartigen Sound. Ihr Debütalbum „Spira“ entstand in drei Jahren und mischt archaische Muster mit futuristischen Klängen. Daniela Pes - Carme (Wie schön!)
Warhaus kehrt mit dem Album Karaoke Moon zurück. Die Single "Where The Names Are Real" beginnt ruhig mit Akustikgitarre und Backgroundgesang, entwickelt sich aber zu einem dynamischen Stück mit Streichern, Orgel und markanter Stimme von Maarten Devoldere.
Am 28. & 29. März 2025 lädt das Sinnesrauschen Festival ins Haus der Musik: 8 Acts, magischer Atmosphäre und der Vielfalt der österreichischen Musikszene. Zwei Tage voller Beats, Melodien & Emotionen!
Kuratorin Kathrin Pokorny-Nagel führt durch die Schau zur Typografie in der Plakatkunst. Von den Secessionsplakaten Klimts bis zum zeitgenössischen Design von Arnulf Rainer und Stefan Sagmeister zeigt sie die Entwicklung der Schriftgestaltung im Plakat.
Der 9-jährige Rico wandert mit seiner Mutter in den 1970ern von Haiti nach Kanada aus. In der fremden Umgebung hilft ihm sein unsichtbarer Freund, die neue Welt zu verstehen. "Kanaval" des kanadischen Regisseurs Henri Pardo thematisiert Migration, Identität und kulturelles Erbe. Der Film wird nochmals am 7.4. im Kino De France gezeigt.
Im Film von James Mangold "A Complete Unknown" spielt Timothée Chalamet den jungen Bob Dylan, der in den 1960er Jahren die New Yorker Folk-Szene aufmischt. Der Film zeigt seinen Aufstieg zum Star und den kontroversen Wechsel zur E-Gitarre beim Newport Folk Festival 1965. Der Film ist vor allem durch die schauspielerischen Leistungen geprägt, allen voran die von Chalamet. Zwei Aspekte schmälern den positiven Eindruck: eine gewisse Länge im letzten Drittel des Films und die allzu blank polierten Figuren. Aber einen Platz in der 42C-Kategorie hat der Film sicher.
„Für immer hier“ erzählt die Geschichte von Eunice Paiva, deren Mann in der brasilianischen Militärdiktatur verschwand. Still kämpft sie für Gerechtigkeit. Regisseur Walter Salles zeigt mit ruhiger Intensität ihren Widerstand. Fernanda Torres brilliert in der Hauptrolle.
Besitzer:innen einer Jahreskarte der Wiener Linien haben am Sonntag die Gelegenheit, die drei Ausstellungen im MUMOK (jeweils mit Führung) anzusehen, z.B. Mapping the 60s oder die neue Ausstellung Nie endgültig! Das Museum im Wandel.
In dieser Dystopie vom Höhepunkt des Kalten Kriegs sorgt ein Computerfehler für den Befehl eines US-Bombengeschwaders, Moskau anzugreifen. Die Welt steht am Rande einer nuklearen Katastrophe – mit Henry Fonda als besonnenem US-Präsidenten in einem Film von Sidney Lumet.
Der Politikwissenschaftlers Ondřej Slačálek analysiert in seinem Vortrag moderne Nationalismen in Europa und Nordamerika im Gegensatz zu Julia Kristevas Idee einer inklusiven Nation. Im Fokus stehen Fragen wie: Ersetzt Abgrenzung das kulturelle Nationskonzept? Was bedeuten Souveränität und Demokratie heute? Welche Rolle spielen Ungleichheit und Industrie? Vortrag und Diskussion in Englisch.
1968 erlebt Libuše Jarcovjáková den Einmarsch in Prag und beginnt, das Leben in Bildern festzuhalten. Klára Tasovskás Film verbindet Jarcovjákovás Fotos mit Tagebuchtexten und experimentellem Sound. Die rohe Ästhetik fängt die Magie und Spontaneität der Aufnahmen perfekt ein.
"Tanz der Vampire" von Roman Polański ist viel mehr als ein Vampirfilm: Hinter Humor und Schneelandschaften verbirgt sich eine Parabel über Macht und Angst. Polański verwebt Satire mit Tradition und Verfolgung – ein wenig Schauer mit viel Komikpotential. Mit einer Einführung von Klaus Davidowicz.
Der Dokumentarfilm Dear Beautiful Beloved von Juri Rechinsky zeigt das Leid und die Herausforderungen des Ukraine-Kriegs. Nach der Vorführung gibt es eine Diskussion mit dem Regisseur über Traumata, Waffenstillstand und die Rolle der EU beim Wiederaufbau. An diesem Abend ist der Regisseur anwesend und es gibt ein Q&A in englischer Sprache.
Am 1.12.1944 erschießen französische Truppen nahe Dakar senegalesische Soldaten, die gerechte Entlohnung fordern. Regisseur Ousmane Sembène rekonstruiert das Massaker als Lehrstück über Rassismus – der Film war im Senegal und Frankreich jahrelang verboten.
Österreich, 1988: Missbrauchsfälle in einem katholischen Internat belasten die Liebe von Johannes und Geri. Während Johannes malt, will Geri nach Wien fliehen. In Lisa Wentz’ Stück hinterlässt das tabuisierte Trauma über Generationen hinweg unauslöschliche Spuren.
Kaum ein Vergnügungspark ist so eng mit der Identität einer Stadt verbunden wie der Wurstelprater mit Wien. Seiner über 250-jährigen Geschichte und seiner bunten Gegenwart widmet sich das Pratermuseum an dem neuen, zentralen Standort direkt neben dem Wiener Riesenrad. Der Historiker und Kurator Werner Michael Schwarz führt durch die Ausstellung. Als Vorab-Information gibt es im Magazin des Wien Museums einen lesenswerten Artikel: "Als der Geist aus der Flasche gelassen wurde"
2023 beauftragten Innen- und Justizministerium das DÖW mit einem jährlichen Rechtsextremismusbericht. Der erste, 196-seitige Bericht analysiert Akteur:innen, Ideologien, Netzwerke und neue Trends. Ein Gespräch mit Bernhard Weidinger, dem Leiter der Abteilung Rechtsextremismusforschung am Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes Treffpunkt: Eingang Dunkelkammer, Neustiftgasse 1. Anmeldung ist erwünscht.
Christoph Ransmayr liest zum 10-jährigen Jubiläum des Literaturmuseums aus seinem „Atlas eines ängstlichen Mannes“. In 70 Episoden führt das Buch um die Welt und kartografiert innere Erfahrungen. Die Lesung ist frei, eine Anmeldung ist nicht nötig.
Viel zu selten erfährt man etwas von aktueller afrikanischer Literatur. Abubakar Adam Ibrahims Zeit der Glühwürmchen verbindet Übernatürliches und Realität. Der Maler Yarima Lalo sucht mit seiner Geliebten Aziza nach Spuren seiner früherer Leben und erkennt: Rache führt zum Tod, Vergebung zum Leben. Ein vielversprechender Roman des nigerianischen Autors, kürzlich erschienen im Residenzverlag.
Guido Wertheimers Text folgt Jason auf der Suche nach seinen jüdischen Vorfahren – von der bolivianischen Salzwüste bis Tel Aviv. Er verliebt sich in den Hacker Liebeskind, der Nazi-Vermögen umverteilt. Ein gefährliches Roadmovie beginnt, begleitet von Geistern und einem drohenden Countdown. Regie Stephan Kimmig.
Freier Eintritt & spannende Führungen: Am 3. April 2025 lädt das Dorotheum von 18–21 Uhr in die sechs Museen der Österreichischen Nationalbibliothek ein – Prunksaal, Literatur-, Papyrus-, Globen-, Esperantomuseum & Haus der Geschichte Österreich.
In Fleur Fortunes Sci-Fi-Debüt kämpfen Mia (Elizabeth Olsen) und Aaryan (Himesh Patel) in einer dystopischen Welt um das Recht auf ein Kind. Die kaltherzige Gutachterin Virginia (Alicia Vikander) unterzieht sie einem bizarren Test, der zunehmend in Psychoterror ausartet.
Theokratische Diktaturen unterwerfen Frauen, reduzieren sie auf Reproduktion und schließen sie aus dem gesellschaftlichen Leben aus. Lydia Mischkulnig, Brigitte Schwens-Harrant und Christa Zöchling sprechen über und lesen aus "Lolita lesen in Teheran" von Azar Nafisi und "Der Report der Magd" von Margaret Atwoood.
Maja wird im 19. Jahrhundert mit Fischer Janne verheiratet und zieht auf die abgelegene Insel Stormskär. Trotz harter Arbeit und Krieg findet sie ihren eigenen Weg und erlangt Unabhängigkeit. Regisseurin Tiina Lymi Stormskärs Maja fängt eindrucksvoll diesen Wandel ein. Premiere am 3. April 2025 in Anwesenheit von Regisseurin Tiina Lymi mit Gespräch im Anschluss.
Sahra Halgans Album Hiddo Dhawr (2024) verbindet somalische Tradition mit Funk, Blues und Garage-Rock. Ihre ausdrucksstarke Stimme erzählt poetisch von Liebe und Politik, begleitet von Tuareg-Klängen, funky Bass und 70er-Jahre-Sound. Hörprobe: Sahra Halgan - SHARAF (Da ist rockiger Pfeffer dahinter)
The Franklin Electric ist ein Indie-Folk-Projekt aus Montreal, das vom Singer-Songwriter und Produzenten Jon Matte geleitet wird. Das Projekt, das sich aus einem Kollektiv von Freunden und Musikern entwickelt hat, zieht heute mit seinem intimen und gefühlvollen Sound das Publikum weltweit in seinen Bann. The Franklin Electric - Choices
Der Film "Sing Sing" erzählt die wahre Geschichte von John "Divine G" Whitfield (Colman Domingo), der im Hochsicherheitsgefängnis Sing Sing einsitzt und seine Leidenschaft für das Theater entdeckt. Durch das Programm "Rehabilitation Through the Arts" gründet er eine Theatergruppe, die Insassen Hoffnung und Selbstverwirklichung bietet. Der Film beleuchtet die Kraft der Kunst im Gefängnisalltag.
1961 stürmten Sängerin Abbey Lincoln und Drummer Max Roach den UN-Sicherheitsrat, um gegen die Ermordung des kongolesischen Premierministers Patrice Lumumbas zu protestieren. Weitere Demonstranten sorgten für Tumult – Hintergrund war die Dekolonisation und Kongos Unabhängigkeit. Der Dokumentarfilm von Ohan Grimonprez geht dieser Geschichte nach.