Im Remake des "unsterblichen" Vampirfilms Nosferatu kreiert Eggers eine Neuinterpretation des Bram Stoker Stoffes mit beeindruckenden Stadt-, Burg- und Landschaftsbildern und einer sexuell hochgeladenen Story. Zur Einordnung in die Tradition der Nosferatus bietet das Gartenbaukino die Gelegenheit, das Original aus dem Jahr 1922 und das Remake von Werner Herzog (mit wem sonst als Klaus Kinski in der Hauptrolle) zu sehen.
In dieser Twist-Folge geht es u.a. um Wien, der Urbanist Eugene Quinn führt auf seiner Tour „Vienna Ugly“ zu den - seiner Meinung nach - „hässlichsten“ Gebäuden der Stadt. Er fragt: Warum ist „Hässlichkeit“ manchmal spannender als „Schönheit“?
Den Tourismus als wichtigen Wirtschaftsfaktor etablieren und das Bild nach außen aufpolieren, diese beiden Aspekte versucht die Ausstellung "Holidays in Austria" im Haus der Geschichte zu thematisieren.
Leiwand & leiwand: Das Wienerliedduo Die Strottern (Klemens Landl & David Müller) spielt in größerer Besetzung mit Musikern der JazzWerkstatt Wien auf – ein Hörerlebnis!
Barbi Marković verknüpft in ihrem Piksi-Buch Jugoslawiens Zerfall mit dem Fußball-WM-Trauma. Es erkundet Rollenbilder, Sport als Identitätsstifter und erinnert an eine Vater-Tochter-Beziehung bei Stadionbesuchen – bissig und vielschichtig.
Vom 8.1. bis zum 17.1. kann man in die Geschichte Österreichs eintauchen und da das hdgö seinen Kassenbereich umbaut, gibt es die Möglichkeit bei freiem Eintritt Geschichtskunde zu betreiben.
Werner Herzogs Nosferatu verbindet Verfall, Tod und Sehnsucht mit einer ordentlichen Prise Melancholie. Klaus Kinskis Intensität und atemberaubende Landschaften prägen den Film, der Dracula als tragische, einsame Figur voller innerer Zerrissenheit zeigt. Mit Isabelle Adjani und Bruno Ganz in weiteren Hauptrollen.
Die "Commedia all’italiana" prägte von den 1950ern bis 1980ern die italienische Filmszene. Das Filmmuseum widmet den Regisseuren Luigi Zampa und Luciano Salce eine umfassende Werkschau, ihre Filme geben satirisch-sozialkritische Zeitbilder und scharfe Gesellschaftsporträts wieder. Die Filmreihe ist bis 26.2. zu sehen.
„Fantozzi“ ist eine italienische Komödie von Luciano Salce über den Büroangestellten Ugo Fantozzi, der im chaotischen Alltag zwischen absurden Kollegen, peinlichen Pannen und herrlich überzogenen Situationen um sein Glück kämpft. Kultig und komisch!
Der Film von Fritz Lehner basiert auf Franz Innerhofers gleichnamigen Roman. Er schildert das harte Leben des jungen Franz auf einem Bauernhof, geprägt von Gewalt und Unterdrückung, und beleuchtet die düsteren Seiten der ländlichen Arbeitswelt. Von konservativen Kreisen wurde der Film massiv kritisiert.
Seit 35 Jahren kämpft das Aktionstheater künstlerisch gegen den Rechtsruck und den moralischen Verfall an – ohne Erfolg. So lautet das Eingeständnis des Ensembles und voller Scham wird bekundet: "Wir haben versagt." Eine performative Selbstanklage mit guter Musik.
Die Ausstellung zeigt Alfred Kubins (1877-1959) Blick auf die Welt des Bösen, das vorherrschende Thema seines Lebens und seines Werks. Die Ästhetik des Bösen erweist sich bei ihm als Gegenentwurf zur Idylle, dem bewussten Ausblenden einer abscheulichen Realität. Die Ausstellung läuft bis zum 12.1.2025
Der Film von Stefan Ruzowittzki erzählt von sieben Mägden und Knechten, die nach dem Tod ihres tyrannischen Bauern dessen Hof erben. In einem österreichischen Dorf im Mühlviertel der 1930er-Jahre kämpfen sie gegen Misstrauen der Dorfbevölkerung und Gewalt, während sie eine gemeinschaftliche Lebensweise aufbauen. Großartige schauspielerische Leistung von Sophie Rous und Simon Schwarz.
Der Klimawandel prägt zeitgenössische Kunst und schafft durch interdisziplinäre Projekte visuelle und emotionale Zugänge zur Klimabewegung. Kann Kunst solche Verbindungen stärken? Zu diesem Thema diskutieren: Sophie Haslinger, Bernhard Kernegger und Helga Kromp-Kolb. Moderiert wir die Gesprächsrunde von Marlene Nowotny.
Lydia Mischkulnig, Brigitte Schwens-Harrant und Christa Zöchling lesen aus Heinrich Böll Die verlorene Ehre der Katharina Blum oder: Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann und Philip Roth Der menschliche Makel und diskutieren über die beiden Bücher.
Das Haus, ein digitales Stück des Burgtheaters unter der Regie von Roman Senkl, verbindet Livestream-Theater mit Gaming-Elementen. In der Wiener Unterwelt verschwimmen Realität, Albtraum und Märchen. Beeindruckende Live-Effekte schaffen eine dichte, „creepy“ Atmosphäre. Link zum STREAM siehe unten.
In ihrem Buch „Sanfte Radikalität“ beschreibt Marinić einen möglichen gesellschaftlichen Wandel: Minderheiten stärken sich, Machtverhältnisse kehren sich um. Doch aggressive Stile und Selbstbezogenheit erschweren Dialoge und schrecken potenzielle Verbündete ab
Thomas Pronai huldigt dem Sound von Lou Reed und The Velvet Underground (1) und gestaltet mit seiner Band "The New Mourning" entsprechende Soundlandschaften, ein bisserl düster, aber schön.
Vielleicht passt es gerade in unsere Zeit: die Buben im Pelz übertragen den düsteren Sound von The Velvet Underground (2) ins Wienerische und am Donnerstag präsentieren sie Neues und Neuinterpretationen.
Die Fundació Mies van der Rohe, Barcelona und die Europäischen Union zeichnet neue architektonische Projekte in Europa aus. Die Preisträger werden im Architekturzentrum präsentiert. Die Ausstellung ist bis 20.1.2025 zu sehen.
Populismus stellt das „Volk“ den „Eliten“ polemisch gegenüber und nutzt demokratische Instinkte, wonach Recht vom Volk ausgeht. Seine Wurzeln, Spielarten und sein Potenzial, auch autoritär zu wirken, prägen viele politische Systeme weltweit. Robert Misik im Gespräch mit dem Politikwissenschaftler Kolja Möller und der Soziologin Carina Altreiter.
Mit diesem Film porträtiert Regisseurin Claire Simon über ein Jahr hinweg das Leben im Bois de Vincennes, einem Pariser Stadtwald. Sie zeigt, wie Menschen den Park als Erholungsort, Arbeitsplatz oder Refugium nutzen, und entwirft dabei eine ethnografische Landkarte voller Begegnungen. Französisches Original mit engl. Untertiteln.
Die Regisseurin Isabella Sedlak bringt den gleichnamigen Roman von Anke Stelling auf die Bühne. Die Hauptfigur Resi ist Schriftstellerin und Mutter von vier Kindern und lebt ein recht unkompliziertes Leben bis sie den Mittelpunkt ihres Lebens verliert, die Altbauwohnung, in der sie mit ihren Kindern lebt. Ein Stück mit viel Wut und Humor.
Im Rahmen der Ausstellung „Winter in Wien“ beleuchtet die Wissenschaftlerin des Jahres 2013 Erkenntnisse der Umweltgeschichte. Im Fokus: Fragen zur Entwicklung des Forschungsfelds, ökologische Perspektiven auf die Vergangenheit und Wiens Beziehung zur Donau. Das Gespräch mit Verena Viniwarter führt Kuratorin Lisa Noggler.Eine Anmeldung ist erforderlich (siehe Link).
Halim und Mina führen ein Kaftangeschäft in Salé und hüten Halims Geheimnis, dass er homosexuell ist. Als Mina erkrankt und Lehrling Youssef dazustößt, wird ihr Gleichgewicht erschüttert. Gemeinsam stellen sie sich ihren Ängsten und finden neue Wege.
The Zew kreiert mit Gitarreneffekten und Gesang einen „celestial“ Sound, verwurzelt in Folk und „Outsider“-Musik. Mit Augen als Symbol für den Female Gaze und neuem Album „Zazel Wants to Fly“ erkundet sie mit Bass und Schlagzeug neue Wege. The Zew - Black Feather (ausgesprochen schöner Song)
Der Abend ist quasi eine Doppelveranstaltung des Duos Nečemer/Schilling (die Jazz-Akkordeon und E-Gitarre kombinieren) mit Vertonungen von Ingeborg Bachmann Gedichten, vorgetragen von der Sängerin & Schauspielerin Susanne Kubelka.
Fünf Jahre nach "Mary & Max" gibt es wieder einen Animationsfilm des australischen Regisseurs Adam Elliot zu sehen. Trotz des düsteren Plots um ein getrenntes Geschwisterpaar schafft Elliot es wieder innerhalb der Szenen Tragik, Komik und Herzergreifendes auf wundervolle Weise zu vereinen. Vielleicht wurde der Veröffentlichungstermin in Österreich ja so gewählt, weil wir gerade nicht viel zu lachen haben. Spielzeiten ab Freitag, den 24.1. in den Nonstop Abo Kinos (OV mit Untertitel)
Der Dokumentarfilm ist eine Kooperation von israelischen und palästinensischen Filmemachern (Basel Adra, Hamdan Ballal, Yuval Abraham und Rachel Szor), wurde auf der letztjährigen Berlinale ausgezeichnet und polarisierte dort die Zuseherschaft. Manche sahen ihn als politische Instrumentalisierung, um Israel als "Apartheid"-Staat abzubilden, andere als gelungene Dokumentation über die "Besiedelung" Palästinas. Vielleicht sollte man sich eine eigene Meinung bilden. Spielzeiten ab Freitag, den 24.1. in den Nonstop Abo Kinos (OV mit Untertitel)
Welche Werte stehen in unserer Gesellschaft im Vordergrund? Sind sie etwas Ethisches oder Ökonomisches, oder noch etwas ganz anderes? Über diese und andere Fragen tauscht sich Philipp Blom mit Maja Göpel in der MQ Libelle aus. Anmeldung erbeten unter veranstaltung@mqw.at
Im Film von Edward Berger sorgt Kardinal Lawrence (Ralph Fiennes) mit einer unerwarteten Predigt für Aufruhr im Konklave. Machtkämpfe, Intrigen und Zweifel bestimmen die Wahl, die in einem spannenden Duell zwischen Idealen und Realpolitik gipfelt.
Liegt Winnipeg im Iran? In Matthew Rankins surrealer Komödie verschmelzen mühelos Orte, Sprachen und Epochen, unerwartet kreuzen sich unterschiedliche Schicksale, und das Zusammenführen des Unvereinbaren wird zum zentralen Prinzip.
Vom 4.9. bis zum 26.1.2025 sind in der Albertina Werke des US-amerikanischen Künstlers Robert Longo (*1953) zu sehen. Das sind zumeist auf Fotografien basierende mit Kohle nachgezeichnete, großformatige und sehr ausdrucksvolle Bilder.
In der "multisensorischen" Ausstellung schafft Anne Duk Hee Jordan auf zwei Ebenen eine ortsspezifische, fast magische Unterwasserwelt, in der Realität und Traum miteinander verschmelzen.
Der Untertitel der Veranstaltung bringt zum Ausdruck, worum es in diesem Kulturdiskussions-Brunch gehen wird: "wie der Rechtsruck in Europa die Kunst herausfordert". Der Autor Michal Hvorecky spricht mit Werner Schrempf und Silvia Petrova darüber, welche Auswirkungen rechte Politik auf liberale Kunst zum Beispiel in der Slowakei oder Bulgarien hat.
Ein stilles Drama über Moral und Mitläufertum: Tischler Tóno wird Verwalter eines jüdischen Ladens und gerät in einen Konflikt aus Mitgefühl und Anpassung. Der Oscar-Gewinner von 1966 berührt mit zeitloser Botschaft und starker Darstellung. Tschechische Fassung mit engl. Untertiteln
John Engelbert und Oskar „Ossi“ Bonde kreieren seit vielen Jahren als Johnossi sehr schönen Indiepop, sehr gitarrenlastig und gerne mit Effekten experimentierend. Johnossi - Air Is Free
In Fernando Solanas Film macht sich der 17-jährige Martin mit dem Rad von der Südspitze Argentiniens aus auf die Suche nach seinem Vater, der vor der argentinischen Militärjunta ins Exil floh. Seine Suche führt ihn quer durch den lateinamerikanischen Subkontinent und konfrontiert ihn mit wirtschaftlich und moralisch verwahrlosten, unter vielfältigen Formen der Ausbeutung leidenden Ländern. Mit diesem Film beginnt im Leokino die Filmreihe "In 14 Filmen um die Welt". An diesem Abend sind Dietmar Zingl (Mitbegründer des OPI) und Florian Widegger (Filmarchiv Austria) anwesend und führen in die Reihe ein.
Ein Stück von Hannelore Schmid und Thomas Toppler vom Herminentheater zum Thema Pflege. Bitterböse Satire, derber Humor und musikalische Einlagen sind zu erwarten. Das Ensemble des Herminentheaters ist zu Gast im TAG.
Johannes Kaup spricht mit der Kulturwissenschaftlerin und Migrationsforscherin Judith Kohlenberger darüber, wie sich in den vergangenen zehn Jahren seit der Flüchtlingswelle 2015, die Politik in Richtung "Neue Härte in Wort und Taten" entwickelt hat.
Russo liest im Literaturhaus Wien aus seinem Debutroman "Prinzip Ungefähr" um die Figuren Iggy, einem der nicht locker lässt, sich an einer Filmakademie zu bewerben und Masha, die ebenso viel Zeit mit Online-Dating wie mit ihrem Studium verbringt. Der Autor spricht danach mit Anna Katharina Laggner über das Buch.
Der Titel ist einem Nestroy-Stück entlehnt und inhaltlich ein wenig angelehnt. Ansonsten gehen die Regieverantwortlichen Alexander Pschill und Kaja Dymnicki aber eigene Wege und gestalten um die Figur eines Komissars (der eigentlich eine Komissarin ist) und einem Schlagersänger einen Theaterabend mit vielen humorvollen Momenten.
Vier Macher:innen sprechen über die Bedeutung von Literaturzeitschriften als Startpunkte für literarisches Schaffen. Moderiert wird der Abend von Lena Brandauer. Die Alte Schmiede ist übrigens ein Hort von rund 90 Literatur- und Kulturzeitschriften.
Der Film von Fritz Lehner basiert auf Franz Innerhofers gleichnamigen Roman. Er schildert das harte Leben des jungen Franz auf einem Bauernhof, geprägt von Gewalt und Unterdrückung, und beleuchtet die düsteren Seiten der ländlichen Arbeitswelt. Wie der Roman ist Lehners Film die Chronologie einer Kindheit, die von den umgebenden Menschen überschattet ist. Von konservativen Kreisen wurde der Film aufgrund seiner "realistischen" Darstellung der Bauernwelt massiv kritisiert. Filmbeschreibung auf der Filmarchiv-Website.
Ein Luxushotel, eine schäbige Absteige, ein Marktplatz, und hinter dem Stadttor: Nichts als Wüste. Tennessee Williams’ poetisches, selten gespieltes Traumstück "Camino Real" über gestrandete Figuren am Ende der Welt. Ein Stück voller Humor und Musik – Calexico, langjährige Wegbegleiter der Regisseurin Anna-Sophie Mahler, schreiben exklusiv neue Musik für die Inszenierung und stehen bei den Aufführungen auch live auf der Bühne.
Der aus Sizilien stammende charismatische Cantautore lebt nun schon fast 50 Jahre in Zürich und hat beschlossen von dort eine große "Band" mit nach Wien zu bringen. Gemeinsam mit einem Symphonieorchester wird er seine Lieder im Wiener Konzerthaus zum Besten geben.
Der Singer-Songwriter William "Longbeard" Fitzsimmons aus Pittsburgh beginnt seine Europatournee in Wien (er macht auch Halt in Graz und Salzburg) und stellt Songs seines neuen Albums vor. Ich kenne seinen Sound schon seit vielen Jahren und mir fällt auf, dass er sich immer mehr vom traditionellen Folk entfernt. Schöne Hörprobe: "On My Radar"
Österreich um 1900. Hans Trautendorffer, Journalist aus Wien, wettet gegen seinen Herausgeber Dr. von Stein, dass er ein ganzes Jahr das Leben als Knecht in einem Bergbauerndorf aushält. Bei seiner Rückkehr will Stein ihm 20.000 Kronen zahlen. Regisseurin Karin Brandauer hat das Leben am Land mit kritischem Blick eingefangen.