In All About Earthquakes treffen Kleists scheiternde Utopie (Das Erdbeben in Chili) und bell hooks’ Vision einer heilenden Liebe aufeinander. Mit 13 Schauspieler:innen und Live-Musik sucht das Stück unter der Regie von Christopher Rüping nach einem liebevollen Miteinander – und stellt die Frage: Können wir das Paradies überhaupt ertragen?
Peter Licht ist ein deutscher Musiker und Autor, bekannt für seinen Indiepop mit gesellschaftskritischen Texten. Sein Durchbruch gelang ihm 2001 mit dem Song „Sonnendeck“. Er kombiniert poetische Sprache mit ironischem Blick auf Konsum und Alltag . Sein aktuelles Album „Alles klar“ (2024) reflektiert persönliche Krisen und Naturerfahrungen.
In Auflösungen. erzählt Marlene Streeruwitz von der Lyrikerin Nina Wagner, die ein Semester in New York lehrt – im Frühjahr 2024, kurz vor Trumps Wiederwahl. Zwischen Selbstreflexion, Gewalt und US-Krisen wird die Stadt zum Spiegel ihrer eigenen Verluste und Hoffnungen. Lesung und Gespräch: Marlene StreeruwitzModeration und Gespräch: Florian Baranyi
Das Stück spielt im April 1945 und begleitet eine Wiener Hausgemeinschaft, die durch Keller und Kanäle vor der Roten Armee flieht. Es thematisiert Mitläufertum, Schuld und Verantwortung. Inszeniert von Marcus Ganser.
Das Filmerlebnis taucht in Björks spektakuläre Bühnenshow ein – von Klassikern bis Fossora. Mit einzigartigen Instrumenten, VR-Visuals und Dolby Atmos verschmilzt Musiktheater mit Kino. Unterstützt wird Björk von Viibra, Katie Buckley, Manu Delago, dem Hamrahlid-Chor und Bergur Þórisson.
Der österreichische Autor Daniel Wisser liest aus aktuellen und neuen Texten und spricht mit Alexandra Millner und Christian Zolles über seine Prosa. Thema sind seine grotesken Figuren, die reale Probleme spiegeln, sowie sein Sprachspiel. Anlass ist auch die Vernissage seines Projekts Unter dem Fußboden im Literaturhaus Wien.
Howe Gelb (*1956) ist ein US-Musiker und Mastermind von Giant Sand. Mit Wüstenklang, Lo-Fi-Charme und lakonischem Humor sprengt er seit den 80ern konsequent Genregrenzen zwischen Folk, Jazz, Rock und Americana. Seine Musik ist ebenso eigenwillig wie unvorhersehbar.
Mehr als 50 Konzerte, dazu noch D.J.s in den Gürtellokalen gibt es an diesem Abend. Teilnehmende Venues sind The Loft, Fanialive, Gürtelbräu Wien, Loop Wien, wienstation, Chelsea, COCO Bar, Weberknecht, Roter Bogen, Rhiz Vienna, Kramladen, Cafe Concerto, Café Carina & B72. Eintritt: Freiwillige Spende für einen guten Zweck.
"Sehnsucht" ist der Abschluss der Trilogie von Dag Johan Haugerud über zwei verheiratete Schornsteinfeger. Einer erlebt Sex mit einem Mann, der andere träumt von David Bowie. Der Film erzählt feinfühlig von Sehnsüchten, Geschlechterrollen und dem Versuch, eigene Grenzen zu verstehen.
„The Phoenician Scheme“ ist ein Spionagefilm im typischen Wes-Anderson-Stil: schräge Figuren, überbordende Erzählung, 50er-Jahre-Flair. Benicio del Toro spielt einen exzentrischen Industriellen, der mit seiner Tochter in ein Netz aus Intrigen gerät. Anderson bleibt sich (zu sehr?) treu.
Der Film von Gary Hustwit über Brian Eno wird mithilfe einer KI bei jeder Vorführung neu montiert – eine Hommage an den audiovisuellen Visionär. Statt klassischer Biografie entsteht ein experimentelles Kinoerlebnis an der Schnittstelle von Mensch und Maschine. Einführung von Michael Loebenstein.
Centroamérica ist ein politisches wie persönliches Fresko Mittelamerikas. Basierend auf der fesselnden Geschichte einer nicaraguanischen Frau, die vor der Diktatur fliehen musste, reflektiert das Stück humorvoll Revolutionen, gemeinsame Zukünfte und den unermüdlichen Geist der Menschen. Eine Aufführung des mexikanischen Kollektivs Lagartijas tiradas al sol.
Ein Bekannter, der die Ausstellung besucht hat, sagt darüber: "Diese Schau ist differenziert, verschweigt nichts, sucht aber ebenso wenig den Skandal: Ruhig, sachlich und informativ geht es zu - und das mit hohem Unterhaltungswert." Die digitale Produktion zeigt das Leben und Werk von Johann Strauss in all seinen Dimensionen und bietet auf einer Fläche von ca. 900 m² mit einem standortbasierten 3D Kopfhörer-Soundsystem die Möglichkeit, in das Leben des Komponisten einzutauchen. Johann Strauss - New Dimensions ist eine Dauerausstellung.
Die Ausstellung „Magnum. A World of Photography“ im FOTO ARSENAL WIEN beleuchtet die Geschichte der Fotoagentur Magnum Photos. Über 300 Werke aus sieben Jahrzehnten, darunter Archivfunde und zeitgenössische Perspektiven, zeigen, wie Fotografie flüchtige Momente in Ikonen verwandelt.
23 TAGE, 23 BEZIRKE Von 1. Juni im 1. Bezirk bis zum 23. Juni im 23. Bezirk lädt das WIR SIND WIEN.FESTIVAL zu einer außergewöhnlichen kulturellen Reise durch ganz Wien. Die Veranstaltungen des Festivals finden ausnahmslos bei freiem Eintritt statt!
In "Happy" erzählt Regisseur Sandeep Kumar vom Leben eines indischen Migranten in Wien. Ohne Papiere schlägt sich Happy als Kolporteur durch, kämpft um seine Tochter – und gegen drohende Abschiebung. Ein Film über Flucht, Ausgrenzung und die Hoffnung auf ein besseres Leben. Am Sonntag 1.6. findet im Kino de France eine Aufführung mit folgendem Gespräch mit dem Regisseur statt.
Kultur- und Literaturwissenschaftlerin Elisabeth Bronfen liest Shakespeare neu: Ihre Relektüre zeigt, wie aktuell seine Stücke in Zeiten von Trump, Machtmissbrauch und politischer Intrige sind. Gemeinsam mit Christian Kern diskutiert sie über Macht, Ohnmacht und die dunklen Seiten politischer Systeme. Moderiert wird das Gespräch von Robert Misik.
Andreas Okopenko (1930–2010) setzte sich entgegen der literarischen Avantgarde nach 1945 mit dem subjektiven Augenblickserlebnis auseinander. In Lyrik und Prosa entwickelte er innovative Formen wie das Baukastenprinzip und plurizentrisches Erzählen. Die Auffrischung wird von David Friedrich, Alexandra Mitterer und Daniel Wisser durchgeführt.
Das Internationale Poesiefestival führt die Erich Fried Tage mit Fokus auf Poesie fort. Unter dem Motto „Verkehrte Zeit“ bringt es internationale Lyrik auf die Bühne – als grenzüberschreitende, verdichtete Form des literarischen Ausdrucks.
Die Buchpräsentation Vor dem Weltruhm zeigt, wie Franz Kafka posthum zum Weltliteraten wurde – durch Nachrufe, transnationale Erinnerung und Exilgemeinschaften. Die Autorin Ines Koeltzsch spricht über dieses Phänomen mit Marianne Windsperger, begleitet von einer Lesung mit Eva Waibel. Begrüßung: Éva Kovács.
Ariel Oehl macht deutschsprachigen Indiepop mit Gefühl, ohne kitschig zu sein. Seine Songs verbinden treibende Beats, sanfte Basslines und gesellschaftliche Themen – ehrlich, zugänglich und ganz unaufgeregt. Im Rahmen des Wir sind Wien - Festival spielt Oehl ein Baulückenkonzert im dritten Bezirk.
Kunst und Literatur reflektieren zunehmend Fragen zu Klasse und Herkunft. Trotz wachsender Offenheit bleibt die ästhetische Qualität zentrales Kriterium. Der Band versammelt Beiträge u. a. von Natascha Gangl, Barbara Juch und Sabine Scholl zur kulturellen Bedeutung von sozialer Herkunft.
In "Being John Malkovich" (Regie: Spike Jonze) entdeckt ein Puppenspieler ein Portal in den Kopf von John Malkovich – für exakt 15 Minuten! Skurril, clever und voll absurder Wendungen ist der Kultfilm eine herrlich verrückte Reise durch Identität, Ruhm und menschliche Abgründe.
Hans Haacke gilt als Legende der politischen Konzeptkunst. Kuratorin Luisa Ziaja führt durch die Retrospektive und zeigt, wie Haackes Werk das Verhältnis von Kunst und Gesellschaft neu denkt und bis heute Künstler*innen inspiriert.
50 Jahre nach der KSZE-Schlussakte steht Europa vor neuen sicherheitspolitischen Herausforderungen. Martin Schulz, Petra Bayr u. a. diskutieren, wie die Prinzipien von Helsinki neu belebt und die OSZE als Dialogplattform gestärkt werden kann. Die Veranstaltung findet im Urania Dachsaal statt.
Im UNO-Jahr der Gletscher geht es um ihren Schutz. Gletscher sind zentral für Klima, Wasserhaushalt und Biodiversität. Sie haben spirituelle Bedeutung und beherbergen Organismen mit großem biotechnologischem Potenzial – ihr Verlust bedeutet weit mehr als den von Wasser allein. Vortrag von Birgit Sattler (Universität Innsbruck, Institut für Ökologie)
Im Labyrinth der Identitäten treiben Jupiter und Merkur ihr Unwesen: Sie stehlen Identitäten, verführen Ehefrauen und stürzen alle in Verwirrung. Sarah Viktoria Frick und Martin Vischer inszenieren Kleists Komödie Amphitryon als schrägen Horrortrip voller Macht, Sex und Blankvers. Spannend und unterhaltsam, aber ein wenig "überinszeniert".
Das neues Album Ghost Ranch des Duos klingt sparsam, melancholisch und entrückt. Auf ihrer Bandcamp-Seite bezeichnen sie ihren Sound als chanson- und folk noir-like. Ja, das kommt hin. Am Abend im Kulturcafé Henriette werden sie von The Ghost And The Machine unterstützt.
Die Falter Arena bringt den Redaktionsraum auf die Bühne: Im Fokus stehen die weltweite Rückkehr des Autoritarismus und ihre Folgen für Demokratie und Menschenrechte. Mit Manfred Nowak, Philipp Blom, Shoura Zehetner-Hashemi, Eva Konzett, Deniz Yücel und Musik von Anna Mabo.
Stereolab ist eine 1990 in London gegründete britische Rockband. Tim Gane und Lætitia Sadier blieben über viele Besetzungswechsel hinweg Konstanten. Die Band kombiniert Post-Rock mit Pop, Rock und Elektronik, geprägt von Orgelakkorden, schrägem Gesang und Einflüssen wie Easy Listening und Psychedelia.
Patrick Wolf kombiniert Folk, Elektro und Klassik zu einem einzigartigen Sound. Seine Musik ist emotional, experimentell und oft autobiografisch geprägt. Mit ausdrucksstarker Stimme und poetischen Texten erzählt er von Liebe, Identität und Selbstfindung. Zudem zeigt er eine ganz besondere Bühnenpräsenz.
Die Ausstellung im Odeon Spitzer zeigt die Geschichte des Serapions Theater seit 1973 – von der Wanderbühne bis zur heutigen Spielstätte. Zu sehen sind handgefertigte Kostüme, Bühnenbilder, Modelle und Archivmaterial aus den Werkstätten. Sehr empfehlenswert ist eine Videozusammenstellung von aktuellen Stücken im ersten Stock, danach erkennt man auch viele der Kostüme und Masken in der Ausstellung wieder.Freiwillige Spende ist erwünscht. Die Öffnungszeiten variieren ziemlich, ich verlinke hier auf eine Übersichtsseite auf der Odeon-Website. Die Ausstellung ist bis 8.6. zu sehen.
Das Projekt „Climate Dignity“ erweitert den Würdebegriff auf Natur, Lebewesen und Ressourcen. Es fordert Klimagerechtigkeit für Betroffene und betont die gegenseitige Abhängigkeit von Mensch und Natur. Zu sehen sind 15 ausgewählte künstlerische Projekte bis 9.6.2025.
Hans Haacke (*1936) ist eine Schlüsselfigur der politischen Konzeptkunst und Institutionskritik. Seit den 1960ern analysiert er Machtmissbrauch, Ungleichheit und Populismus. Die Ausstellung zeigt Werke von 1959 bis heute und beleuchtet seine aktuelle Relevanz.
"Ein gefräßiger Schatten" ist ein modernes Volksstück des Argentiniers Mario Pensotti mit Witz, Tiefgang und Klettereien. Zwei Männer in der Krise – ein Bergsteiger und ein Schauspieler – erkunden auf einer clever gestalteten Bühne ihre Lebensentwürfe. Subtile Komik, starke Darsteller und bewegende Selbsterkenntnis – eine vertikale Aufführung. Weitere Termine: MI 11.6. im Schloss Neugebäude, DO 12.6. und FR 13.6. im Studio Moliere jeweils um 19:30.
Im Literaturhaus Wien wird der neue ORF-Film Auf der Suche nach der eigenen Sprache (Regie: Katja Gasser & Imogena Doderer) über Marlene Streeruwitz erstmals gezeigt. Im Anschluss liest die Autorin einen poetologischen Text und spricht mit ORF-Zeitgeschichte-Leiter Gerald Heidegger über ihr Schreiben.
Emilíana Torrini, eine Musikerin mit italienisch-isländischen Wurzeln, legt seit den 1990ern großen Wert auf Unabhängigkeit und künstlerische Freiheit. Ihr erstes Album nach zehn Jahren „Miss Flower“ spiegelt diese Werte wider und vereint spielerische, experimentelle Tracks, die Liebe, Dramen und intensives Leben darstellen. Hörproben Emiliana Torrini & Thievery Corporation – Until the MorningEmilania Torrini – Gun (vom „Armini & Me“ Album)
Der gesellschaftliche Rechtsruck trifft Minderheiten am härtesten – für sie ist er eine reale Bedrohung. In seinem Buch rückt der Politikwissenschaftler und Autor Michael Hunklinger ihre Stimmen in den Fokus, zeigt persönliche Geschichten und fordert Haltung, Solidarität und Mut – von jeder und jedem. Denn wir haben immer eine Wahl.
Nach der Explosion der Erde scheint der ukrainische Weltraumfahrer Andriy der letzte Mensch im All zu sein. In seinem Frachter voller Atommüll treibt er einsam durchs All – bis ihn die Französin Catherine kontaktiert. Trotz Zeitverzögerung entsteht eine "long-long distance" Verbindung zwischen den zwei Überlebenden. Ein Film des ukrainischen Regisseurs Pavlo Ostrikov. Ein Film in der Reihe "Science Fiction im Park"
Golnar Shahyar verbindet westasiatische und nordafrikanische Musiktraditionen mit Jazz und zeitgenössischer Improvisation. Ihre Lieder, gesungen in Sprachen wie Persisch, Englisch und Kurdisch, thematisieren persönliche und gesellschaftliche Erfahrungen. An 3 Abenden spielt sie im Dachgarten der Sargfabrik mit verschiedenen Musikern.
Enrico Berlinguer, Generalsekretär der PCI, suchte ab den 1970ern einen dritten Weg zwischen Ost und West. Der Film zeigt seinen Dialog mit Aldo Moro, seine Vision einer gerechteren Gesellschaft und ein eindrucksvolles Porträt einer bewegten Epoche. Berlinguer ist der Eröffnungsfilm des Nuovo Cinema Italia Festivals vom 12.6. bis zum 26.6.
Tokyo Drifter (1966) ist ein stilisierter Yakuza-Film von Seijun Suzuki. Er erzählt die Geschichte von Tetsuya „Phoenix Tetsu“ Hondo, einem loyalen Ex-Gangster, der nach Auflösung seiner Bande zum Gejagten wird. Der Film besticht durch knallige Farben, Pop-Art-Ästhetik und einen jazzigen Soundtrack. Suzukis visuelle Experimentierfreude machte den Film zu einem Kultklassiker und beeinflusste Regisseure wie Quentin Tarantino.
Das neue Stück Ragazzi del Mondo des aktionstheater ensemble unter der Regie von Martin Gruber thematisiert die Spannung zwischen Individualität und Gemeinschaft. Es zeigt, wie die Gesellschaft sich in "Gleiche" und "Verschiedene" aufteilt und dabei vergisst, dass alle Teil einer gemeinsamen Welt sind.
Zum 20-jährigen Jubiläum von Siluh Records steigt ein zweitägiges Festival. Am Freitag spielen Topsy Turvy, Laundromat Chicks und als Highlight Christiane Rösinger. Den Abschluss macht Anadol mit einem DJ-Set
In "Happyland" (Regie: Evi Romen) kehrt Rockerin Helen(e), gespielt von Andrea Wenzl, in ihren Heimatort an der Donau zurück. Dort trifft sie auf alte Geister, neue Begegnungen und die Frage, ob ihr Leben gescheitert ist oder erst beginnt. Ein rauchiges, wildes Heimat-Drama mit Rockstar-Attitüde. Zur Premiere am 13.6. im Filmcasino gibt es ein musikalisches Intro von Alicia Edelweiß, die auch am Film mitwirkte.
Heute lautet die Devise: Standard bewahren und ab ins MUMOK! Wer mit dem STANDARD unterm Arm erscheint, kann auf Entdeckungsreise im MUMOK gehen. Ob Kazuna Taguchi oder „Die Welt von morgen“ – Führungen gibt’s ab 11 Uhr. Plätze sind rar, also früh da sein – First Come, First Kunst!
Bernadette Weigels Dokumentarfilm fragt, was das Wilde ist – in der Natur, in uns selbst. Zwischen Tigerzähmung, Wildtierschutz und Selbstverwandlung porträtiert sie drei Menschen auf ihrer Suche nach Balance zwischen Zivilisation und Urkraft. Eine poetische Reise ins Ungezähmte.
In Trumps zweiter Amtszeit gerät die US-Demokratie unter Druck: Institutionen, Medien und Universitäten werden geschwächt, internationale Demokratiehilfe gekürzt. Vizepräsident Vance und Außenminister Rubio unterstützen rechte Parteien. Wie wehrhaft sind die USA – und was bedeutet das global?Es diskutieren in englischer Sprache:Thomas Carothers (Demokratieexperte, Carnegie Endowment, Washington DC),Mitchell Ash (Historiker, Universität Wien),Eva Nowotny (ehem. Botschafterin in den USA),Moderation: Raimund Löw (Journalist).
Bedouin Soundclash mischen Reggae, Ska, Soul und Indie-Rock zu einem lässigen, rhythmischen Sound. Ihre Musik klingt entspannt, tanzbar und warm – mal melancholisch, mal euphorisch, immer mit viel Groove. Mein Lieblingssong: Mountain Top (Youtube)
Das Härva Duo vereint Balkan-Jazz, Roma-Lieder und Weltmusik – mit Geige, Akkordeon, Flöte & Gesang. Faith Elliott-Ristic und Viljo Busch führen von rumänischen Tänzen bis zu schwedischen Harmonien. Eine virtuose Klangreise.
Bevor Sophie Lindinger mit My Ugly Clementine durchstartete, sorgte sie mit dem Duo Leyya für Furore. Seit 2019 begeistert sie erneut – diesmal gemeinsam mit Mira Lu Kovacs und Nastasja Ronck. Das Wiener Allstar-Projekt war von Beginn an auf Erfolgskurs.
Ein gestohlenes Gemälde, ein mordverdächtiger Concierge und ein Hotel als Bühne für eine große Operette: The Grand Budapest Hotel ist eine skurrile Achterbahnfahrt durch ein untergehendes Europa – rasant, absurd und einfach komisch. Nach dem enttäuschen phönizischen Schema wieder ein Anderson Kinohöhepunkt.
Die New York Times nannte Matthew Wong „einen der talentiertesten Maler seiner Generation“. Der chinesisch-kanadische Künstler verband westliche und fernöstliche Kunst. Die Ausstellung zeigt rund 60 Werke Wongs im Dialog mit van Gogh. Ausstellungseröffnung am DO 13.2. um 18:30. An diesem Abend ist der Eintritt zur Ausstellung frei.
"Idiocracy" von Mike Judge zeigt eine Zukunft, in der Dummheit regiert – erschreckend nah an der Realität. Was als absurde Satire beginnt, wirkt heute wie eine düstere Prognose: Populismus, Trash-TV und Konsumwahn sind längst keine Science-Fiction mehr. Eine Komödie, die weh tut, weil sie so wahr ist.
Misericordia (2024) von Alain Guiraudie: Jérémie kehrt zur Beerdigung seines ehemaligen Chefs, dem Dorfbäcker, zurück – und stößt bald auf Affekte, Eifersucht und ein tödliches Geheimnis. Eine morbide, lakonisch-komische Dorf-Noir-Mischung aus Verlangen, Schuld und moralischem Sprengstoff.
Am 22. Juni lädt WestLicht im Rahmen der Ausstellung CHANGING PERSPECTIVES zum Tag der offenen Tür. In Werkgesprächen geben Künstler:innen Einblicke in ihre fotografische Praxis und Residency-Erfahrungen. Drei moderierte Dialogführungen vertiefen die unterschiedlichen Positionen.
2001: A Space Odyssey ist ein visionärer Meilenstein der Filmgeschichte – ein rätselhaftes, visuell überwältigendes Werk über Menschwerdung, Technologie und das Unbekannte. Stanley Kubricks Meisterwerk verzichtet auf gängige Erzählmuster und eröffnet einen meditativen Trip durch Raum, Zeit und Bewusstsein. Im 70mm Format an 3 Terminen im Gartenbaukino.
Jane Campions The Piano (1993) ist ein atmosphärisch dichter Film über eine stumme Frau im kolonialen Neuseeland. In eindrucksvollen Bildern und begleitet von Michael Nymans Musik erzählt er von Selbstbestimmung, Begehren und der Sprache jenseits der Worte.
Michael Köhlmeier richtet seine Poetikvorlesungen an ein Publikum aus "Dichter:innen" und reflektiert über das Schreiben anhand von Zitaten von Hemingway, Stendhal und Michaux. Die Vorträge sind Teil von Thomas Eders Vorlesung über Erzählen als anthropologische Konstante und literarisches Grundmuster. Eines der spannenden Themen, denen sich Köhlmeier widmet: " Ernest Hemingway, der zu Beginn von Tod am Nachmittag schreibt, eine der wichtigsten Fragen für einen Schriftsteller lautet: Was geschieht eigentlich bei einer Handlung?"Der erste Abend findet in der Universität Wien statt: Universitätsring 1, Stiege 9 Hörsaal 32.
In The Lobster von Yorgos Lanthimos müssen Singles binnen 45 Tagen einen Partner finden – sonst droht die Verwandlung in ein Tier. David wählt den Hummer. Er flieht zu den „Lonern“, wo Liebe wiederum streng verboten ist. Eine bitterböse, absurd-komische Abrechnung mit Beziehungsidealen und Systemzwang. Im Rahmen der Revolutionary Love Film Reihe.
In Verbranntes Land der Autorin Eve Leigh schleichen sich Anna und Eireni ins Sommerlager einer rechten Bewegung, um rassistische Gewalt aufzuklären. Zwischen Tarnung, Angst und aufkeimender Liebe wächst der Druck. Das Stück fragt: Was braucht es, um Faschismus zu bekämpfen – Mut, Liebe oder Strategie?
In Internationale Zone (1953) zeichnen Milo Dor und Reinhard Federmann ein packendes Bild des Nachkriegs-Wiens: Schieber und Schwarzhändler nutzen die Besatzungszeit für dubiose Geschäfte. Die Neuauflage erscheint im Picus Verlag mit Nachwort von Günther Stocker, der mit Peter Stuiber diskutiert. Lesung: Johanna Berger.
Die Installation PHOTOGRAPHIE FÜR ALLE verbindet Lesung, Bildcollage und interaktive Ausstellung. Besucher:innen erleben Fotografie zum Mitnehmen, die Bühne wird zum Bildraum. Künstler:innen sind vor Ort für Austausch. Eine Veranstaltung der Schule Friedl Kubelka, Wien.
St. Vincent, bürgerlich Annie Clark, ist eine US-amerikanische Musikerin, Sängerin und Gitarristin. Bekannt für ihren avantgardistischen Stil verbindet sie Art-Rock, Pop und elektronische Klänge. Ihre Alben sind experimentell, klanglich raffiniert und oft von gesellschaftlicher Reflexion geprägt.
TV on the Radio, 2001 in Brooklyn gegründet, verbinden Indie-Rock mit Soul, Elektro und Experiment. Ihre vielschichtigen Alben wie Dear Science oder Return to Cookie Mountain gelten als stilprägend. Produzent Dave Sitek prägt den Sound – politisch, poetisch, energiegeladen und unverwechselbar. Auf Return to Cookie Mountain findet sich auch mein Lieblingssong der Band.
Ein Podium mit Sabine Köszegi und Konrad Paul Liessmann diskutiert zentrale Werte im digitalen Zeitalter. Im Fokus stehen Freiheit, Verantwortung und Nachhaltigkeit. Es geht um Orientierung, gesellschaftliches Engagement und neue Konzepte für ein gutes Leben in einer von KI geprägten Welt.
„Kino wie noch nie“ ist das sommerliche Open-Air-Festival des Filmarchivs Austria im Augarten in Wien. Gezeigt werden filmische Klassiker, Raritäten und Highlights des zeitgenössischen Kinos – begleitet von Drinks, Liegestühlen und DJ-Sets. Ein cineastischer Treffpunkt unter freiem Himmel. Ähnlich charmant wie das Open Air Kino im Zeughaus (Innsbruck).
An drei Abenden feiert die Strandbar Hermann den 20. Geburtstag mit einem tollen Konzertprogramm, u.a. mit Ankathie Koi, 5/8erl in Ehr’n, Low life rich kids und Austrofred.
Wenn es mal zu heiß und laut wird auf der Mahü, kann man in wenigen Gehminuten eine kleine Oase der Ruhe im sechsten Bezirk erreichen und etwas über Haydn in Erfahrung bringen. Freitag bis Sonntag, 10:00–13:00, 14:00–17:00
„The Dude“ (Jeff Bridges) will eigentlich nur in Ruhe bowlen, doch der Diebstahl seines Teppichs, der sein Wohnzimmer erst gemütlich gemacht hat, stürzt ihn in ein absurdes Chaos aus Nihilisten, Pornoproduzenten, Entführung und Verwechslungen. Ein Kiffer-Noir über Freundschaft, White Russians und Zen. Ein aberwitziges Werk der Cohen-Brüder aus der Reihe "Traummaschine Kino" des Österreichischen Filmmuseums.
Die Frühjahrsausstellung 2025 im Bank Austria Kunstforum Wien zeigt Werke von Anton Corbijn, der mit Fotografie, Film und Design die Popkultur seit den 1970ern geprägt hat. Im Fokus: ikonische Schwarz-Weiß-Porträts. Die Ausstellung läuft bis 29.6.2025
Der Dokumentarfilm One to One: John & Yoko von Kevin Macdonald beleuchtet 18 Monate im Leben von John Lennon und Yoko Ono in New York (1971–1972). Er zeigt Lennons Aktivismus, insbesondere das Benefizkonzert für Willowbrook, sowie Yoko Onos Suche nach ihrer Tochter. Seltene Aufnahmen und restaurierte Konzertmitschnitte bieten einen intimen Einblick in ihr Leben.
Ein literarischer Nachmittag im Zeichen Bodo Hells: Weggefährt*innen erinnern sich in Lesungen, Gesprächen und Klangbeiträgen an den vermissten Autor, Hirten und Grenzgänger. Texte, Pflanzen, Bibliotheken, Alpen und filmische Perspektiven fügen sich zu einem vielstimmigen Porträt.
Die Band The The um den Sänger Matt Johnson ist wie ein musikalisches Chamäleon – mal New Wave, mal Politpop, mal düstere Ballade. Mit Alben wie Soul Mining und Infected schrieb Johnson Musikgeschichte. Klanglich wandelbar, textlich treffsicher – und seit Jahrzehnten immer ein bisschen neben dem Mainstream.
Fear and Loathing in Las Vegas (Regie: Terry Gilliam, 1998) ist eine groteske Drogen-Odyssee durch die USA der 1970er. Der Journalist Raoul Duke und sein Anwalt Dr. Gonzo reisen nach Las Vegas – auf der Suche nach dem „American Dream“ und verlieren sich in Rausch, Paranoia und greller Absurdität.
Perfect Days von Wim Wenders ist eine Hommage an die Poesie des Alltags. In ruhigen Bildern begleitet der Film einen Toilettenreiniger (grandios dargestellt von Kôji Yakusho) durch Tokios Straßen – ein Leben voller Rituale, Stille und kleiner Freuden. Ein leiser Film über Würde, Einfachheit und innere Freiheit.
Blutgruppe M. In der Familie Pollina liegt die Musik im Blut. Julian Vincenzo Pollina aka Faber ist ein Schweizer Singer-Songwriter und nicht nur in seiner Heimat äußerst erfolgreich. In Wien war sein angekündigtes Konzert schnell ausverkauft, die Hoffnung auf Restkarten lebt. Provokative und explizite Texte werden musikalisch untermalt werden.
Der Film erzählt vom legendären „Köln Concert“ aus Sicht der jungen Veranstalterin Vera Brandes. Trotz vieler Hürden realisiert sie das Konzert. Regisseur Ido Fluk verbindet Realität und Fiktion und fängt den Geist der 70er und Jarretts Musik eindrucksvoll ein. Im Anschluss an den Film kann man das Köln Concert live hören, interpretiert vom Pianisten Florian Birklbauer (Festsaal im Amtshaus Margareten, Schönbrunner Straße 54) Noch ein Hinweis auf eine Ö1 Sendung zu diesem legendären Konzert: Keith Jarrett, im Original und neu interpretiert
ARBEIT AM FLEISCH thematisiert zum einen die Transformation des Körpers im digitalen Zeitalter, regt darüber hinaus auch dazu an, über die ethischen und philosophischen Implikationen einer zunehmend vernetzten Welt nachzudenken und diese zu hinterfragen. An diesem Abend führt Thomas Feuerstein durch die Ausstellung.
Eyup Kuş verbindet als Eski Tüfek in seinem Vinyl-Set Klänge aus Istanbul mit Einflüssen globaler Musik. Psychedelische Grooves, orientalische Rhythmen und elektronische Elemente ergeben eine vielschichtige, experimentelle Klangkomposition. An diesem Abend ist er gemeinsam mit dem Musiker David Obwaller zu hören.
Sizilien, 1965: Lia Crimi wird vergewaltigt, weigert sich aber, den Täter zu heiraten – ein damals üblicher „Ehrenschutz“. Stattdessen klagt sie ihn an. Primadonna (Regie: Marta Savina) beruht auf wahren Ereignissen und erzählt vom Widerstand gegen patriarchale Gewalt.
FALTER-Chefredakteur Florian Klenk spricht mit Peter Iwaniewicz, Biologe, "Mysterialrat" und langjähriger Tierkolumnist. Der Experte für Wissenschaftskommunikation lehrt an der Universität Wien.
Nach mehr als einem Jahrzehnt kehrt Rona (Saoirse Ronan) aus London auf die abgelegenen Orkney-Inseln zurück. Dort vermischen sich Kindheitserinnerungen mit ihrer von Sucht geprägten Vergangenheit. In der rauen Natur schöpft sie langsam Hoffnung auf einen Neuanfang. Diesen Film von Nora Fingscheidt sollte man sich unbedingt im Original ansehen. Hier gibt es den Trailer zu "The Outrun".
Darf es ein bisserl hässlich sein? Eugene Quinn führt in seiner 2,5 Stundenrunde zu den hässlichen Flecken des schönen Wiens. Die Führung findet in englischer Sprache statt.
Im Rahmen des Kultursommers gibt es an diesem Abend eine English Comedy Night, eigentlich eher Evening mit den beiden Kabarettisten Reginald Bärris & AliTheHasnain, der erstere philosophiert über die Schwierigkeit des Datings (das ja ein interkulturelles Phänomen ist) und Ali Hasnain, der zwischen Spaß und Kratzbürstigkeit wechselt.
Die Staatsoper wird im Juli erneut zur Kleinkunstbühne: Neben Stars wie Resetarits und Dorfer treten heuer auch vielversprechende Newcomerinnen wie Ina Jovanović und Michaela Obertscheider auf. Die Einnahmen fördern das Kabarett Niedermair.
Francesca Woodman (1958–1981) schuf in nur 9 Jahren ein Werk konzeptueller Fotografie. Ihre meist quadratischen, schwarz-weißen Bilder zeigen ihren Körper, oft nackt, als künstlerisches Werkzeug in ungewöhnlichen Räumen – voller Selbstinszenierung.
Zwei Musiker aus musikalischen Familien verbinden leidenschaftlich Einflüsse aus Balkan, Osteuropa, Lateinamerika und Mitteleuropa mit Klezmer, Tango, Klassik und Jazz. Improvisation steht im Zentrum – Regeln werden ignoriert, Traditionen gefeiert, Genres mutig überschritten.