Tim Burton erschafft als Regisseur skurrile Figuren, die in einer auf Schönheit fixierten Gesellschaft ausgegrenzt werden. Seine heiter-morbide Welt verbindet Märchen und Fantastik. Die Doku zeigt seinen Weg vom Außenseiterkind in Burbank zum gefeierten Kultregisseur. Auf arte.tv bis 20.11. zu sehen.
Welche technischen Gegebenheiten und verschiedene Interessen den Hörfunk in Österreich geprägt haben, zeigt die Sonderausstellung 100 Jahre Radio. Als Österreich auf Sendung ging. Sie vermittelt die Entwicklung des Mediums von seinen frühen Anfängen, seiner Schattenseite als Propagandainstrument über das „Ausbrechen“ des Radios aus den eigenen vier Wänden und den Weg hin zum populären Alltags- und Freizeitbegleiter.
Roh, wütend, komisch – „Bunch of Kunst“ folgt den Sleaford Mods vom Pub und Jobcenter-Frust bis in die Charts. Christine Franz zeigt Jason Williamson und Andrew Fearn als ungeschminkte Stimme eines Landes in Jahren harter Sparpolitik: trockener Humor, treibende Beats, klare Haltung. Eine Doku, die verstehen lässt, warum die Songs des Duos in sozialkritischen britischen Filmen im Soundtrack immer wieder auftauchen, so wie letztes Jahr bei "Bird". Ab 1.9. auf arte.tv
Zum Beginn des "Was ist Film" Zyklus gibt Peter Kubelka eine Einführung zum Thema "Was ist Bewegung/Was ist Ruhe/Was ist Film". Zu sehen sind im ersten Teil viele Kurzfilme aus der frühen Zeit des Kinos.
Paul Lendvai, 95, überlebte den Holocaust, floh 1957 aus Ungarn nach Wien und wurde internationaler Journalist. In Wer bin ich? (Zsolnay) verbindet er Biografie und Politik, reflektiert seine ungarische, jüdische und europäische Identität und warnt vor wachsendem Antisemitismus. Im Gespräch mit Christian Ultsch.
„To Close Your Eyes and See Fire“ zeigt Beirut nach der Explosion im Hafen 2020: Telefonistin, syrische Familie, Tänzerin und Maler suchen Wege im kollektiven Trauma zwischen Armut, Protest, Trauer und Hoffnung. Nähe und Ferne, Bleiben und Flucht spiegeln die zerrissene Realität des Libanon. Ein Film von Nicola von Leffern und Jakob Carl Sauer. An diesem Abend ist das Filmteam im Stadtkino anwesend. Am 12.9. um 20:00 dann im Cinematograph Innsbruck.
Nach Wiens Befreiung 1945 kehrte trotz großer Not rasch kulturelles Leben zurück. Die Alliierten förderten gezielt Kultur, um ein eigenständiges Österreichbewusstsein zu stärken. Die Ausstellung „Kontrollierte Freiheit“ im Wien Museum zeigt diesen prägenden Wandel. Die Ausstellung ist vom 10.4. bis 7.9. zu sehen.
Die Ausstellung im Unteren Belvedere zeigt mithilfe moderner Technik, wie Gustav Klimt Gold und Edelmetalle auf die Leinwand brachte. Anhand von acht Gemälden werden radiologische und materialtechnische Untersuchungen seiner Werke präsentiert. Die Ausstellung ist bis 7.9.2025 zu sehen.
Die Ausstellung beleuchtet die weltweiten Herausforderungen rund ums Wasser – von Verteilung und Verschmutzung bis zur Klimakrise. Die Schau zeigt, wie Design auf globale Wasserprobleme reagiert: mit Ideen, Innovationen und neuen Perspektiven für eine gerechtere Zukunft.
Nach dem Auftakt mit dem Härva Duo folgt am 8.9. im Café Max das Klezcafé mit Fran & Flora aus London. Konzert, Gespräch und Klezmer-Jam laden zum Mitmachen ein. Ihr Album Precious Collection (2024) verbindet jiddische Wurzeln mit avantgardistischem Spiel – „eine Überraschung an jeder Ecke“.
Daniel Cohn-Bendit und Claus Leggewie diskutieren in ihrem neuen Buch über gescheiterte Hoffnungen, Fehler und Möglichkeiten für Europas Zukunft. Mit ihrer Erfahrung kommentieren sie Politik und Gesellschaft. Den Abend moderiert Robert Misik, der die Debatte begleitet.
In Zweitland erzählt der Südtiroler Regisseur Michael Kofler in seinem Debütfilm von den Spannungen in der deutschsprachigen Bevölkerung Südtirols im Umfeld der „Feuernacht“ 1961. Dabei steht nicht nur die politische Dimension im Vordergrund, sondern auch das Familiäre: Wie wirken sich Bedrohung, Angst und wachsender Widerstand auf das private Leben aus? Kofler zeigt, wie sich der Konflikt zwischen deutschsprachiger Bevölkerung und den italienischen Carabinieri zuspitzt – und verknüpft das Zeitgeschehen mit den Fragen nach Identität, Zugehörigkeit und den zerstörerischen Dynamiken von Gewalt und Radikalisierung.
David Krakauer, prägende Figur der neuen Klezmer-Welle in New York, verbindet in seinem kraftvollen Stil Jazz, Rock, Funk und Hip-Hop. In diesem Programm spielt er unplugged eigene Werke und klassische Klezmer-Melodien. Sein Spiel verkörpert den erneuernden Geist jüdischer Musiktradition – intensiv und nahbar. Am FR 12.9. ist David Krakauer mit seinem Quartett im Treibhaus in Innsbruck zu hören.
MQ Writer-in-Residence Dana von Suffrin (Sept/Okt 2025) liest aus „Nochmal von vorne“. Mit schwarzem Humor erzählt der Roman vom jüdischen Leben zwischen München und Tel Aviv: Familie, Gewalt, Vertreibung, Fliehkräfte – zwei Schwestern zerstreiten sich und finden wieder zueinander. Danach führt Tonio Schachinger ein Gespräch mit der Autorin.
Das Heeresgeschichtliche Museum im Wiener Arsenal lädt im Sommer zu einem abendlichen Rundgang: Die Architektur von Theophil Hansen wird innen wie außen beleuchtet, Geheimnisse und Geschichten des Arsenals werden enthüllt – von der Feldherren- und Ruhmeshalle bis zu Ziegeln, die auf Bäumen wachsen.
Avi Kaplan tritt mit warmer Bassstimme und reduzierten Arrangements auf, oft nur begleitet von Gitarre oder kleiner Band. Seine Liveauftritte zeichnen sich durch klare Songstrukturen, ruhige Intensität und eine enge Verbindung von Stimme und Text aus. Die Atmosphäre ist konzentriert, getragen und eindringlich.
Der neue Intendant am Volkstheater Jan Philipp Gloger eröffnet die Saison mit der Inszenierung eines Stücks, in dem 3 dramatische Texte von Jura Soyfer montiert werden. In der Handlung werden ein Weltuntergang, Fake News in einem fiktiven Staat und die versunkene Stadt Vineta miteinander verwoben.
Mag. Sabine Bergthaler, MA, lädt in einer einstündigen Führung zu Fragen nach dem Sinn des Lebens ein und stellt Viktor E. Frankls Sinn-Lehre vor. Die AHS-Lehrerin und Lebensberaterin mit sinnbasiertem Schwerpunkt regt an, über persönliche Sinnsuche, Orientierung und Möglichkeiten der Sinnstiftung nachzudenken.
¡Literaturmeile Zieglergasse! Im Rahmen der ¡Literaturmeile Zieglergasse! gibt es im Literaturhaus Wien wieder einen Tag der offenen Tür mit zahlreichen Veranstaltungspunkten.
Florist verbinden Indie-Folk mit Lo-Fi-Elementen und intimen Songstrukturen. Zarte Gitarren, sparsame Elektronik und fragile Vocals prägen ihren Klang. Die Stücke aus der Feder von Emily Sprague wirken oft zurückgenommen, fast skizzenhaft, und schaffen eine melancholische, kontemplative Atmosphäre.
Die Band Mogwai stammt aus Glasgow und zählt zu den prägenden Vertretern des Post-Rock. Ihre instrumentalen Stücke sind oft düster, atmosphärisch und von dynamischen Spannungsbögen geprägt – leise Melodien münden in Gitarrenwände. Der Sound ist hypnotisch, melancholisch und filmreif.
Peter Waterhouse eröffnet mit „Z Ypsilon X“ eine Erkundung, ausgehend von der NS-belasteten Nachlassbibliothek seines Großvaters Edgar Alker. Texte von Karl Kraus, Charles Dickens und Georg Trakl begleiten ihn. Den Abend gestalten David Frühauf, Angelika Klammer und Brigitte Schwens-Harrant.
Die Kulturpublizistin und Autorin Nina Schedlmayer diskutiert mit Sabine Jesner (HGM) über die widersprüchliche Biografie von Stephanie Hollenstein (1886–1944): Bäuerin, Soldatin im Ersten Weltkrieg, expressionistische Malerin, Feministin, offen homosexuell – und zugleich NSDAP-Mitglied und Autorin antisemitischer Schriften. Moderation: Sabine Nikolay.
Raphaela Edelbauer liest im Literaturhaus Wien aus Die echtere Wirklichkeit. Erzählerin Byproxy, eine querschnittsgelähmte Frau, stößt an der Universität Wien auf die Gruppe Aletheia, die sich radikal gegen Fake News und Relativismus richtet und dabei auch Gewalt einsetzt. Der Roman fragt nach den Grenzen legitimen Widerstands und danach, wie weit man gehen darf, um Wahrheit zu verteidigen. Moderiert wird der Abend von Daniela Strigl.
Die Breitenseer Lichtspiele feiern das 120 Jahre Jubiläum und eröffnen mit neuen Stühlen die Saison (die alten sind mitsamt darunter gefundenen Schillingmünzen verschwunden). Gezeigt wird Peter Patzaks Phönix an der Ecke (1982), ebendort gedreht. Empfang 19:00, Filmstart 20:00, Moderation Martina Poel. Zusatzvorstellung am 18.9. um 20:00.
Es ist erstaunlich, wie weit man sich von der Realität entfernen und sich gewissensmäßig reinwaschen vermag. Im letztjährigen Dokumentarfilm "Riefenstahl" hat das die Regisseurin Leni Riefenstahl wahrlich bewiesen. Im Programm 6 der "Was ist Film"-Serie von Peter Kubelka gibt es "Triumph des Willens" zu sehen. Zitat der Regisseurin: "Triumph des Willens ist ein Dokumentarfilm von einem Parteitag, mehr nicht. Das hat nichts zu tun mit Politik. Denn ich habe aufgenommen, was sich wirklich abgespielt hat und habe es insofern überhöht, als dass ich keinen Kommentar dazu gemacht habe." (Leni Riefenstahl in einem Spiegel-Interview)
Bernhard Dechant bringt mit viel Humor und Wucht das Epos Braveheart ins Theater. Die Bühne wird zum Schlachtfeld, das Kino zur Parodie, Theater trifft auf Freiheitsdrama. Ein ungewöhnlicher Monolog, der Geschichte und Gegenwart mit Witz verbindet.
Olga Kosanović, in Österreich geboren und aufgewachsen, kämpft um die Staatsbürgerschaft – ihr Antrag wurde allein wegen 58 überschrittener Tage im Ausland abgelehnt. In ihrer Dokumentation hinterfragt sie mit Humor und kritischer Haltung, was Zugehörigkeit bedeutet, und beleuchtet die Schattenseiten restriktiver Einbürgerungsgesetze. Der Film lotet Identität, Ausgrenzung und demokratische Strukturen in Österreich aus. Film + Gespräch mit Olga Kosanović & Robert Menasse, Moderation: Stefan Grissemann
HELLwach ist eine filmische Hommage an Bodo Hell – Schriftsteller, Humanist und Almhirte – in seinen letzten Lebensjahren. Regisseurin Carola Mair nähert sich in ihrer Dokumentation dem Menschen hinter dem Werk und taucht ein in Hells Denken, Humor, Alltag und sein Leben am Dachstein. Ein Filmabend in Anwesenheit von Carola Mair.
Solmaz Khorsand diskutiert mit den Expert:innen Ali Fathollah-Nejad und Azadeh Kian über Stabilität und Zukunft des iranischen Regimes, die Demokratiebewegung, feministische Proteste seit Mahsa Jina Aminis Tod, westliche Fehler und die lange Geschichte iranischen Widerstands.
Dimitré Dinev stellt im Buchkontor seinen neuen Roman Zeit der Mutigen vor – ein voluminöses Werk über die Geschichte Europas entlang der Donau und das Portrait eines ganzen Jahrhunderts. Begleitet wird die Lesung von jazzigen Klängen der Wladigeroff Brothers.
Florian Pochlatkos Debüt How to be normal and the oddness of the other world begleitet Pia nach ihrer Rückkehr aus der Psychiatrie. Realität und Filmsprache überlagern sich, Zitate und Stilwechsel prägen die Inszenierung. Der Film reflektiert Stigmatisierung, familiäre Spannungen und mediale Absurditäten.
Kerala Dust kombinieren elektronische Beats mit Einflüssen aus Blues, Jazz und Rock. Ihr Sound bewegt sich zwischen Clubmusik und Songwriting: tiefe Basslinien, Gitarrenriffs und warme Synths bilden eine hypnotische, atmosphärische Mischung, die live oft improvisatorisch erweitert wird. Kerala Dust - How The Light Gets In
Im Wien der Jahre 1900–1930 blühte ein neuer künstlerischer Tanz, inspiriert von Strauss’ Musik. Statt Walzer dominierten Rhythmik, Gestik und Emotion. Das MAK Plakat Forum zeigt über 40 Plakate zu Performances von Tänzerinnen wie Bodenwieser, den Wiesenthal-Schwestern, Anny Day-Helveg oder Gertrude Barrison. An diesem Abend gibt es eine Kurzführung dazu.
Franz Schuh präsentiert sein neues Buch „Steckt den Sand nicht in den Kopf“ (Zsolnay Verlag), das zwischen Zeitbild und persönlicher Zeugenschaft schwankt. Über Wahrheit, Desorientierung und Ironie spricht er im Gespräch mit Barbara Beer, Kulturredakteurin des Kurier.
Der Dokumentarfilm „Die Unbeugsamen“ (2021) von Torsten Körner erzählt von Politikerinnen der Bonner Republik. In einer von Männern dominierten Nachkriegspolitik kämpften sie mit Mut und Beharrlichkeit um Teilhabe, Gleichberechtigung und Einfluss – ein Blick auf frühe Pionierinnen im Bundestag. Mit einem Gespräch nach der Aufführung.
An diesem Abend feiern Die Strottern & JazzWerkstatt Wien ihr drittes Album Sieben Zwetschken. Zwischen Schmäh, Spielfreude und Gesellschaftskritik treffen Jazz und Wienerlied aufeinander: melancholisch, witzig, trotzig – ein Konzert voller Zwischentöne, das zum Mitgrooven und Nachdenken einlädt.
1990 eskaliert in Oka, Québec, ein 78 Tage dauernder Konflikt zwischen der First Nation Kanien'kehá:ka, Polizei und Armee: Auslöser ist ein Golfplatzprojekt auf indigenem Land. Alanis Obomsawin dokumentierte den Protest aus indigener Sicht – ihr vielfach preisgekrönter Film gilt als Meilenstein des indigenen Kinos. Michaela Grill führt in die Thematik ein.
Eine junge Frau balanciert Arbeit, Beziehungen und Familie, zugleich erlebt sie in der Schweiz immer wieder offene wie subtile Formen von Alltagsrassismus. In pointierten, episodenhaften Szenen entwirft Nora Osagiobare ein lakonisches Bild moderner urbaner Gegenwart. Sie stellt ihren Roman vor, der Abend wird von Vanessa Spanbauer moderiert.
Helmut Brandstätter stellt sein neues Buch vor und nimmt uns mit hinter die Kulissen des Europäischen Parlaments und deckt die Mechanismen auf, mit denen Trump und Putin Europas Rechte als Einfallstor nutzen, um die EU zu zersetzen.
Tessa Szyszkowitz im Gespräch mit Jonathan Coe und Giuliano da Empoli: Ein Abend über die Frage, wann und warum Literatur politisch wird – von Vergil bis Adorno, von Brexit-Satire bis „Der Magier im Kreml“. Humor, Macht und Verantwortung in der politischen Literatur. Das Gespräch wird in englischer Sprache geführt.
Margareta Griessler-Hermann bietet in ihrem Buch "Alles unter dem Himmel" (1996) eine zugängliche Kultur- und Geschichte Chinas: von mythologischen Anfängen über Kaiserreiche (Ming, Qing) bis Republik und Volksrepublik. Reich bebildert mit Karten, verbindet die Autorin Politik, Gesellschaft, Kunst und Religion auf anschauliche Weise. Das Gespräch mit Walter Famler ist zugleich eine Einstimmung auf "Literatur im Herbst", das sind dieses Jahr vier Abende zu chinesischer Literatur Anfang Oktober in der Alten Schmiede.
In „Sieben Tage“ von Ali Samadi Ahadi erhält die iranische Aktivistin Maryam für eine Behandlung Hafturlaub. Ihre in Deutschland lebende Familie plant ihre Flucht über die Türkei. Ein mögliche Familienzusammenführung scheint möglich, aber Maryam schwankt zwischen ihrer Mutterrolle und den Widerstand, den sie hinter sich lassen müsste.
Anna Ternheim ist eine schwedische Singer-Songwriterin mit klarer Stimme. Ihre melancholischen Songs zwischen Folk, Indie und Pop entfalten live besondere Intensität. Ob solo mit Gitarre oder Klavier oder mit Band – ihre Auftritte vereinen intime Fragilität mit eindringlicher Präsenz.
In dieser Twistfolge geht es um kontroverse neue Architektur in Berlin, Frankfurt, Sevilla. Zudem folgt das Filmteam Eugene Quinn bei seiner architektonischen Führung "Vienna Ugly", bei dem Quinn mit einer ordentlichen Portion britischen Humors die "etwas hässlicheren" Spots in Wien vorstellt. Zu der "Real Vienna Ugly"-Führung
Die Ausstellung zeigt Wien um 1900 nicht als Glanzmetropole, sondern als Labor der Moderne: Eisenbeton ermöglichte neue Infrastrukturen und urbane Vielzweckbauten. Modelle, Pläne und Objekte veranschaulichen das Zusammenspiel von Technik, Kultur und Alltag vor dem Ersten Weltkrieg. Am ersten Sonntag jedes Monats ist der Eintritt zu Sonderausstellungen frei. Die Ausstellung ist bis 28.9.2025 zu sehen.
Am 28. September 2025 lädt das Bundesdenkmalamt zum 30. Mal dazu ein, historische Objekte bei freiem Eintritt zu besuchen. Eine Übersicht der bundesweit teilnehmenden "Häuser" gibt es in der Programmübersicht.
Preoccupations ist eine Post-Punk-Band aus Calgary, deren Musik durch kantige Rhythmen, dichte Klangflächen und zurückgenommenen Gesang geprägt ist. Live treten sie eher introvertiert auf, mit konzentrierter Präsenz und reduzierter Gestik – der Fokus liegt ganz auf dem Klang.
Stellas Vater jagt Sonnenfinsternissen nach, bis er plötzlich stirbt. Zurück bleiben Fotos, Geschichten und Fragen. Als Erwachsene reist Stella in den Kongo, um der Faszination ihres Vaters auf den Grund zu gehen. Dort entdeckt sie im Schatten der Sonne die Geheimnisse ihrer Familiengeschichte. Der Autor stellt seinen neuen Roman vor und spricht mit Johanna Öttl.
Lisa Polsters Film dokumentiert das Rückkehrzentrum Bürglkopf in Tirol, wo Asylsuchende isoliert auf 1.300 m leben – fernab gesellschaftlicher Teilhabe, bei minimalem Lohn und ohne Perspektive. Inmitten alpiner Urlaubsidylle zeigt sie eindrücklich die Realität österreichischer Abschottungspolitik.An diesem Abend ist Lisa Polster anwesend.
In autoritären Staaten ist kulturelle Freiheit stark eingeschränkt und doch gibt es oft kleine Freiräume. Angesichts zunehmender illiberaler Tendenzen auch in Demokratien stellt sich dringlich die Frage: Wie lässt sich freie Kultur als Grundpfeiler offener Gesellschaften erhalten? Eine Diskussion mit: Michal Hvorecky, Anastasia Patlay, Dessy Gavrilova. (In englischer Sprache)
MAIIJAs Album I AM thematisiert Identität, innere Konflikte und den Druck gesellschaftlicher Erwartungen. Die elf Songs, produziert mit Peter Paul Aufreiter, sind musikalisch vielfältig arrangiert, zwischen Intimität und Klangfülle – und getragen von Marilies Jagschs eindringlicher Stimme.
Die Künstlerin Anna Paul und die Architektin Daniela Mehlich (DA – Verein zur Förderung von Diskurs) im Gespräch mit der Kunsthistorikerin Veronika Floch über die historische Gestaltung des Kinosaals im Künstlerhaus. Dort hängen zwei großformatige, 1947 entstandene Leinwandgemälde von Rudolf H. Eisenmenger, seines Zeichens nationalsozialistisch belasteter Maler und langjähriger Präsident des Künstlerhauses.
Die diesjährigen literarischen Herbsttage der Alten Schmiede widmen sich der zeitgenössischen chinesischen Literatur. Am ersten Abend gibt es einen Eröffnungsvortrag von Liang Hong und einer Lesung von Lin Sen. Moderiert wird der Abend von Walter Famler. Es folgen weitere literarische Abende bis zum 5.10.
Robert Forster ist Singer-Songwriter aus Australien und war Mitgründer der legendären Indie-Band The Go-Betweens. Seine Songs verbinden Melancholie und Eleganz, oft getragen von literarischem Feinsinn. Auch solo bleibt er ein Meister subtiler Melodien und klarer erzählerischer Stimme.
Kei Ishikawa verfilmt Kazuo Ishiguros Debütroman: In den 1980ern besucht Niki ihre Mutter in England, die nur zögerlich von ihrem Leben im Nachkriegsjapan erzählt. Erinnerungen an Nagasaki, Freundschaft, Sehnsucht und verdrängte Wahrheiten verweben sich zu einem Drama über Verlust und Entwurzelung. Ein Film im Rahmen des "Japannual"-Festivals.
In einer US-Station in der Antarktis treibt ein außerirdischer Formwandler sein Unwesen, der Lebewesen assimiliert und perfekt kopiert. Die Männer der Crew wissen nicht, wem sie trauen können. Carpenter zeigt einen Überlebenskampf, in dem das Misstrauen bedrohlicher wirkt als das Monster selbst – begleitet von Morricones düsteren Klängen.
Die Band, die einfach schönen Pop macht, feiert im Chelsea den zehnten Geburtstag. Sie verbinden Indie-Sounds mit Swing und schaffen so einen Mix aus Vertrautem und Neuem. Ihr Markenzeichen sind die „Shared Drums“, die drei Bandmitglieder spielen. Das sorgt für unverwechselbaren Rhythmus, eingängige Melodien und überraschende Wendungen mit großer Bühnenwirkung.