In Network kündigt der ausgebrannte Nachrichtensprecher Howard Beale live seinen Selbstmord an und wird daraufhin zum Quotengaranten eines sensationsgierigen Senders. Sidney Lumets Mediensatire zeigt, wie Fernsehen Zynismus und Wahnsinn zur Ware macht.
Ein Arbeitsloser bekommt endlich einen Job als Plakatkleber, doch die Anstellung setzt ein Fahrrad voraus. Kurz nach Arbeitsantritt wird es gestohlen. Gemeinsam mit Sohn Bruno durchstreift er das Nachkriegsrom auf der verzweifelten Suche danach. Neorealistisches Schlüsselwerk mit Laiendarstellern, De Sica gewann dafür den Ehrenoscar.
FALTER-Sommergespräch: Wie viel Natur passt in urbane Räume? Begrünte Fassaden, Wildblumenwiesen und Insektenhotels allein reichen nicht, meinen Bettina Leidl, Ferdinand Schmeller, Isa Klee und Dominique Zimmermann. Sie diskutieren, was Natur in der Stadt wirklich braucht. Moderation: Katharina Kropshofer.
PINNED! dokumentiert die Stadtplanung, die Ljubljana (Partnerstadt von Wien) in den letzten 20 Jahren geprägt hat: das Ziel war eine lebendigere, vernetztere, menschengerechtere Stadt. Der Ansatz brachte europaweit Aufmerksamkeit, unter anderem den European Prize for Urban Public Space 2012 und den European Green Capital Award 2016.
Es liest Elias Hirschl aus seinem neuen Roman „Schleifen“. Ihr Debüt gibt an diesem Abend Manuela Tomić, die ihr Werk „Franček“ präsentiert. Moderiert wird der Abend von Christine Scheucher.
Joes und Angelas Ehe steckt in der Krise, als das scheinbar perfekte Nachbarpaar Piña und Hawk zum Abendessen kommt. Aus höflicher Konversation wird im Lauf des Abends ein schonungslos offener Abend, bei dem alte Wunden aufbrechen. Ein Kammerspielfilm von Olivia Wilde.
4 Ministranten aus einer armen Gemeinde in Polen, frustriert über die Gleichgültigkeit von Kirche und Erwachsenen gegenüber sozialer Ungerechtigkeit, werden auf eigene Faust zu moralischen Richtern. Mit Hip-Hop-Energie erzählt der Film über Glauben, Pubertät und Heuchelei, eigenständig in Ton und Perspektive. In Anwesenheit des Regisseurs Piotr Domalewski.
„Mir geht’s um die Menschen“, das vierte Studioalbum des Wiener Rappers Monobrother (VÖ: 15. September, Honigdachs), versteht sich als Utopie einer lebenslangen Kabane im Gänsehäufel für alle. Die Menschen, die er in schwarzhumoriger Rollenprosa zeichnet, wirken wie Karikaturen aus einer Deix-Collage: autoritärer Kleinbürger, opportuner Sozi-Funktionär, Internetjunkie, Fernsehphilosoph.
Pippa verbindet poppige, tanzbare Melodien mit experimenteller Elektronik und ruhigen Instrumentals. Ihre hoffnungsvollen Texte wechseln zwischen direkter Offenheit und märchenhafter Abstraktion, immer eindringlich und vertraut.
Dieser frühe Film von Roberto Rossellini gilt als Schlüsselwerk des italienischen Neorealismus. Im Mittelpunkt steht die schwangere Pina (Anna Magnani), die im besetzten Rom für ihren Verlobten im Widerstand kämpft, ein Sinnbild für Mut und Menschlichkeit im Krieg. Filmgespräch mit Paulus Ebner (Historiker und Leiter des Archivs der TU Wien) und Linda Erker (DÖW), OmeU....
Er war 2012 ein Senkrechtstarter. Mit zwanzig Jahren landete Ásgeir mit "Dýrð í dauðaþögn" ein Album, das mehr als jeder zehnte Isländer besitzt. Später übersetzte er es mit John Grant ins Englische, der Guardian verglich seine fragile Stimme mit Antony and the Johnsons. Aktuelles Album: "Julia" (2026).
Anna Weidenholzer liest aus „Hier treibt mein Kartoffelherz“: ihre Figuren wirken wie in einem skurrilen Wimmelbild, Außenseiter, nur scheinbar unverbunden. Lakonisch und mit feinem Witz erzählt sie von einer Gesellschaft, der alte Gewissheiten abhandenkommen. Musikalisch begleitet von Fargo: das Duo verbindet mit zwei Gitarren, Trompete und Klarinette österreichisches Lied und frühe amerikanische Rootsmusik.
Sebastian Brauneis’ „AMS – Arbeit muss sein“ erzählt von Menschen, die arbeiten wollen, aber an bürokratischen Hürden scheitern. Zwischen Sozialsatire, absurdem Humor und magischem Realismus zeigt der Film ein Arbeitsmarkt-System, das Ausgrenzung produziert statt Perspektiven schafft. In Anwesenheit des Regisseurs.
Das Filmcasino und Filmhaus zeigen die Rache-Trilogie und Thirst des koreanischen Regisseurs Park Chan-wook: in Sympathy for Mr. Vengeance, Oldboy und Lady Vengeance treibt Rache Figuren in moralische Abgründe, mit drastischer Konsequenz, mit stilistischer Wucht erzählt. Thirst variiert das Thema als Vampirgeschichte um einen Priester.
Richard Prince entlarvt die Bilderwelt der Konsumgesellschaft. Die ALBERTINA zeigt sein Werk von den 1970ern bis heute. Im Fokus steht die Fotografie: Von ikonischen „Refotografien“ wie der Cowboy-Serie bis hin zu Collagen hinterfragt Prince Mythen, Originalität und Autorenschaft der US-Alltagskultur. Die Ausstellung ist bis 16.8. zu sehen.
Die Ausstellung stellt das Werk der deutsch-amerikanischen Künstlerin und Designerin erstmals umfassend in Österreich vor. Von den Anfängen am Bauhaus über das Black Mountain College bis zur theoretischen Auseinandersetzung mit Textilkunst und Design.
Tocotronic prägten den deutschen Pop mit einzigartigen Texten und Wortspielen wie „Zeitverfluggeschwindigkeit“. 1993 als Trio gegründet, sind sie nach Jahren als Quartett wieder geschrumpft. Mit Golden Years bleibt die Band sich treu und entwickelt sich weiter. Im August gibt es ein Open Air Konzert von ihnen in der Arena.
Die Ausstellung beleuchtet Arbeit als politisches, soziales und existenzielles Thema – von Norm bis Zumutung, von Erwerbs- bis Care-Arbeit. Gezeigt werden Werke vom Mittelalter bis heute, ergänzt durch internationale Leihgaben und neue Arbeiten, die persönliche wie gesellschaftliche Dimensionen sichtbar machen. Die Ausstellung ist bis 30.8.2026 zu sehen.
Die Donauinsel entstand als Hochwasserschutzprojekt und wurde zu einem der wichtigsten Freiräume Wiens. Die Ausstellung im Wien Museum erzählt von der Planung und dem Bau der Insel, ihrer frühen Nutzung als wildes Überschwemmungsgebiet und ihrer Bedeutung als sozialer und ökologischer Raum in einer wachsenden Stadt.
Fünf Jahre lang besuchte die Künstlerin Barbara Pacholik 20 Frauen, sprach mit ihnen über ihre Arbeit und malte anschließend großformatige Porträts. Die Ausstellung verbindet Bilder und Gesprächsauszüge und versammelt Persönlichkeiten von Barbara Blaha bis Nicola Werdenigg. Zu sehen ist die Ausstellung bis 31.8.2026 täglich von 8:00 bis 20:00.
"Von Wegen Lisbeth" aus Berlin verbinden Indie-Pop mit verspielten Texten, Alltagsbeobachtungen und viel Humor. Mit Gitarre, Synths und ungewöhnlichen Instrumenten schaffen sie einen eigenständigen Sound, der zwischen Leichtigkeit und Melancholie pendelt. Warum wohl "Element of Crime" ein Fan dieser Band sind? Ein Arena-OpenAir Konzert.
Im Fotoarsenal wird die Videotrilogie DOKU von Lu Yang eröffnet. In drei 3D-animierten Filmen bewohnt ein Avatar, gestaltet nach der chinesischen Künstlerin selbst, verschiedene digitale Welten. Die zentrale Frage: Was bleibt von mir, wenn mein Bewusstsein digitalisiert und endlos wiedergeboren werden kann? Die Ausstellung ist Teil der "Vienna Digital Cultures 2026".