In Network kündigt der ausgebrannte Nachrichtensprecher Howard Beale live seinen Selbstmord an und wird daraufhin zum Quotengaranten eines sensationsgierigen Senders. Sidney Lumets Mediensatire zeigt, wie Fernsehen Zynismus und Wahnsinn zur Ware macht.
Ein Arbeitsloser bekommt endlich einen Job als Plakatkleber, doch die Anstellung setzt ein Fahrrad voraus. Kurz nach Arbeitsantritt wird es gestohlen. Gemeinsam mit Sohn Bruno durchstreift er das Nachkriegsrom auf der verzweifelten Suche danach. Neorealistisches Schlüsselwerk mit Laiendarstellern, De Sica gewann dafür den Ehrenoscar.
FALTER-Sommergespräch: Wie viel Natur passt in urbane Räume? Begrünte Fassaden, Wildblumenwiesen und Insektenhotels allein reichen nicht, meinen Bettina Leidl, Ferdinand Schmeller, Isa Klee und Dominique Zimmermann. Sie diskutieren, was Natur in der Stadt wirklich braucht. Moderation: Katharina Kropshofer.
PINNED! dokumentiert die Stadtplanung, die Ljubljana (Partnerstadt von Wien) in den letzten 20 Jahren geprägt hat: das Ziel war eine lebendigere, vernetztere, menschengerechtere Stadt. Der Ansatz brachte europaweit Aufmerksamkeit, unter anderem den European Prize for Urban Public Space 2012 und den European Green Capital Award 2016.
Nach dem Tod ihres Vaters beginnt Helen, einen Habicht zu zähmen und abzurichten. Die Verfilmung von Helen Macdonalds autobiographischem Buch lebt von Foys zurückhaltendem Spiel und eindringlichen Naturaufnahmen. Ein Geschichte über Trauer und Wildheit.
Es liest Elias Hirschl aus seinem neuen Roman „Schleifen“. Ihr Debüt gibt an diesem Abend Manuela Tomić, die ihr Werk „Franček“ präsentiert. Moderiert wird der Abend von Christine Scheucher.
In Barry Lyndon steigt der irische Außenseiter Redmond Barry im 18. Jahrhundert durch List, Liebe und Krieg zum englischen Adel auf und stürzt ebenso tief. In meisterhaften Bildern (die sehr oft an Gemälde von William Hogarth erinnern) erzählt Stanley Kubrick in diesem Film von Aufstieg, Dekadenz und dem unaufhaltsamen Verfall.
„Mir geht’s um die Menschen“, das vierte Studioalbum des Wiener Rappers Monobrother (VÖ: 15. September, Honigdachs), versteht sich als Utopie einer lebenslangen Kabane (eine Kabane ist größer als eine Kabine) im Gänsehäufel für alle. Die Menschen, die er in schwarzhumoriger Rollenprosa zeichnet, wirken wie Karikaturen aus einer Deix-Collage: autoritärer Kleinbürger, opportuner Sozi-Funktionär, Internetjunkie, Fernsehphilosoph.
Sehr viel Musik gibt es bei ICEBERG, eine Wiener Partyinstitution, die es bereits seit 1993 gibt. In drei Hallen legen 9 DJs Musik der unterschiedlichen Genres auf und im Freigelände der Arena kann man wieder durchatmen und sich ein kühlendes Getränk besorgen.
Pippa verbindet poppige, tanzbare Melodien mit experimenteller Elektronik und ruhigen Instrumentals. Ihre hoffnungsvollen Texte wechseln zwischen direkter Offenheit und märchenhafter Abstraktion, immer eindringlich und vertraut.
Dieser frühe Film von Roberto Rossellini gilt als Schlüsselwerk des italienischen Neorealismus. Im Mittelpunkt steht die schwangere Pina (Anna Magnani), die im besetzten Rom für ihren Verlobten im Widerstand kämpft, ein Sinnbild für Mut und Menschlichkeit im Krieg. Filmgespräch mit Paulus Ebner (Historiker und Leiter des Archivs der TU Wien) und Linda Erker (DÖW), OmeU....
Catastrophe & Cure ist eine österreichische Indie-Band aus Oberösterreich und Wien. Seit 2009 verbindet sie Gitarren, Synthesizer und zurückhaltenden Gesang zu melancholisch geprägten Songs. Die Band ist eng mit der heimischen FM4-Szene verbunden. Ein Konzert im Rahmen des Kultursommers.
Er war 2012 ein Senkrechtstarter. Mit zwanzig Jahren landete Ásgeir mit "Dýrð í dauðaþögn" ein Album, das mehr als jeder zehnte Isländer besitzt. Später übersetzte er es mit John Grant ins Englische, der Guardian verglich seine fragile Stimme mit Antony and the Johnsons. Aktuelles Album: "Julia" (2026).
Nach 25 Jahren verliert Papierfachmann Man-su seinen Job. Wiederholte Demütigungen im Bewerbungsprozess und die damit zusammenhängende Automatisierung treiben ihn zu einer grotesken Lösung: Er ködert Konkurrenten mit Fake-Stellenanzeigen und eliminiert sie. Park Chan-wook inszeniert eine grelle, dunkelsatirische Thriller-Parabel über Arbeit, Männlichkeit und moralischen Zerfall. Offizieller Kinostart in Österreich am 6.2.2026.
Olga Kosanović, in Österreich geboren und aufgewachsen, kämpft um die Staatsbürgerschaft, ihr Antrag wurde aufgrund eines 58 Tage-Aufenthalts im Ausland abgelehnt. In ihrer Dokumentation hinterfragt sie mit Humor und kritischer Haltung, was Zugehörigkeit bedeutet, und beleuchtet die Schattenseiten restriktiver Einbürgerungsgesetze. Der Film lotet Identität, Ausgrenzung und demokratische Strukturen in Österreich aus. (OmeU)
Kuh Veronika wurde kurzzeitig weltberühmt, weil sie Werkzeuge benutzen kann. Das wirft die Frage auf, wie klug Tiere in unserer Nähe wirklich sind, von Taube bis Ratte. Kognitionsbiologin Alice Auersperg und Verhaltensbiologe Thomas Bugnyar diskutieren mit Katharina Kropshofer (FALTER), was Stadtmenschen daraus lernen könnten.
"American Utopia" von Spike Lee ist eine Aufzeichnung der gleichnamigen Broadway-Show. David Byrne trat mit 11 internationalen Musiker:innen auf, mit Songs seines Soloalbums, Talking Heads Klassikern und Janelle Monáes Hell You Talmbout, dazwischen Gedanken zu Gesellschaft, Politik und Gemeinschaft.
Die Choreographin Eun-Me Ahn recherchiert nordkoreanische Tanzformen aus Internetvideos: Fächertänze, Militärparaden, Akrobatik. Ihre Company transformiert das humorvoll in Richtung Pop, begleitet von Gayageum und Technosound. Die Choreografin hoffte auf Wiedervereinigung, deren Erfüllung noch aussteht. Um 19:30 gibt es ein Gespräch mit Eun-Me Ahn in der Roten Bar.
Anna Weidenholzer liest aus „Hier treibt mein Kartoffelherz“: ihre Figuren wirken wie in einem skurrilen Wimmelbild, Außenseiter, nur scheinbar unverbunden. Lakonisch und mit feinem Witz erzählt sie von einer Gesellschaft, der alte Gewissheiten abhandenkommen. Musikalisch begleitet von Fargo: das Duo verbindet mit zwei Gitarren, Trompete und Klarinette österreichisches Lied und frühe amerikanische Rootsmusik.
Ivna Žic, Meral Kureyshi und Tanja Miljanović lesen aus aktuellen Texten und diskutieren, was „postmigrantisch“ heute bedeutet: ästhetische Praxis, politische Haltung oder biografische Erfahrung. Drei Autorinnen, drei Perspektiven auf Schreiben zwischen Sprachen und Zugehörigkeiten. Moderation: Marina Porobic.
An diesem Abend liest Josef Winkler aus seinem neuen Roman „Das Glück ist ein Engel mit ernstem Gesicht“. Ihr Debüt gibt an diesem Abend Sarah Wipauer, die ihr Werk „Fehlende Gespenster“ präsentiert. Moderiert wird der Abend von Klaus Kastberger.
Pianistengasse 2026: Die Piaristengasse verwandelt sich für einen Abend in einen Open-Air-Konzertsaal. Ein Flügel auf dem barocken Platz, dazu passende Lichtinstallation an der Kirche. Mit Sofia Taliani, Anita Eberwein und Meaghan Burke, quer durch Zeiten und Genres. Beginn 20:26 Uhr, Einlass 19:30.
Sowohl musikalisch als auch textlich können die Songs des österreichischen Duos "Euroteuro" als dadaistischer Pop bezeichnet werden. Für alle, die Lo-Fi Gitarrenpop mögen. Im Rahmen des Kultursommers 2026.
Die Teilnehmer:innen präsentieren gemeinsam mit ihren Dozent:innen die Ergebnisse aus vier Wochen intensiver Workshop-Arbeit: ein lebendiger Abschluss des Festivalsommers, der heuer erstmals im Arkadenhof des Wiener Rathauses stattfindet. Anschließend laden DJs zum gemeinsamen Tanzen und ausgelassenen Feiern von vier erlebnisreichen Workshop-Wochen ein.
Drei Frauen namens Cissie Colpitts ertränken nacheinander ihre Ehemänner. In "Drowning by Numbers" verbindet Peter Greenaway Märchenmotive, schwarzen Humor und strenge formale Regeln. Die Zahlen 1 bis 100 tauchen im Bild auf und strukturieren ein Spiel aus Ritual, Schuld und Wiederholung.
Geführter Spaziergang durch Nussdorf auf Beethovens Spuren, mit Impulsen von Klaus Christa zu seinem Leben, anschließend Konzert im Beethoven Museum mit seinen letzten beiden Streichquartetten, op. 131 und op. 135. Start 9:30 an der Endstation der Linie D, Konzert um 11:00, auch separat besuchbar.
All the President's Men von Alan J. Pakula rekonstruiert, wie die Journalisten Bob Woodward und Carl Bernstein die Watergate-Affäre aufdecken. Akribische Recherche statt Action, Telefonate und Aktenberge als Spannungsträger. Ein Meilenstein des politischen Kinos, präzise inszeniert und bis heute unerreicht in seiner Sachlichkeit.
Barbara (Valerie Pachner) ist Clownin und lebt mit ihrem Partner und den beiden Kindern ein glückliches Familienleben. Ein Unfall reißt sie aus allem heraus. Adrian Goigingers Film nach dem Bestseller von Barbara Pachl-Eberhart erzählt nicht-linear von Verlust und Trauer, aber auch davon, wie man weiterleben kann.
Nach den US-Angriffen auf den Iran ist Energiewende wieder Thema: Wie gelingt sie, ohne zu viele zu vergrämen? Sozioökonomin Therese Guttmann (WU Wien) und Sozialbau-Chef Ernst Bach diskutieren, was technisch möglich, sozial verträglich und politisch machbar ist. Moderation: Eva Konzett (FALTER).
Johnny Depp ist als angeschossener Buchhalter auf der Flucht durchs surreale Ödland des amerikanischen Westens. Der hochgebildete Indianer Nobody (so unglaublich gut dargestellt von Gary Farmer) begleitet ihn auf einer spirituellen Reise zwischen Leben und Tod. Jarmuschs hypnotischer Schwarz-Weiß-Anti-Western mit Neil Young-Soundtrack ist eine poetische Abrechnung mit Industrialisierung und Gewalt. "I was then taken east,...
Paloma 004 (AT) begann 2021 als Soloprojekt von Lisa Obereder und ist mittlerweile eine vierköpfige Wiener Band. Ihr Sound bewegt sich zwischen Post-Punk, Grunge, Shoegaze und Synthpop, die Texte verhandeln Alltagsabsurditäten und Sinnfragen. Debütalbum: „Alles fängt neu an“
Eine schwarze Henne flieht aus einer Hühnerfarm und wandert durch die griechische Provinz, vorbei an Tankstellen und streunenden Füchsen. Der ungarische Regisseur György Pálfi verbindet Tierperspektive mit dem Drama einer Familie am Rand der Existenz. Mal märchenhaft, mal satirisch.
Clar Gallistl fragt in ihrem Buch "Soft Power" (WASSER Publishing), was von #MeToo im Kulturbetrieb wirklich geblieben ist: Überarbeitung, schlechte Bezahlung, Sexismus, Rassismus und Machtmissbrauch bestehen weiter. Im Gespräch mit Kolleg:innen und Expert:innen zwischen Wien und London sucht sie nach Wegen zu einer menschenfreundlicheren, demokratischeren Kulturbranche.
Sandra Gugić liest aus „Niemand weiß, dass wir hier sind“, einem Roman über Fremdsein, Israel und die Westbank vor dem Hintergrund des 7. Oktober 2023. Hans-Joachim Gögl präsentiert „Vatertag“, eine feinfühlige und humorvolle Geschichte über das Verhältnis von Vater und Sohn. Moderation: Sebastian Fasthuber.
Frachild ist eine vierköpfige Indie-Band aus Wien. Melancholische Gitarrenmelodien verschmelzen mit drei charakteristischen Stimmen zu einem atmosphärischen Sound. Die Band, die seit 2021 gemeinsam musiziert, verbindet inspirierte Instrumentierung mit poetischen Texten über persönliche Themen.
Babyshambles, 2004 von Peter Doherty in London gegründet, war prägend für den britischen Indie-Rock der 2000er. Nach zwölf Jahren Pause folgt nun „Dandy Hooligan", die erste neue Single seit einer Dekade: Reggae, Ska und Pop, gewidmet dem Weggefährten Bob Morris aus der antifaschistischen Szene.
Regisseur Igor Bezinović untersucht die Geschichte seiner Heimatstadt Rijeka (italienisch Fiume) nach dem Ersten Weltkrieg, als die Hafenstadt von italienischen Milizen unter Dichter Gabriele D'Annunzio 15 Monate besetzt wurde. Kroatiens Oscar-Beitrag lässt diese ernüchternde Momentaufnahme des frühen europäischen Faschismus mit sehr kreativen Stilmitteln lebendig werden. Meinungen zu 42C Filmen können nur von Newsletter Abonnent:innen (mit...
Richard Prince entlarvt die Bilderwelt der Konsumgesellschaft. Die ALBERTINA zeigt sein Werk von den 1970ern bis heute. Im Fokus steht die Fotografie: Von ikonischen „Refotografien“ wie der Cowboy-Serie bis hin zu Collagen hinterfragt Prince Mythen, Originalität und Autorenschaft der US-Alltagskultur. Die Ausstellung ist bis 16.8. zu sehen.
Die Ausstellung stellt das Werk der deutsch-amerikanischen Künstlerin und Designerin erstmals umfassend in Österreich vor. Von den Anfängen am Bauhaus über das Black Mountain College bis zur theoretischen Auseinandersetzung mit Textilkunst und Design.
Der alternde Klavierstimmer Harry (Dustin Hoffman) und sein hörsensibler Lehrling Niki (Leo Woodall) arbeiten für reiche Kunden. Niki nutzt sein absolutes Gehör dann auch dazu, um Safes zu öffnen und gerät in ein kriminelles Netzwerk. Zwischen Liebe, Geldnot und Moral entwickelt sich ein leiser Thriller mit viel Jazzmusik im Soundtrack. Regie führte Daniel Roher.
"Kontinentaldrift" sind zwölf Reisegeschichten zwischen Armenien, Nepal und Dubai: Marianne Jungmaier erzählt von Begegnungen, Aufbrüchen und Zugehörigkeit fernab bekannter Reiserouten. Karin Ivancsics erkundet Sansibar jenseits des Postkartenbilds: Begegnungen mit Einheimischen, Kolonialgeschichte und Tourismus bilden ein Porträt der Insel.
Affeksjonsverdi (2025) von Joachim Trier erzählt, wie die Schwestern Nora und Agnes nach Jahren den abwesenden Vater Gustav wiedersehen, ein früher gefeierter Regisseur. Er will Nora für sein Comeback engagieren, sie lehnt ab. Als er stattdessen eine Hollywood‑Schauspielerin holt, gerät die Familie ins emotionale Wanken.
Ägypten, Sommer 1967: Ahmed erhält einen Brief aus Österreich. Was als Brieffreundschaft mit Liz beginnt, wächst sich zur Lebensgeschichte zweier Menschen aus, die über Jahrzehnte, Kriege und kulturelle Grenzen hinweg verbunden bleiben. Abu Bakr Shawky erzählt in fünf Episoden die Geschichte seiner eigenen Eltern, mit Archivmaterial verwoben.
Zwei Buchpremieren: Eva Menasse erzählt in „Alleinruhelage" von einer Frau, die nach der Scheidung ihr Wochenendhaus in der ehemaligen DDR neu entdeckt, renoviert und schließlich verkauft. Helfer sind zwei polnische Kettenraucher, die alles können. Sasa Hantens Romandebüt „Talent zum Glück" begleitet zwei Jugendfreunde, die sich mit Anfang dreißig wiederbegegnen und beide an einem Punkt stehen,...
Die Kuratorin Susanne Winkler führt durch die Geschichte des Praters, dem Vergnügungspark und Naherholungsgebiet, der/das so intensiv mit der Stadt Wien verbunden ist, von der Öffnung des Praters durch Joseph II. vor 250 Jahren bis heute.
Das Martin Listabarth Trio mit himself (Piano), Gidi Kalchhauser (Kontrabass) und Sebastian Simsa (Schlagzeug) verbindet Jazz mit Klassik und Pop. In fein abgestimmtem Zusammenspiel entstehen musikalische Geschichten von Madrid bis Istanbul. Im Fokus steht das Release des neuen Albums In Her Footsteps.
Zwei New Orleans-Gauner und ein italienischer Tourist landen aus fragwürdigen Gründen in derselben Gefängniszelle. Nach ihrem Ausbruch stapfen sie durch die Sümpfe von Louisiana, ohne rechten Plan, aber mit viel lakonischem Wortwitz. Jarmuschs Schwarzweißfilm lebt von seinem Trio: John Lurie, Tom Waits und Roberto Benigni, dessen Italoenglisch für sich schon ein Erlebnis ist. Ein Roadmovie,...
Ohne erkennbaren Grund wird Geschäftsmann Oh Dae-su 15 Jahre in einem fensterlosen Raum gefangen gehalten. Nach seiner plötzlichen Freilassung sucht er Antworten und schwört Rache an seinen Peinigern. Park Chan-wooks koreanischer Kultthriller vereint stilistische Brillanz mit unerbittlicher Härte und gilt als Meisterwerk des modernen Kinos.
"Girls & Gods" von Arash T. Riahi & Verena Soltiz begleitet die ukrainische FEMEN-Aktivistin Inna Shevchenko auf einer Reise um die Welt. In Gesprächen mit Frauen, Theolog:innen, Aktivist:innen und Gläubigen erkundet sie, ob und wie sich Religion und Feminismus miteinander versöhnen lassen.
In einer Zukunft, in der Bücher verboten sind, muss Feuerwehrmann Montag (Oskar Werner) diese verbrennen, bis ihn Zweifel erfassen. Heimlich beginnt er zu lesen und gerät dadurch in Konflikt mit seiner, durch Medien betäubten, Frau und dem System. François Truffauts einziger englischsprachiger Film, nach dem Roman von Ray Bradbury, balanciert Science Fiction mit leiser Melancholie....
In Markus Schleinzers "Rose" gibt sich eine Frau (Sandra Hüller) nach zehn Jahren als Soldat erneut als Mann aus und baut einen verfallenen Hof wieder auf. Um weiteres Land zu erwerben, muss sie heiraten. Als ihre wahre Identität auffliegt, folgt ein hartes Urteil. Ein eindringlicher Schwarzweißfilm (mit grandiosen Aufnahmen) über Geschlechterverhältnisse und patriarchale Gewalt.
Tocotronic prägten den deutschen Pop mit einzigartigen Texten und Wortspielen wie „Zeitverfluggeschwindigkeit“. 1993 als Trio gegründet, sind sie nach Jahren als Quartett wieder geschrumpft. Mit Golden Years bleibt die Band sich treu und entwickelt sich weiter. Im August gibt es ein Open Air Konzert von ihnen in der Arena.
Zwei Buchpremieren: Paulus Hochgatterer schickt den nachdenklichen Ingemar mit einer schwarzen Katze namens Mio auf philosophische Abwege. Marlen Mairhofer lässt in "Alice" die seltsame Innenwelt eines Mädchens aufscheinen, die für Erwachsene wie ein Traum wirkt, aber harte Realität ist. Abschlussveranstaltung der O-Töne.
Im Schottland der 1980er entwickelt John schwere Tics, die erst später als Tourette-Syndrom erkannt werden. Kirk Jones erzählt eine wahre Geschichte mit Humor und Empathie: vom Außenseiterdasein, familiären Überforderungen und der befreienden Erfahrung, ohne Vorbehalt akzeptiert zu werden.
Zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann kommt ihr einziger zu Lebzeiten erschienener Roman "Malina" (1971) als Reading Performance mit Juliane Werner und Lens Kühleitner ins Museumsquartier. Ein Roman, der das Weiterwirken von Krieg und Zerstörung in Beziehungen beschreibt.
"Perfect Day“ von Lou Reed war 2024 im Soundtrack von Wim Wenders’ „Perfect Days“ zu hören, in „Trainspotting“ erklingt der Song an einer Stelle, an der von Perfektion keine Spur ist. Renton setzt sich die stärkste Dosis seines Lebens und versinkt in der Straße, während Reeds Stimme ungerührt weiterläuft. Der Soundtrack zählt zu den Markenzeichen...
„Noga" von Jono und Benji Bergmann begleitet die israelische Elektropop-Künstlerin Noga Erez und ihren Partner Ori Rousso über fünf Jahre, von der Arbeit an ihrem Debütalbum bis zum 7. Oktober 2023 und seinen Folgen. Der Film ist Musikdokumentation, Beziehungsdrama und politisches Zeitporträt zugleich.
SHA-N ist eine österreichisch-deutsche Sängerin und Songwriterin mit thailändischen Wurzeln. Seit 2020 widmet sie sich ganz der Musik und sammelte Bühnenerfahrung mit verschiedenen Bands. 2023 erschien ihre erste EP. Ihr Indie-Alternative-Sound verbindet emotionale Tiefe mit Neugier auf neue Klangwelten. Seit Mai 2025 ist sie mit Band aktiv. Hörprobe: SHA-N - Soliloquy
Low Life Rich Kids sind ein Wiener Trio aus den Schauspieler:innen Coco Brell, Mara Romei und Singer‑Songwriter Bernhard Eder. Ursprünglich für ein Burgtheater‑Stück gegründet, eroberten sie mit ihrer Debütsingle „Angst“ die FM4‑Charts und mischen seither Post‑Punk, Pop und Spoken‑Word: live energiegeladen und politisch selbstironisch. Im Rahmen des Gürtel Night Walks, open air.
Die Ausstellung beleuchtet Arbeit als politisches, soziales und existenzielles Thema – von Norm bis Zumutung, von Erwerbs- bis Care-Arbeit. Gezeigt werden Werke vom Mittelalter bis heute, ergänzt durch internationale Leihgaben und neue Arbeiten, die persönliche wie gesellschaftliche Dimensionen sichtbar machen. Die Ausstellung ist bis 30.8.2026 zu sehen.
Die Donauinsel entstand als Hochwasserschutzprojekt und wurde zu einem der wichtigsten Freiräume Wiens. Die Ausstellung im Wien Museum erzählt von der Planung und dem Bau der Insel, ihrer frühen Nutzung als wildes Überschwemmungsgebiet und ihrer Bedeutung als sozialer und ökologischer Raum in einer wachsenden Stadt.
Das Filmcasino und Filmhaus zeigen die Rache-Trilogie und Thirst des koreanischen Regisseurs Park Chan-wook: in Sympathy for Mr. Vengeance, Oldboy und Lady Vengeance treibt Rache Figuren in moralische Abgründe, mit drastischer Konsequenz, mit stilistischer Wucht erzählt. Thirst variiert das Thema als Vampirgeschichte um einen Priester.
Die 17-jährige Ivy, gerade in Krebsremission, wird von ihren Eltern widerwillig in ein Feriencamp für junge Krebspatienten geschickt. Statt Klinikatmosphäre erwartet sie dort Freundschaft, erste Liebe und ein Sommer voller Chaos mit einer Truppe schräger Camp-Kolleg:innen. Mit Bella Ramsey in der Hauptrolle. Ein beschwingender und zugleich berührender Film von George Jaques.
Westliche Demokratien kämpfen mit Polarisierung, schwindender Kooperationsfähigkeit und Opportunismus. Judith Kohlenberger, Laurenz Ennser-Jedenastik und Kurt Guwak zeigen in ihrem Buch „Demokratie sucht Zukunft" (Goldegg), wie Parteien neu gedacht werden können. Gespräch mit Matti Bunzl.
Seit April 2025 ist der Eintritt in die Secession jeden ersten Mittwoch im Monat frei. Besucher*innen können das berühmte Beethovenfries und wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst kostenlos erleben: ein Zeichen für mehr kulturelle Teilhabe.
Joes und Angelas Ehe steckt in der Krise, als das scheinbar perfekte Nachbarpaar Piña und Hawk zum Abendessen kommt. Aus höflicher Konversation wird im Lauf des Abends ein schonungslos offener Abend, bei dem alte Wunden aufbrechen. Ein Kammerspielfilm von Olivia Wilde.
Der Eiserne Vorhang spaltete Europa ab 1945 in West und Ost. An neun Ländern und Menschen, die an der Systemgrenze den Tod fanden, zeichnet Walter Mayr, ehemaliger Leiter des "Spiegel"-Büros in Wien, die Verwerfungen nach. Moderation: Christian Ultsch (Die Presse).
Bevor Nick Park 1989 mit „Creature Comforts“ und „A Grand Day Out“, dem ersten Wallace-&-Gromit-Kurzfilm, die Welt begeisterte, hatte Aardman Animations bereits mit der Knetfigur Morph und der für Channel 4 produzierten Reihe „Conversation Pieces“ gezeigt, welches erzählerische und komische Potenzial in der Knetanimation steckt. Viele Kurzfilme für einen vergnüglichen Kinoabend.
Ringstraße, Hochquellenleitung, Kanalisation, Stadtbahn: Wien um 1900 war eine einzige Großbaustelle. Die Dauerpräsentation "Wien 1900. Aufbruch in die Moderne" beleuchtet, wie aus der Kaiserstadt eine moderne Großstadt wurde. Kostenlose Führungen um 18:30 und 19:00 Uhr.
El Awadalla, Österreichs Dialektexpertin, hat in allen 110 Wiener U-Bahn-Stationen gelauscht und authentische Dialoge gesammelt. Das Ergebnis: ein diverses Bild an Herkünften, Humor und Schmäh, das zeigt, wie lebendig es in Wiens Untergrund zugeht.
"Von Wegen Lisbeth" aus Berlin verbinden Indie-Pop mit verspielten Texten, Alltagsbeobachtungen und viel Humor. Mit Gitarre, Synths und ungewöhnlichen Instrumenten schaffen sie einen eigenständigen Sound, der zwischen Leichtigkeit und Melancholie pendelt. Warum wohl "Element of Crime" ein Fan dieser Band sind? Ein Arena-OpenAir Konzert.
Im Cochabamba-Tal wächst die junge Quechua Clara als Tochter einer Hebamme auf und begleitet ihre Ziehmutter zu Hausgeburten. Ihre Gesänge helfen, neues Leben auf die Welt zu bringen. Doch Clara träumt von der Stadt und einem Leben als Folkloresängerin. Leise, bildstark, mehrfach ausgezeichnet. Ein Film von Álvaro Olmos Torrico.
Wasser spiegelt, formt, trägt fort. "Liquid Landscapes" macht diese Spannung sichtbar: Landschaften im Übergang, Farben wie Strömungen, Formen, die sich lösen. Zur Finissage dieser Gruppenausstellung spielen Ray Aichinger (Saxophon) und Kati Kochetova (Klavier) Jazz mit Pop-, Film- und Volksmusikeinflüssen.
Attwenger spielen "Wos", das ist ihr neues Album. Attwenger verbinden traditionelle Musik mit Punkrock, Trap, Hip-Hop, Techno und Dub. Hans-Peter Falkner (elektrische Knopfharmonika, Gesang) und Markus Binder (Schlagzeug, Elektrobeats, Maultrommel, Gesang) machen blitzgescheite Musik im Dialekt, die den Arsch zum Wackeln bringt. Live ein Erlebnis. Konzert im Rahmen des Volksstimmefests.
Im Fotoarsenal wird die Videotrilogie DOKU von Lu Yang eröffnet. In drei 3D-animierten Filmen bewohnt ein Avatar, gestaltet nach der chinesischen Künstlerin selbst, verschiedene digitale Welten. Die zentrale Frage: Was bleibt von mir, wenn mein Bewusstsein digitalisiert und endlos wiedergeboren werden kann? Die Ausstellung ist Teil der "Vienna Digital Cultures 2026".