Cathrin Kahlweit im Gespräch mit dem slowakischen Journalisten Michal Hvorecky, der sich gegen Robert Ficos autoritäres Regime zur Wehr setzt. Wegen Kritik an der Kulturministerin drohen ihm fünf Jahre Haft. Sein Buch "Dissident" verbindet Erinnerungen an 1989 mit einem Plädoyer für Widerstand.
Bastian Schneiders "Umschreibung" folgt einem Detektiv auf der Suche nach einem verschollenen Kafka-Text bis nach Argentinien. Thomas Raabs "Jedermanns Dämon" erzählt von einem Werbetexter, der vor einer Seuche in ein Schloss flieht. Beide Romane spielen mit Fiktion, Identität und Genre. Moderation: Johannes Tröndle.
Der Dokumentarfilm von Richard Ladkani begleitet die indigene Anführerin Juma Xipaia bei ihrem Widerstand gegen die Zerstörung des Amazonas-Gebiets durch Goldminen. Er zeigt ihren Weg in die Politik und den Schutz ihres Territoriums. Ein Porträt über den Erhalt von Lebensraum und die Kämpfe indigener Völker. Nach dem Film gibt es ein Gespräch mit Richard und...
Ein Theaterabend über Nelly Sachs: Flucht vor den Nazis, Exil in Schweden und eine von Schmerz und Sprachsuche geprägte Lyrik. Regisseurin Ingrid Lang entwickelt im Nestroyhof eine karge Inszenierung aus Tanz, Musik und Zitaten über Heimatlosigkeit, Erinnerung und poetischen Widerstand.
Der Aktivismus von Frauen für den Nationalsozialismus wird bis heute oft verschwiegen. Ausgehend vom Nachlass der Tirolerin Paula Lang (1906–1991) beleuchtet die Historikerin Heidrun Zettelbauer in einem Impulsvortrag Motive und Handlungsräume von Frauen in deutschnational-völkischen Kontexten. Mit anschließender Diskussion.
Kreisky verbindet klare Sprache mit kantigem Sound. Die Band arbeitet mit Wiederholungen, direkter Beobachtung und lakonischem Witz. Ihre Stücke wirken wie zugespitzte Kommentare zum Alltag, getragen von einer rauen, präzisen Energie, die ohne Pathos auskommt. Sie sind wieder da, mit mehr dB und unterwegs in Österreich. Das Konzert ist ausverkauft, es gibt jedoch einen Live-Stream...
Das Wiener Rathaus feiert seinen Architekten Friedrich von Schmidt mit einer Ausstellung der Wienbibliothek. Gezeigt werden Entwürfe, Modelle, historische Objekte und Plakate. Auch die originalen Bibliotheksräume von 1886 öffnen sich und präsentieren 140 Jahre Rathausgeschichte. Zu sehen bis 30.4.
Tomer Gardis "Liefern" erzählt von der prekären Lage von Essenslieferant:innen zwischen Eritrea, Berlin, Tel Aviv und Istanbul. Mercedes Spannagels "Crashtest Dummies" folgt einer Ingenieurin in der Automobilindustrie, die unter neoliberalem Leistungsdruck in eine Konkurrenzsituation gedrängt wird. In beiden Romanen spielt die Arbeitswelt also eine wichtige Rolle.
Im Rahmen des Ö1 Jazztags treffen zwei Acts im Treibhaus Innsbruck aufeinander, die mit Jazz im engeren Sinn nur am Rand zu tun haben: Manu Delago & Max ZT mit stiloffener Kammermusik zwischen Handpan und Hackbrett sowie Yasmo & die Klangkantine mit kraftvollem Rap und frechen Texten. Live ab 19:30 dort, aber auch auf OE1...
Die Tragikomödie "Un Poeta" von Simón Mesa Soto folgt dem gescheiterten Dichter Óscar Restrepo in Medellín. Zwischen Sucht und Depression schöpft der alternde Künstler neue Hoffnung, als er Mentor der talentierten Schülerin Yurlady wird. Der Film thematisiert künstlerische Selbstzweifel mit Humor.
Zum dritten Mal verwandelt das Strafiato Festival Innsbruck in eine Bühne für urbane Blasmusik. Acht Streetbands mit über 200 Musiker:innen aus Italien, Frankreich, Belgien und Deutschland bespielen vom 1. bis 3. Mai den öffentlichen Raum. Kostenlos, laut und jenseits vom Mainstream. Eine Liebeserklärung an Leben und Demokratie. Michael Neuhauser hat in den OE1-Spielräumen eine Sendung...
Das Pratermuseum öffnet an diesem Wochenende nicht nur die Türen, sondern wartet auch mit unzähligen Führungen und Veranstaltungen auf. Diese reichen von Führungen zur Geschichte des Praters oder wie der Prater sich in die Kulturgeschichte Wiens (Literatur, Film und Musik) eingeschrieben hat. Ein wahrlich abwechslungsreiches Programm & das alles bei freiem Eintritt!
Comiczeichner, Monty-Python-Mitglied, Opernregisseur und Filmemacher: Terry Gilliam hat Hollywood stets den Rücken gekehrt und dabei Kultwerke wie Brazil oder Fear and Loathing in Las Vegas geschaffen. Eine Doku über einen Regisseur, der Konventionen nicht bricht, sondern sie gar nicht erst wahrnimmt. In der arte.tv Mediathek bis 2.5.2026
Grace (Nicole Kidman) ist auf der Flucht und kommt in ein abgelegenes amerikanisches Bergdorf und wird zunächst aufgenommen. Doch die Bewohner nutzen ihre Abhängigkeit zunehmend aus. Lars von Trier inszeniert auf nahezu leerer Bühne mit aufgemalten Grundrissen ein minimalistisches Drama darüber, wie schnell Hilfsbereitschaft in Ausbeutung umschlagen kann.
Pedro Almodóvars grelle Großstadtkomödie wirbelt durch ein Madrid voller Telefonkabel, Affären und Missverständnisse. Während Pepa verstehen will, warum ihr Liebhaber Iván sie verlassen hat, kippt jede Begegnung ins Chaos. Tempo, Witz und Melancholie machen den Film zum Klassiker.
Regisseur Wong Kar-wai erschafft mit poetischer Bildsprache, intensiven Farben und langsamen Kamerafahrten eine melancholische Atmosphäre. Die Geschichte zweier Nachbarn, deren Partner eine Affäre haben, entfaltet sich in andeutungsvollen Begegnungen. Präzise komponierte Einstellungen, enge Räume und raffinierte Lichtspiele verstärken die subtile Spannung und die unerfüllte Sehnsucht.
Briefe politischer Gefangener aus Russland, gelesen und musikalisch begleitet: Artem Karmadin und Egor Shtovba schreiben aus der Isolation über das Menschliche, Zarte und Widerständige. Schreiben als Überlebensakt und gegenseitige Fürsorge. Mit Musik von Iraida Yusupova entsteht ein Resonanzraum über Solidarität und Verbundenheit.
Ab 1941 saßen 15 Widerstandskämpferinnen im Bezirksgefängnis Leopoldstadt ein, darunter die Architektin Margarethe Schütte-Lihotzky. Ihre Gedächtnisskizze des Stockwerkgrundrisses wird am Boden des Ausstellungsraums mit Klebestreifen nachgezeichnet. Auf der Hoffläche zeigt die Ausstellung, wie die Inhaftierten kommunizierten und einander begegneten.
Der französische Autor Olivier Guez verwebt in seinem Buch "Die Welt in ihren Händen. Die Abenteuer der Gertrude Bell in Mesopotamien" die Lebensgeschichte von Gertrude Bell mit den Ereignissen im Nahen Osten nach dem Ersten Weltkrieg. Archäologin, Abenteurerin, Agentin des Britischen Empire: Bell war mit Lawrence von Arabien seelenverwandt, Vertraute von Winston Churchill und die...
The Franklin Electric ist ein Indie-Folk-Projekt aus Montreal, das vom Singer-Songwriter und Produzenten Jon Matte geleitet wird. Das Projekt, das sich aus einem Kollektiv von Freunden und Musikern entwickelt hat, zieht heute mit seinem intimen und gefühlvollen Sound das Publikum in seinen Bann. The Franklin Electric - Choices
Der US-Militärpsychiater Douglas Kelley soll die Naziführer vor den Nürnberger Prozessen begutachten. In stundenlangen Interviews entwickelt sich zwischen ihm und Hermann Göring ein psychologisches Katz-und-Maus-Spiel: Kelley will das Böse erforschen, Göring sucht seine letzte Bühne. Regisseur James Vanderbilt inszeniert mit Russell Crowe und Rami Malek in den Hauptrollen.
Apps und Algorithmen nehmen uns das Denken ab, aber zu welchem Preis? Barbara Bleisch, Konrad Paul Liessmann und Lisz Hirn diskutieren über kritischen Geist, intellektuelle Abenteuerlust und die Frage, was aus den Ideen der Aufklärung geworden ist. Zugleich ein Ausblick auf das Philosophicum Lech 2026, dessen Motto "Betreutes Denken" lautet.
Den Setagayapark hat es vor hundert Jahren noch nicht gegeben, aber Stefan Franke lädt zu einer unterhaltsamen Zeitreise durch andere Wiener Parks ein: Was Zeitungsarchive über Parkwächter, zwielichtige Gestalten in der Dämmerung, Liebespärchen in Seufzeralleen und andere Parkbesucher verraten. Am Klavier wird die Lesung von Katharina Litschauer mit charmanten Melodien begleitet.
Ingeborg Bachmanns Werk entzieht sich klaren Zuschreibungen. Die Autorin Ingeborg Gleichauf untersucht zum 100. Geburtstag der Dichterin, was deren spezifische Widerspenstigkeit ausmacht. Anhand von Texten und Briefwechseln zeigt sich eine Schriftstellerin, die irritiert und überrascht, jenseits gängiger Klischees von Diva und Ikone.
Das Journalismusfest Innsbruck 2026 findet vom 8. bis 10. Mai statt. Über 160 Gäste aus 21 Ländern gestalten rund 70 Veranstaltungen an 23 Orten in der Innenstadt. Das Programm umfasst Diskussionen, Lesungen, Ausstellungen, Filme und Audioformate zu aktuellen gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Themen. Der Eintritt ist größtenteils frei. Weitere Informationen unter www.journalismusfest.org.
Das neapolitanische Ensemble "Teatri 35" erweckt Caravaggios Gemälde zu lebenden Bildern, dazu spielt "La Venexiana" Werke von Monteverdi, Schütz und d'India. Das Konzertmotto "Pur ti miro" verweist auf das Schlussduett aus Monteverdis "Poppea". Bildende Kunst trifft auf Barockmusik: zu sehen und zu hören am Hefeboden der Ottakringer Brauerei.
Ein geheimnisvolles Wesen findet eine menschenleere Welt vor und untersucht die Ursachen des Aussterbens anhand alter Tonaufnahmen. Susanne Brandstätters dystopischer Dokumentarfilm verbindet Interviews mit Klimaforschern und Ernährungsexperten zu einem SF-Thriller über Lebensmittelpolitik, Monopole und Demokratieverfall. Nach dem Film findet ein Gespräch mit der Regisseurin statt.
Das FOTO ARSENAL WIEN zeigt Arbeiten von Daido Moriyama, einem Pionier der Street Photography. Die internationale Wanderausstellung dokumentiert mit kontrastreichen Aufnahmen den Wandel Japans seit den 1960ern. Die Schau entstand in Kooperation mit dem Instituto Moreira Salles aus São Paulo.
Amy Bergs Dokumentarfilm porträtiert Jeff Buckley, der 1997 mit 30 Jahren ertrank. Durch unveröffentlichtes Archivmaterial, Interviews mit Mutter Mary Guibert, Partnerinnen und Bandmitgliedern entsteht ein intimes Bild des Musikers mit der außergewöhnlichen Stimme, der nur ein einflussreiches Debütalbum hinterließ.
Slowenien, 1970er: Die zehnjährige Ida (Lana Marić) will ihre kranke Oma vor dem Tod bewahren. Ein Lied vom Friedhof hat die Großmutter einst wiederbelebt, also versucht Ida es zu lernen. Doch Ida kann nicht singen. Ester Ivakičs magisch-realistisches Debüt über Kindheit, Verlust und ländliches Leben nutzt atmosphärische Bilder und eine starke Hauptdarstellerin. Der vollständige Filmtitel...
Doron Rabinovici (Die Einstellung, 2022) und Sama Maani (Zu Besuch bei Onkel Napoleon, 2026) schreiben über Erinnerung, Herkunft und politische Gegenwart. Während Rabinovici in seinen Texten Fragen jüdischer Identität und der Weitergabe von Geschichte verhandelt, kehrt Maani literarisch immer wieder nach Teheran zurück. Beide verbinden persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlichen Konflikten und suchen dabei nach literarischen...
Quentin Tarantinos "Kill Bill" war ursprünglich als ein einziger Film gedacht. Erst im Schneideraum wurde klar, dass das Racheepos aus allen Nähten platzt. Das Ergebnis erschien dann auf Verlangen von Miramax in zwei Teilen, die im Abstand von einem halben Jahr in die Kinos kamen. Nach fast 20 Jahren ist der Film nun vollständig zu...
In Dimitré Dinevs Roman „Zeit der Mutigen“ (Österreichischer Buchpreis 2025) wird die Donau zum Schauplatz bewegender Lebensgeschichten. Er erzählt direkt und mit trockenem Humor von Menschen, die sich durch die harten Zeiten des 20. Jahrhunderts kämpfen mussten. Gemeinsam mit Moderator Manfred Müller geht er der Frage nach, wie man sich trotz aller Grausamkeit seinen Anstand...
Autor von "Mut zum Unmut" (Eine Mischung aus Ratgeber und Streitschrift) Matthias Meisner und Politikwissenschaftlerin Monika Mokre plädieren für konstruktiven Ungehorsam statt Anpassung. Anhand prominenter Beispiele wie Petra Kelly oder Kevin Kühnert zeigen sie, warum Widerspruch notwendig ist und wie Renitenz funktioniert. Moderation: Robert Misik.
In der vierten Auflage der Beisl-Konzerte spielen Ensembles der Wiener Symphoniker in Lokalen rund um den Yppenplatz. Drei Sets à 30 Minuten, ohne Frack, mit viel Musik. Auftakt um 18:00 am Yppenplatz: The Symphonic Brass Trio Hip-Hop Project. Eintritt frei, Beisl-Hopping erwünscht.
Die Kritischen Literaturtage 2026 in Wien präsentieren vom 15. bis 17. Mai im KunstSozialRaum Brunnenpassage alternative, gesellschafts- und sozialkritische Literatur unabhängiger Verlage. Mit Lesungen, Buchpräsentationen und der Kinderbuchausstellung „Yuki liest!“ fördern sie Austausch und Weltverbesserung.
Die Band (ich liebe ihren Bandnamen) aus Toronto präsentieren ihr neuntes Album „Caught Light“. Die neuen Stücke kombinieren Folk mit Pop und Rock im Stil der 1970er Jahre. Pedal Steel und Mandoline erzeugen ein akustisches Klangbild. Die Aufnahmen zeichnen sich durch eine schlichte, musikalische Offenheit aus.
Der Londoner Musiker Jacob Allen alias Puma Blue mischt auf "Croak Dream" Jazz-Balladen mit Trip-Hop und Jungle. Das Album entstand in Peter Gabriels Real World Studios, wo die Band zu Fragmenten improvisierte, die Allen vorgab. Ein düsterer, intimer Sound zwischen Portishead und Jeff Buckley.
70 Prozent der Erde sind von Wasser bedeckt, doch der Meeresgrund ist weniger erforscht als der Mond. Die Ausstellung zeigt historische Unterwasseraufnahmen von Hans & Lotte Hass und Jean Painlevé, die Mitte des 20. Jahrhunderts das Publikum faszinierten, neben zeitgenössischen Positionen. Zwischen wissenschaftlichem Interesse und Sehnsucht, ökologischer Verantwortung und neuen Bildwelten.
Ein fataler Autounfall in Mexiko-Stadt verknüpft drei Leben: Octavio nutzt illegale Hundekämpfe für eine Flucht mit seiner Schwägerin. Das Model Valeria verliert durch das Unglück ein Bein und damit ihre Karriere, während der zum Killer gewordene Ex-Guerillero El Chivo nach Erlösung sucht. Ein rohes, wuchtiges Drama über Liebe und Schicksal. Das großartige Regiedebüt von Alejandro...
Vom 18. bis 20. Mai bringt das Festival Pint of Science Wissenschaft in Lokale und Cafés in Wien, Graz, Salzburg, Innsbruck u.a. In zahlreichen Kurzvorträgen sprechen Forscher über Themen von Astrophysik bis Künstliche Intelligenz.
Frankreich 1916: Während des Ersten Weltkriegs befiehlt ein General einen aussichtslosen Angriff. Als dieser scheitert, sollen drei zufällig ausgewählte Soldaten wegen Feigheit vor dem Feind erschossen werden. Kubricks Film zeigt die Absurdität militärischer Hierarchien und ist eine schonungslose Anklage gegen Kriegsführung und Klassenjustiz. Mit einer Einführung von Christoph Huber.
Adolf Holl (1930-2020) begab sich auf die Spur eines anderen Jesus-Bildes: In der Apokalypse des Petrus, einem Text aus dem 2. Jahrhundert, der 1945 in Ägypten gefunden wurde, erscheint Christus am Kreuz lachend. Holl folgte diesem Motiv von der arabischen Welt über das Mittelalter bis heute und zeichnete Jesus als lebensbejahende, humorvolle Figur. Einführung: Walter...
Ist der Holocaust Geschichte oder Erinnerung? Timothy Snyder zeigt, wie individuelle Erfahrungen Wege zu umfassenderen Argumenten über die Ursachen des Massenmordes an Europas Juden eröffnen. Der Historiker diskutiert mit Stephen Naron, Direktor des Fortunoff Video Archive for Holocaust Testimonies, über Zeugenaussagen und Archivsammlungen. In englischer Sprache.
Eine Schriftstellerin reist in den panamaischen Urwald, um eine Theatergruppe zu begleiten. Am Ende steht eine Gruppe verloren im Dschungel und erfährt die Kreatürlichkeit der eigenen Existenz. Dorothee Elmigers Roman erkundet die Übersetzbarkeit von Erfahrung in Sprache. Moderation: Johanna Öttl.
Agnes Hausmann glänzt als Clara Schumann in Stefan Laskos Musical „Ich sehe Clara". Das Ensemble tanzt und singt sich durch das Leben der Pianistin, Komponistin und achtfachen Mutter, die zwischen Wunderkind-Karriere, Robert Schumann und Johannes Brahms ihren Weg ging.
Sabine Lidl porträtiert die Schriftstellerin Siri Hustvedt von ihrem Aufbruch aus Minnesota nach New York bis zur intellektuellen Größe. Der Film verwebt literarische Entwicklung, feministische Haltung und die Liebesgeschichte mit Paul Auster. Vier Jahre Drehzeit dokumentieren auch Austers Krebserkrankung und Tod. Mit Animationen, Archivmaterial und intimen Einblicken in Hustvedts kreatives Schaffen.
Alabama, 1960er: ein schwarzer Eisenbahnarbeiter navigiert zwischen Alltagsrassismus, Arbeitskampf und persönlichen Konflikten. Michael Roemers Debüt zeigt afroamerikanisches Leben ohne Beschönigung, getragen von Abbey Lincoln, Ivan Dixon und eindringlichen Bildern in Schwarzweiß. Ein wiederentdeckter Klassiker.
Schweiz 1971: Die Hausfrau Nora aus einem kleinen Dorf beginnt sich für das Frauenstimmrecht einzusetzen, obwohl ihr Mann und das Dorf wenig von Emanzipation halten. Als die Männer über das Wahlrecht der Frauen abstimmen sollen, kämpft Nora für Gleichberechtigung. Petra Volpe erzählt mit Humor und Ernsthaftigkeit von den späten Frauenrechten in der Schweiz und der...
Warum fühlt sich Metall heißer an als Holz, obwohl beide gleich warm sind? Warum hören Fledermäuse, wo für uns Stille ist? Physiker Florian Aigner zeigt, wie unsere Sinne die Welt erschaffen: Farbe, Klang und Temperatur entstehen im Kopf. Ein Buch über Wahrnehmung, Wirklichkeit und die Physik der Sinne.
Die Berliner Band Mitsune verbindet japanische Volksmusik mit Elementen aus Psychedelia, Jazz und Filmmusik. Im Zentrum steht die dreisaitige Laute Tsugaru Shamisen, begleitet von Percussion, Bass und mehrstimmigem Gesang. Das internationale Quartett arbeitet mit traditionellen Motiven und modernen Arrangements.
Ein Arzt (Tom Cruise) gerät nach dem Geständnis seiner Frau (Nicole Kidman) in eine nächtliche Odyssee aus Begierde, Eifersucht und maskierten Ritualen. Stanley Kubricks Verfilmung von Schnitzlers „Traumnovelle“ verwandelt die Wiener Vorlage in ein kühles, traumartiges Psychodrama über Ehe, Begehren und soziale Macht.
Der Film von Sally Potter erzählt die zeitlose Reise eines Adligen (Tilda Swinton), der über 400 Jahre hinweg lebt und dabei Geschlecht, Identität und Gesellschaftsrollen wechselt, basierend auf Virginia Woolfs Roman, der lange Zeit für nicht verfilmbar galt.
Astrachan ist das Soloprojekt von Ben Astrachan aus Chicago. Er produziert Lo-Fi Rock auf Analogband in seinem Basement-Studio und spielt außerdem in den Bands Berta Bigtoe und Astro Heart. Seine Musik verbindet Gitarrensound mit mystischen und politischen Themen.
"Oberst Redl" erzählt vom Aufstieg eines Offiziers aus einfachen Verhältnissen im zerfallenden Habsburgerreich. Klaus Maria Brandauer spielt Alfred Redl als ehrgeizigen Karrieristen, der zwischen Loyalität, Macht und verdrängter Homosexualität zunehmend in politische Intrigen gerät. In einer weiteren Hauptrolle Armin Müller-Stahl als Erzherzog Franz Ferdinand. Regie: István Szabó.
Mehr als 50 Konzerte, dazu noch D.J.s in den Gürtellokalen gibt es an diesem Abend. Teilnehmende Venues sind The Loft, Fanialive, Gürtelbräu Wien, Loop Wien, wienstation, Chelsea, COCO Bar, Weberknecht, Roter Bogen, Rhiz Vienna, Kramladen, Cafe Concerto, Café Carina & B72. Eintritt: Freiwillige Spende für einen guten Zweck.
Der Lehrer Ryland Grace (Ryan Gosling) wacht auf einem Raumschiff auf und hat die Erinnerung verloren, die nur langsam zurückkehrt: er soll herausfinden, warum ein mysteriöser Stoff der Sonne Energie entzieht und das Klima der Erde bedroht. Bei der fremden Sonne Tau Ceti trifft er auf Rocky, einen Außerirdischen mit derselben Mission. Der Film von...
Indah Arsyads Ausstellung The Ultimate Breath thematisiert die Besorgnis vor dem Klimawandel und Umweltverschmutzung. Sie verbindet javanische Mythologie wie Wayang und Gamelan mit wissenschaftlichen Daten und neuen Technologien. Entstanden sind Licht-, Klang- und Bewegungsarbeiten, die traditionelles Wissen als Grundlage für Harmonie und ökologische Nachhaltigkeit betonen. Die Ausstellung ist bis 26.5.26 zu sehen.
Honoré Daumier hält mit spitzer Feder und unbestechlichem Humor dem Frankreich des 19. Jahrhunderts den Spiegel vor, zeitlos aktuell. Die ALBERTINA zeigt Lithografien, Zeichnungen, Gemälde und Skulpturen des scharfsinnigen Kritikers von Machtmissbrauch und Alltagsleben, ergänzt durch einen Animationsfilm mit Musik von Paul und Linda McCartney.
Ländliche Anti-Idylle: Eine junge Frau findet Halt bei Außenseitern, die gegen Herkunft, Enge und Anpassung rebellieren. Zwischen Existenzzorn, Mutterschaft und Überforderung bleibt der Herkunftshader bestehen. Die Inszenierung von Asli Kişlal entwickelt für den Stoff eine eigene körperliche Bühnensprache.
Frachild ist eine vierköpfige Indie-Band aus Wien. Melancholische Gitarrenmelodien verschmelzen mit drei charakteristischen Stimmen zu einem atmosphärischen Sound. Die Band, die seit 2021 gemeinsam musiziert, verbindet inspirierte Instrumentierung mit poetischen Texten über persönliche Themen.
Sarah Blasko verbindet zurückhaltenden Indie-Pop mit Folk- und Kammermusik-Elementen. Ihre klare, oft schwebende Stimme prägt Songs, die sparsame Arrangements mit atmosphärischer Dichte verbinden. Bekannt wurde sie Anfang der 2000er Jahre in der australischen Indie-Szene. In Australien tritt sie in der Sydney Opera auf, hier in Wien im WERK. "All I Want" (2009) & "Emotions" (2025)
Andrea B. Braidt schreibt über Erregung als erzählten Affekt, der durch Perspektive und Narration Empathie erzeugt. Anhand von Film- und Medienbeispielen stellt sie zentrale Thesen vor, im Gespräch mit den Film- und Medienwissenschaftlerinnen Lisa Gotto und Andrea Seier.
Warum fasziniert Thomas Bernhard noch immer? Polarisieren seine Texte heute noch? Darüber diskutieren Autor Elias Hirschl, Autorin und Übersetzerin Theresia Prammer sowie Literaturwissenschafterin Juliane Werner vom Forschungsprojekt "GlobalBernhard". Moderation: Katharina Manojlovic.
Zu seinem 70. Geburtstag präsentiert Antonio Fian im Literaturhaus am Inn seinen neuen Band „In aller Offenheit. Dramolette VIII“. Mit Satire, Witz und Galgenhumor seziert er Politik, Alltag und Kulturbetrieb. Moderation: Robert Renk.
Der Film von Annemarie Jacir thematisiert den arabischen Aufstand gegen die britische Mandatsmacht im Jahr 1936. Die Handlung folgt Menschen, die zwischen antikolonialem Widerstand und der Ankunft jüdischer Geflüchteter aus Europa stehen. Das historische Drama beleuchtet Wurzeln des Nahostkonflikts.
Am Wochenende feiert das Westlicht sein 25-jähriges Bestehen, am Samstag Abend wird die Ausstellung PLATON. PEOPLE POWER um 19:30 eröffnet und am Sonntag öffnet das Haus seine Türen und es gibt die Möglichkeit die neue Ausstellung bei freiem Eintritt zu besuchen.
In ihrem Debütroman „ë" erzählt Jehona Kicaj von Flucht, Verlust und Sprache: Die Protagonistin verlässt als Kind den Kosovo und erfährt, dass ihre Muttersprache zur Gefahr werden kann. Der Titel verweist auf einen albanischen Buchstaben, der nicht ausgesprochen wird: ein Kniff, der Kicajs sprachliche Finesse zeigt. Zu Gast ist die Autorin bei Ilija Trojanow.
Eine iranische Familie fährt Richtung türkischer Grenze. Zwischen kindlichem Humor, familiären Spannungen und der Angst vor Entdeckung entfaltet Panah Panahis Debüt ein berührendes Roadmovie über Abschied, Freiheit und das Leben unter politischem Druck im Iran. Die Aufführung ist ein filmischer Aperitif zum IFFI Festival in der folgenden Woche. Eintritt frei.
Die deutsche Philosophin Eva von Redecker analysiert den zeitgenössischen Faschismus: sein Kern liegt im unbedingten Besitzanspruch, der über Leichen geht. Nicht tatsächlicher Besitz, sondern "Phantombesitz" an Nation, Sprache oder Kindern treibt ihn an. Von Redecker verortet seine Quelle im Liberalismus selbst und erklärt seinen liquidierenden Modus. Moderation: Baruch Pomper.
Rund 20.000 Menschen aus Lateinamerika und der Karibik leben in Wien. Die Ausstellung zeigt ihre Migrationserfahrungen seit 1945, gesammelt in einem EU-geförderten Projekt. Menschen aus etwa 20 Ländern teilten ihre Geschichten durch Interviews, Fotos und Textilarbeiten. Ein vielstimmiges Archiv über Leben zwischen Welten und Neuanfang. Die Ausstellung ist bis 31.5. zu sehen.
Eine groteske Sprachorgie über Gewalt, Hass und Verrohung: In einer verdreckten Wohnung entlarvt Werner Schwab das kleinbürgerliche Milieu als moralisch zerstört und zeichnet ein bitter-komisches Bild gesellschaftlicher Verwahrlosung, das bei aller Härte auch von Menschlichkeit erzählt. Regie von Fritzi Wartenberg und ein aberwitziges Bühnenbild von Jessica Rockstroh. Es gilt nicht die Unschuldsvermutung, sondern die Restkartenhoffnung.